Cursor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Cursor einer Tastatur in der elektronischen Datenverarbeitung. Zum Cursor der Maus siehe Mauszeiger; zu weiteren Bedeutungen siehe Cursor (Begriffsklärung).
Blinkender Cursor in einem Eingabefeld
Startbildschirm des C64 mit blinkendem Cursor

Ein Cursor [ˈkɜːɹsəɹ] (englisch cursor, von lateinisch cursor, „Läufer“) (auch Einfügemarke, Eingabemarkierung, Eingabezeiger oder Schreibmarke) markiert in einem Computerprogramm die aktuelle Bearbeitungsposition auf dem Bildschirm. Bei einem Textverarbeitungsprogramm oder -editor zeigt er die Stelle auf dem Bildschirm, an der Tastatureingaben eingefügt werden. Dieser Cursor wird meist als senk- oder waagrechter Strich oder als rechteckiger Block dargestellt.

Cursor existieren in zwei verschiedenen Ausprägungen: Entweder sie markieren eine Position zwischen zwei Daten (oft durch einen schmalen senk- oder waagrechten Strich symbolisiert) oder die Position eines Datums selbst (daher die Blockdarstellung).

Der Begriff Cursor wird allerdings in der Informatik nicht nur für Textverarbeitungen verwendet, sondern bezeichnet allgemein die Einfüge- oder Bearbeitungsposition innerhalb einer Liste von Daten. So existiert der Begriff beispielsweise auch im Zusammenhang mit relationalen Datenbanken, wo er die Datenstruktur darstellt, die die aktuelle Position bei einer Abarbeitung von Datensätzen angibt.

Auch der Mauszeiger auf dem Desktop, welcher mit einem Zeigegerät bewegt und genutzt wird, wird manchmal „Cursor“ genannt, in der Windows-Dokumentation englisch mouse cursor, sonst aber weit überwiegend mouse pointer. Bei Touchscreens ist der Cursor oft nicht sichtbar. Der Druckpunkt des Fingers oder Zeigestifts wird uneinheitlich beispielsweise als Touch- oder Fokuspunkt bezeichnet.

Auf der Kommandozeile von Microsofts Betriebssystem MS-DOS stellte ein blinkender Unterstrich den Cursor dar. Im deutschen Sprachraum wurde diese Stelle am Bildschirm als „Eingabeaufforderung“ bezeichnet. Auch unter Windows konnte man noch lange Zeit unter Start → Programme → Zubehör einen Link zur „Eingabeaufforderung“ finden, der dann ein Fenster mit schwarzem Hintergrund und blinkendem Unterstrich öffnete.

Caret als Bezeichnung für Schreibmarke[Bearbeiten]

Caret als Schreibmarke in Xfig

In manchen Programmen (z. B. Xfig) oder innerhalb mancher Fenstermanager wie dem proprietären Common Desktop Environment wird ein Zirkumflex (englisch caret) als Schreibmarke verwendet. Der Vorteil liegt darin, dass die Schreibmarke den eigentlichen Text nicht überdeckt und deshalb nicht sehr schmal sein oder „nervös“ blinken muss.

Auch wenn der Zirkumflex nur noch selten zum Einsatz kommt, bezeichnen manche Nutzer den Tastatur-Cursor trotzdem generell als „Caret“, um eine bessere Unterscheidung zum Cursor der Maus zu ermöglichen. Andere verwenden aus demselben Grund die Bezeichnungen „Mauszeiger“ und „Text-Cursor“ oder „Tastatur-Cursor“.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cursor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien