Cro-Mags

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Cro-Mags
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Allgemeine Informationen
Genre(s) Hardcore Punk
Gründung 1981
Auflösung 1994
Website www.cro-mags.com
Gründungsmitglieder
John Joseph (1981, 1984–1987, 1991–1999, seit 2002)
Harley Flanagan (1981–1993, 1999–2002)
Dave Hahn 1991
Dave Stein
Letzte Besetzung
Gesang
John Joseph
Gitarre
A.J. Novello (seit 2002)
Gitarre
Craig Setari (1996–1999. seit 2008)
Schlagzeug
Maxwell Mackie Jayson (1984–1986, 1996–1999, seit 2008)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Kevin „Parris“ Mitchel Mayhew (1982–1991, 1999–2001)
Gitarre
Doug Holland (1985–1989, 1991–1993, 1996–1999, 2001)
Gitarre
Rob Buckley (1989–1991, 1993–1995, 2001)
Gitarre
Gabby Abularach (1991–1995)
Gitarre
Rocky George (1999–2001, 2002–2003)
Gesang
Eric J. Casanova (1982–1984)
Bass
Franklin Rhi (2002–2003)
Schlagzeug
Petey Hines (1986–1989)
Schlagzeug
Dave Di Censo (1989–1995)
Schlagzeug
Ryan Krieger (1999–2001)

Die Cro-Mags sind eine US-amerikanische Hardcoreband aus New York City und zählen zu den kommerziell erfolgreichsten New York Hardcore-Vertretern. Ihr musikalischer Stil ist durch britischen Oi-Punk sowie Thrash Metal beeinflusst. Der Bandname soll laut Harley Flanagan die Vorstellung von einem „modernen Cro-Magnon-Menschen“ hervorrufen, also einer Art postzivilisatorischem Menschentypus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den frühen 1980er Jahren trat die Band in wechselnden Besetzungen auf. In der Mitte des Jahrzehnts kam es dann zur bekanntesten Besetzung der Band. Rund um Bassist Harley Flanagan, der von Beginn an bei der Band war und sein Skinhead-Image nach einer Irland-Tournee mit seiner vorigen Band The Stimulators entwickelte, entstand ab 1984 ein Quartett mit John Joseph als Sänger, Parris Mayhew an der Gitarre und Mackie Jayson am Schlagzeug.[1]

1985 brachte dieses Quartett ein erstes Demo-Tape in Umlauf. Die meisten der darauf enthaltenen Songs gelangten dann auf das 1986 erschienene Debütalbum The Age of Quarrel. Im Fahrwasser von Bands wie Slayer und Metallica wurde gerade Metal in den Vereinigten Staaten populär und so kam es, dass die Cro-Mags – ganz Oi-untypisch instrumental versiert – mit Gruppen wie Motörhead und Megadeth auf Tour gingen. Die Band wusste sich stets sehr gut zu verkaufen. Harley Flanagan machte keinen Hehl daraus, dass er sich aus kommerziellen Überlegungen für John Joseph als Frontmann entschied. Die kommerzielle Orientierung und der Drang auf große Bühnen stellten freilich die Zugehörigkeit zum NYHC in Frage, der in seinem Wesen sozusagen eine Off-Major-orientierte 'Kleinkunst-Kultur' war und ist. Zur gleichen Zeit entdeckten die Cro-Mags ihre Auslegung der Hare-Krishna-Bewegung und pickten sich einige Aspekte für ihren pseudo-religiösen Kauderwelsch heraus.[1]

Nach der Tour verließen jedoch Joseph und Jayson die Band. So dauerte es bis 1989, ehe das Nachfolgealbum, Best Wishes, veröffentlicht wurde. Flanagan hatte mittlerweile die Position des Sängers übernommen. Ein Plattenvertrag bei Century Media, die Rückkehr von Joseph zur Band und das Album Alpha Omega (1992) sollte eigentlich das Comeback bedeuten. Es folgte Near Death Experience (1993). Ein Jahr später gab es noch ein Live-Album namens Hard Times in an Age of Quarrels. Danach löste sich die Band auf, nachdem sich Joseph und Flanagan zerstritten hatten.[1]

