Crinitz

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Crinitz führt kein Wappen
Crinitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Crinitz hervorgehoben
Koordinaten: 51° 44′ N, 13° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Amt: Kleine Elster (Niederlausitz)
Höhe: 99 m ü. NHN
Fläche: 21,95 km²
Einwohner: 1222 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03246
Vorwahl: 035324
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 088
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Turmstraße 5
03238 Massen-Niederlausitz
Webpräsenz: www.crinitz.de
Bürgermeister: Horst Hofmann
Lage der Gemeinde Crinitz im Landkreis Elbe-Elster
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Crinitz (niedersorbisch: Krynica) ist eine Gemeinde im Landkreis Elbe-Elster im Süden Brandenburgs und gehört dem Amt Kleine Elster (Niederlausitz) mit Sitz in der Gemeinde Massen-Niederlausitz an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Crinitz liegt in einer Endmoränenlandschaft am Rande des Lausitzer Grenzwalls.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptsatzung der Gemeinde weist nur den Ortsteil Gahro aus[2]. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Gahroer Pechhütte, Niederhof und Oberhof[3].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde in ihren heutigen Grenzen entstand am 26. Oktober 2003 durch die gesetzlich verordnete Eingliederung der Gemeinde Gahro in die Gemeinde Crinitz[4]. Beide Gemeinden wurden seit 1992 vom Amt Kleine Elster (Niederlausitz) (bis 1995 Amt Kleine Elster) verwaltet.

Kernort Crinitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt von 1275. Der Name wird als Siedlung an einer Quelle gedeutet.[5]

Ortsteil Gahro[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Gahro hat heute etwa 200 Einwohner. Die erste urkundliche Erwähnung als Garow stammt aus dem Jahr 1452. Der Name ist slawischer Herkunft und bedeutet möglicherweise Brandstätte. 1538 wurde das Dorf als Garo erwähnt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 715
1890 754
1910 786
1925 900
1933 1 129
1939 1 256
1946 1 642
1950 1 755
1964 1 709
1971 1 809
Jahr Einwohner
1981 1 555
1985 1 501
1989 1 440
1990 1 425
1991 1 405
1992 1 412
1993 1 408
1994 1 410
1995 1 409
1996 1 398
Jahr Einwohner
1997 1 417
1998 1 395
1999 1 353
2000 1 359
2001 1 336
2002 1 320
2003 1 512
2004 1 481
2005 1 450
2006 1 407
Jahr Einwohner
2007 1 373
2008 1 340
2009 1 339
2010 1 295
2011 1 257
2012 1 236
2013 1 238
2014 1 226

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[6][7], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Crinitz besteht aus 6 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.[8] Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[9]

  • CDU 3 Sitze
  • Die Linke 1 Sitz
  • Einzelbewerber Lothar Thor 1 Sitz
  • Einzelbewerber Fred Steinigk 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst Hofmann wurde als Einzelbewerber in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 60,0 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[10] gewählt.[11]

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Crinitz stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Sehenswert ist die Feldsteinkirche in Gahro aus dem 12./13. Jahrhundert.[12]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Heimatstube befand sich bis 2011 im Durchgang an der Gaststätte „Bürgerhaus“ zum Töpfermarktgelände. Die neue Heimatstube wurde im November 2011 in der Hauptstr. 82 eröffnet und ist deutlich an dem übergroßen, glasierten Tontopf vor dem Haus zu erkennen.

Die acht ansässigen Töpfereien sind auf Anfrage bereit, ihre teils historischen Werkstätten vorzuführen.

Die Niederlausitzer Museumseisenbahn führt an einigen Tagen im Jahr Museumsfahrten durch.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Große Töpfermarkt findet immer am ersten Aprilwochenende statt. Etwa siebzig Töpfer und andere Handwerker aus der gesamten Bundesrepublik - und seit 2006 auch aus dem europäischen Ausland - präsentieren hier ihre Waren.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waldbad Crinitz
  • SV Vorwärts Crinitz 1921 e.V. (Fußball, Tischtennis, Volleyball, Gymnastik)
  • Topflauf (Start am Waldbad, am Sonntag des Töpfermarkt-Wochenendes Anfang April, Organisation durch Grundschule Crinitz und Verein Sport- und Begegnungszentrum Crinitz e.V.)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Crinitz liegt an der Landesstraße L 56 zwischen der B 96 nördlich von Sonnewalde und der Anschlussstelle Calau an der A 13.

Der Bahnhof Crinitz und der Haltepunkt Crinitz Töpferpark liegen an der eingleisigen Bahnstrecke Finsterwalde–Luckau. Der Personenverkehr wurde 1968 eingestellt. Seit 2002 führt die Niederlausitzer Museumseisenbahn zwischen Finsterwalde und Crinitz Museumsfahrten durch.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erste Schule des Landes Brandenburg hat die Crinitzer Grundschule im Mai 2006 den Namenszusatz „Heinz Sielmann“ erhalten.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Crinitz vom 9. Februar 2009 PDF
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Gemeinde Crinitz
  4. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.93
  5. Märkische Oderzeitung, 4./5. November 2006, S. 11
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 14–17
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  8. Harald Stolley nicht mehr Crinitzer Gemeindevertreter. In: Lausitzer Rundschau, 25. Juni 2014
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  10. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  12. Märkische Oderzeitung, 28. November 2006, S. 9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Crinitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien