Curtis Hanson

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Curtis Hanson (2007)

Curtis Lee Hanson (* 24. März 1945 in Reno, Nevada; † 20. September 2016 in Hollywood Hills, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Curtis Hanson verließ die Highschool vorzeitig. Nachdem er bereits als Jugendlicher als Herausgeber und Kritiker für eine Filmzeitschrift gearbeitet hatte, wuchs er als Fotograf und Drehbuchautor ins Filmgeschäft hinein. Besonders beeinflusst hat ihn Alfred Hitchcock, dementsprechend sind viele von Hansons Filmen Thriller. Er arbeitete als Drehbuchautor für Veteranen wie Roger Corman und Samuel Fuller und als Regisseur an mehreren Horrorfilmen und Thrillern mit geringem Budget, die ihn allmählich bekannter machten, darunter Todfreunde – Bad Influence, in dem er sich Hitchcocks Film Der Fremde im Zug (Strangers on a Train) zum Vorbild nahm.

Hansons erste größere Erfolge waren die Thriller Die Hand an der Wiege (The Hand That Rocks the Cradle) und Am wilden Fluß (The River Wild), mit Meryl Streep in ihrer ersten Actionfilm-Rolle. Sein größter Erfolg war L.A. Confidential (1997), ein Film über Polizeikorruption vor dem Hintergrund des Hollywood der 1950er Jahre nach einem Roman von James Ellroy. Der Film wurde von der Kritik fast einhellig gelobt und zeigte, dass Hanson sich nicht nur auf Spannung, sondern auch auf die Inszenierung komplexer Charaktere an entscheidenden Lebensstationen verstand. Für diesen Film bekam er u.a. den Oscar für das beste Drehbuch und Nominierungen als bester Produzent und Regisseur.

Auch Hansons nächster Film Die WonderBoys (2002), mit Michael Douglas in einer ungewohnt unglamourösen Rolle als verluderter Literaturprofessor, war ein Kritikererfolg. Das Video zu Things Have Changed von Bob Dylan, dem mit einem Oscar ausgezeichneten Titelsong des Films, drehte Hanson selber.

8 Mile (2002), Hansons Verfilmung der Lebensgeschichte des Rap-Weltstars Eminem mit dem Sänger in der Hauptrolle, war ein Kassenschlager und bestätigte Hansons Ruf als einer der profiliertesten Regisseure des heutigen Hollywood.

Hanson, der sich selbst „eher Filmliebhaber als Filmmacher“ nannte,[1] wirkte als Vorsitzender der UCLA Film & Television Archives aktiv an der Bewahrung alter Filme mit.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Regisseur

Als Produzent

Als Drehbuchautor

Als Schauspieler

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrew L. Urban: Hanson, Curtis: Wonder Boys. Interview auf Urban Cinefile, 27. Juli 2000, abgerufen am 22. September 2016 (englisch).