Curio TI

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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Curiof zu vermeiden.
Curio
Wappen von Curio
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Magliasina
BFS-Nr.: 5181i1f3f4
Postleitzahl: 6986
Koordinaten: 710495 / 95498Koordinaten: 46° 0′ 7″ N, 8° 51′ 54″ O; CH1903: 710495 / 95498
Höhe: 569 m ü. M.
Fläche: 2,84 km²
Einwohner: 546 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 192 Einw. pro km²
Website: www.curio.ch
Kirche San Pietro

Kirche San Pietro

Karte
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Curio ist eine politische Gemeinde im Kreis Magliasina im Bezirk Lugano des Kantons Tessin in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt 556 m ü. M. am Süd-Hang des Hügels Gheggio im Malcantone, und 6 km nördlich der Station Ponte Tresa TI der Linie Lugano-Ponte Tresa. Zur Gemeinde gehört auch die Exklave Bombinasco nordwestlich des Gemeindegebietes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1196 wird das Dorf erstmals als Coira schriftlich erwähnt, später (1298) erscheint es als Cuyri. Im Jahr 1352 wird eine dem heiligen Petrus geweihte Kirche erwähnt. Um Bombinasco, einen Weiler zwischen Astano, Bedigliora und Sessa TI, stritten sich die Gemeinden Curio und Bedigliora lange; 1850 wurde er endgültig zu Curio geschlagen. Die heutige Dorfkirche stammt aus dem Jahr 1609.[2][3]

Am 4. November 2014 ereignete sich in der Gemeinde Curio ein schwerer Erdrutsch vom Malcantone, bei dem zwei Menschen starben.[4] Die Landstrasse nach Bombinasco TI wurde darauf zwischen Astano und Banco gesperrt.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1801 1910 1950 1970 1980 1990 2000 2005 2010 2012 2013
Einwohner 245 340 275 286 288 419 535 553 548 517 544

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[6]

  • Pfarrkirche San Pietro[7]
  • Wallfahrtskapelle Madonna della Morella mit Fresko im Innern: Madonna und Heilige Lucia und Caterina, 1597 gemalt von Domenico Banchini aus Curio[8]
  • Ehemalige Zeichenschule (Heute «Museo del Malcantone»), Architekt: Luigi Fontana (1812–1877) aus Muggio; das Museum wurde 1989 eröffnet und befindet sich in einem neoklassizistischen Gebäude aus dem Jahre 1853. Es befasst sich mit der Kultur und Geschichte des Malcantone[9]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Associazione culturale Lo Sgambetto.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Associazione Calcistica Lema[10]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Curio hat im Wappen einen Wolfskopf. Die Legende besagt, dass im Jahr 1885 ein Wolf das Dorf terrorisiert habe. Die Bewohner beschlossen, ihn zu jagen. Aber da brach ein Brand in einem Haus aus, in dem ein Baby schlief. Aus dem brennenden Haus habe der Wolf das Baby herausgetragen.

Museo del Malcantone
Madonna della Morella
Madonna della Morella, Innenansicht

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Celestino Trezzini: Curio. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 2, Cavadini – Daegerlen., Attinger, Neuenburg 1921, S. 654.
  • Ermanno Medici: Curio. Note di storia. Florenz 1960.
  • Ernesto W. Alther, Ermanno Medici: Curio e Bombinasco dagli albori. Locarno 1993.
  • Nicola Navone (Hrsg.): Dalle rive della Neva. Epistolari di tre famiglie di costruttori nella Russia degli zar. Mendrisio Academy Press, Mendrisio 2009.
  • Luigi G. Herz: Di lasco e di bolina. Una disputa medico-farmacologica sul «solfato indigeno febbrifugo», tra Lombardia e Ticino, 1846–1848. In: Archivio Storico Ticinese. Nr. 147. Casagrande, Bellinzona 2010.
  • Renato Giovannoli: Il Vello d’Oro e il mistero di Garavee. In: Giornale del Popolo. 20. August 2011, S. 22–23.
  • Bernardino Croci Maspoli: Curio. In: Historisches Lexikon der Schweiz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Curio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]