Crowdfarming

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Das Crowdfarming ist eine Lebensmittellieferkette, bei der nur so viel produziert wird wie der Endverbraucher erwirbt. Im Gegensatz zur traditionellen Produktionskette ermöglicht es Crowdfarming, dass die Produzenten direkt für den Konsumenten produzieren, um so der Überproduktion vorzubeugen. Diese Art der Lebensmittelversorgung wurde 2015 von den Brüdern Gabriel und Gonzalo Úrculo, Landwirten aus Valencia, entwickelt.[1]

Etappen der traditionellen Lebensmittelkette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Produktionsphase: Zeitraum zwischen Pflanzung, Wachstum und Ernte
  • Erntephase: Zeitpunkt, an dem die Nahrungsmittel geerntet oder gepflückt werden
  • Erste Verarbeitungsstufe: Verarbeitung der landwirtschaftlichen Rohprodukte und Vorbereitung der Lebensmittel zum Verkauf
  • Zweite Verarbeitungsstufe: Manche Lebensmittel werden in mechanischen oder chemischen Prozessen umgewandelt und ggf. mit anderen Lebensmitteln gemischt, wodurch sie zu Verarbeitungsprodukten werden.
  • Distributionsphase: Abfolge verschiedener Tätigkeiten im Großhandel, die nach der Verarbeitung bis hin zum Wareneingang der Lebensmittel im Einzelhandel anfallen (Transport und Lagerung)
  • Verkaufsphase (Lebensmitteleinzelhandel): beschreibt den Zeitraum, ab dem die Lebensmittel den Verkaufspunkt erreichen, bis zu dem Zeitraum, in welchem sie vom Endverbraucher erworben werden
  • Konsum: Phase nach Erwerb des Produktes durch den Endverbraucher und dessen Weiterverarbeitung und Verzehr

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Crowdfarming können die Erzeuger den Anbau ihrer Produkte basierend auf der tatsächlichen Nachfrage planen. Die Landwirte, Imker und Viehzüchter produzieren in direktem Auftrag des Konsumenten, der die produzierte Nahrung am Ende tatsächlich erwerben wird. So können die Landwirte einen Preis für die Ernte festlegen, bevor diese überhaupt produziert wird, wodurch eine eventuelle Überproduktion von Nahrungsmitteln vermieden wird.[2][3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Sieg: Orangen per Click. In: Lebensmittel Zeitung. Nr. 24, 16. Juni 2017, S. 30 f.
  2. Thomas Urban: Radikal freundlich. In: Süddeutsche Zeitung. 27. Juli 2016, abgerufen am 28. September 2017.
  3. Michael Gassmann: Tagesgeld? Mit einer Kuh verdienen Sie 80 Mal mehr. In: WELT. 25. Januar 2017, abgerufen am 28. September 2017.