CumEx-Files

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Unter CumEx-Files veröffentlichte am 18. Oktober 2018 Correctiv in Kooperation mit weiteren Medien aus zwölf Ländern über Jahre erarbeitete Rechercheergebnisse zum europäischen Cum-Ex-Steuerbetrug.[1]

Als Cum Ex wird eine Form der Steuerhinterziehung bezeichnet. Ein Netzwerk von Aktienhändlern, Steuerberatern, Bänkern und Anwälten entwendete damit den europäischen Steuerbehörden viele Milliarden Euro. Die fünf am stärksten betroffenen europäischen Länder verloren mehr als 62,9 Milliarden US-Dollar. Der deutsche Staat wurde nachweislich um 31,8 Milliarden Euro betrogen.[2]

Die Cum-Ex-Geschäfte waren dem Bundesfinanzministerium seit spätestens 2002 bekannt.[3]

Vorgehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen schütten ihren Aktionären meist einmal im Jahr Dividende aus. Das ist die Gewinnbeteiligung für die Aktionäre am Unternehmensgewinn. Auf Dividende ist Kapitalertragsteuer fällig. Die Beteiligten verschoben die Aktien innerhalb kurzer Zeit hin und her. Das Ziel dabei war, dass der Staat die Kapitalertragsteuer wieder zurückzahlt. Bei diesen Geschäften wurde die Steuer sogar mehrfach zurückerstattet, teilweise sogar an Beteiligte, die gar keine Steuern gezahlt hatten.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dokumentarfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Susanne Binninger, Britt Beyer: Auf der Spur des Geldes. Dokumentarfilm über die investigativen Recherchen von Correctiv. ZDF/ARTE. 2021. Erstsendung: 9. November 2021, ARTE.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fabian Schmidt: Banker haben uns 55 Milliarden Euro gestohlen – was dahinter steckt. In: spiegel.de. Abgerufen am 10. Oktober 2020.
  2. "Die CumEx-Files – Wie Banker, Anwälte und Superreiche Europa ausrauben." CORRECTIV, abgerufen am 10. Oktober 2020.
  3. "Cum-Ex-Files"-Recherche: Angriff auf Europas Steuerzahler. In: tagesschau.de. Abgerufen am 14. Dezember 2019.
  4. Fabian Schmidt: Banker haben uns 55 Milliarden Euro gestohlen – was dahinter steckt. In: spiegel.de. Abgerufen am 10. Oktober 2020.
  5. ZDF/ARTE zeigt Einblicke in die investigativen Recherchen von CORRECTIV. Abgerufen am 9. November 2021.