Curth Georg Becker

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Curth Georg Becker (* 26. Februar 1904 in Singen; † 29. Dezember 1972 ebenda) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Becker wurde im sogenannten „Erkerzimmer“ im ersten Obergeschoss des Hauses Scheffelstraße Nr. 12 als ältestes Kind seiner Eltern August und Juliane, geb. Höfling, geboren.

Die Familie zog von Singen über Lörrach, Freiburg und Elberfeld nach Moers am Niederrhein. Hier verstarb der Vater, als Curth Georg elf Jahre alt war. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage musste Curth Georg Becker daraufhin einige Jahre im dortigen Waisenhaus verbringen.

Über diverse berufliche Stationen wurde Becker 1924 Meisterschüler von Heinrich Nauen an der Kunstakademie Düsseldorf. Es folgten Studienaufenthalte in Italien und Frankreich.

Er war Mitglied der Künstlervereinigungen „Rheinische Sezession“ und „Das Junge Rheinland“.[1]

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Beckers Bilder wegen seiner unliebsamen Kunstauffassung beschlagnahmt.

1940 wurde er zum Kriegsdienst einberufen. 1946 kehrte Becker aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück und wohnte in Hemmenhofen, später in Gaienhofen. 1954 zog er nach Singen zurück. In den 1950er Jahren richtete sich Becker, zu dessen Freundeskreis Hans Purrmann gehörte, in Montagnola ein Atelier ein. 1961 entstand dort ein Porträt Purrmanns.

Curth Georg Becker starb nach schwerer Krankheit am 29. Dezember 1972. Sein schriftlicher Nachlass liegt im Deutschen Kunstarchiv des Germanischen Nationalmuseums.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1958: Hans-Thoma-Preis
  • 1969: Verleihung des Professorentitels
  • 1972: Silberne Ehrenmedaille der Stadt Singen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claus Pese: Mehr als nur Kunst. Das Archiv für Bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum, Ostfildern-Ruit 1998 (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Bd. 2), S. 84.
  • Günther Wirth: Kunst im deutschen Südwesten von 1945 bis zur Gegenwart. Hatje, Stuttgart, 1982.
  • Berner, Herbert / Schumacher, Klaus (Hrsg.) : Curth Georg Becker 1904–1972 / Vlg. Friedr. Stadler Konstanz 1978 *

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Broschüre „SINGEN Geschichtspfad - Station 31 - Curth Georg Becker Geburtshaus“, Herausgeber: Stadt Singen, Juni 2005, ISBN 3-92-1412-17-6; gleichlautender Text auf einer Infotafel des Geschichtspfads in der Scheffelstraße.