1998 organisierte John Joseph ein Benefiz-Konzert in New York, bei dem Sick of It All sowie Madball auftraten. Auch eine Besetzung der Cro-Mags trat auf. Währenddessen gründete Harley Flanagan und Parris Mayhew die Band Samsara, bei der auch Rocky George (Suicidal Tendencies) spielte. Def Jam Recordings hatte die Rechte an einem Album der Band, doch verschob das Release mehrfach. Nach einem kurzen Streit bekommt die Band das Album zurück und veröffentlicht es unter dem Namen Cro-Mags auf dem eigenen Label Cro mags Recording. Anschließend kam es zu einer Namensstreitigkeit zwischen Flanagan und Joseph, so dass es mehrere Jahre zwei Bands mit dem Namen Cro-Mags gab. Nachdem jedoch Flanagan und Mayhew in Streit gerieten, existiert nur noch Josephs Besetzung, während Flanagan mit seiner Band Harley’s War aktiv ist.[2] Im Juli 2012 mündete der Konflikt zwischen Flanagan und der Band in Tätlichkeiten, als ersterer während eines Musikfestivals in New York den damaligen Cro-Mags-Bassisten Mike Couls und eine weitere Person mit einem Messer verletzte.[3] Flanagan berief sich auf Notwehr; eine Anklage wurde später fallengelassen.[4]

Stil und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Cro-Mags waren eine der ersten Bands, die (neben Agnostic Front) Metal-Elemente in ihren rohen Hardcore Punk aufnahmen. Doch diese Tatsache und die, dass die Band mit zahlreichen Metalgruppen wie Motörhead und Megadeth auftrat, sorgte auch für Konflikte innerhalb der Punkszene, die der Band kommerzielle Tendenzen vorwarfen. Des Weiteren wurde die Band vom Maximumrocknroll boykottiert, weil das Cover zu Age of Quarrel homophobe Tendenzen zeigte. Auch war es insbesondere Harley Flanagan, der zahlreiche konservative bis rechtsextreme Meinungen in Interviews äußerte. Unter anderem sollen, seiner Meinung nach, alle Homosexuellen deshalb AIDS bekommen, weil deren Art des Geschlechtsverkehrs nicht natürlich sei. Auf dem Album Best Wishes wurde ein Schlachthof mit den Konzentrationslagern des Dritten Reiches verglichen. Bei zahlreichen Konzerten kam es zu Protesten von SHARP-Skins, die der Band rechte Tendenzen unterstellten.[1]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: The Age of Quarrel (erschienen bei Profile)
  • 1989: Best Wishes (erschienen bei Profile)
  • 1992: Alpha Omega (erschienen bei Century Media)
  • 1993: Near Death Experience (erschienen bei Century Media)
  • 2000: Revenge (erschienen bei Cro Mag)

Kompilationen und Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Hard Times in an Age of Quarrel (live) (erschienen bei Century Media)
  • 1999: Before the Quarrel (erschienen bei Cro Mag)
  • 2006: Twenty Years of Quarrel and Greatest Hits (erschienen bei Cro Mag)

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: The Final Quarrel: Live At CBGB 2001 (MVD Visual)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Matthias Mader: New York City Hardcore. The Way it was…. Berlin: I.P. Verlag Jeske/Mader GbR. 1. Auflage, Mai 1999, ISBN 3-931624-10-2, S. 67–70
  2. Miguel Tegentonen. Harley's Cro-Mags, abgerufen am 30. November 2012.
  3. Boweryboogie.com: CBGB Festival Responds to Last Night’s Webster Hall Stabbing. Abgerufen am 18. Januar 2016.
  4. Former Cro-Mags Bassist Won’t Be Charged in CBGB Fest Stabbing. Abgerufen am 18. Januar 2016.