Cutigliano

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Panorama von Cutigliano

Cutigliano ist ein Ort und eine ehemalige Gemeinde in der italienischen Provinz Pistoia, in der Region Toskana. Cutigliano gehört zur Gemeinde Abetone Cutigliano.

Schutzpatron des Ortes ist der Apostel Bartholomäus.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Cutigliano in der Provinz Pistoia

Der Ort liegt ca. 23 km nordwestlich der Provinzhauptstadt Pistoia und ca. 55 km nordwestlich der Regionalhauptstadt Florenz in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 901 GG[1].

Cutigliano liegt in der Gebirgskette des Appennino tosco-emiliano an der Südseite des Berges Libro Aperto (1937 m[2]) und grenzt hier an die Region Emilia-Romagna (Provinz Modena). Weitere Berge in der Grenzregion sind der Monte Cervinara (1776 m), der Monte Lancio (1702 m) und der Monte Lancino (1702 m), die jeweils die nördliche Gemeindegrenze zur Provinz Modena darstellen.

Die wichtigsten Gewässer im Gemeindegebiet sind die Torrenti Lima (7 von 42 km im Gemeindegebiet) und Sestaione (5 von 11 km im Gemeindegebiet).[3] Der Sestaione fließt dem Lima rechtsseitig im Gemeindegebiet nach dem Ortsteil Ponte Sestaione zu, der Lima selbst ist der Hauptzufluss des Serchio, auf den er bei Bagni di Lucca trifft. Cutigliano befindet sich dadurch im Tal des Sestaione (Valle del Sestaione) und im oberen Teil des Val di Lima[4] (auch Valle di Lima[5])

Der Ort liegt auf einer Höhe von 678 m s.l.m.

Zu den Fraktionen der Gemeinde gehörten Melo (1007 m, ca. 45 Einwohner), Pian degli Ontani (856 m, ca. 300 Einwohner), Pian dei Sisi (877 m, ca. 35 Einwohner), Pian di Novello (1134 m, ca. 160 Einwohner), Pianosinatico (948 m, ca. 90 Einwohner), Ponte Sestaione (637 m, ca. 130 Einwohner) und Rivoreta (9000 m, ca. 30 Einwohner).[6]

Die Nachbargemeinden waren Abetone, Bagni di Lucca (LU), Fanano (MO), Fiumalbo (MO), Piteglio und San Marcello Pistoiese.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 997 war Cutigliano ein kleines Dorf und gehörte zur Gemeinde Lizzano.

Die Gemeinden Cutigliano und Abetone wurden am 1. Januar 2017 zur neuen Gemeinde Abetone Cutigliano zusammengeschlossen. Die Gemeinde hatte 1488 Einwohner (Stand 31. Dezember 2015) auf einer Fläche von 43 km².

Das ehemalige Gemeindewappen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chiesa di San Bartolomeo, Hauptkirche (Parrocchiale[2]) im Ortskern. Enthält von Matteo Rosselli das Werk Madonna del Rosario, von Giovanni da Sangiovanni das Werk Circoncisione (1620) und von Nicodemo Ferrucci das Werk Nascita della Vergine. Weitere Kunstwerke sind die Madonna del Carmine von Onorio Mariani, San Michele von Alessio Gemignani, Madonna col Bambino, San Giovannino e quattro santi von Giovan Battista Volponi und ein Miracolo di San Bartolomeo des Sebastiano Vini aus dem Jahr 1570.[7]
  • Palazzo Pretorio (Palazzo dei Capitani di Montagna), Palast aus dem 14. Jahrhundert mit 95 Wappen. Wurde im 16. Jahrhundert erneuert und mit Werken aus der Werkstatt der Della Robbia ausgestattet.[2]
  • Kirche der Madonna di Piazza (Chiesa della Madonna di Piazza), entstand im 15. Jahrhundert und enthält ein Werk von Benedetto Buglioni aus dem Jahr 1510[2] (Madonna col Bambino e i Santi Antonio Abate e Bernardino da Siena[7])
  • Museo della Gente dell’Appennino Pistoiese, Museum im Ortsteil Rivoreta.[8]

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cutigliano zählt 745 Privathaushalte. Zwischen 1991 und 2001 fiel die Einwohnerzahl von 1827 auf 1699. Dies entspricht einer prozentualen Abnahme von 7,0 %.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Ortsgebiet führt die Strada Statale 12 dell’Abetone e del Brennero.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort unterhält seit 1990 eine Gemeindepartnerschaft mit Asnières-sur-Oise (Kanton Viarmes, Frankreich).[9]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cutigliano ist Träger der Bandiera Arancione.[10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cutigliano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 19. Oktober 2013 (ital.) (PDF; 330 kB)
  2. a b c d Touring Club Italiano: Toscana.
  3. Offizielle Website des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Cutigliano, abgerufen am 19. Oktober 2013 (ital.)
  4. Emanuele Repetti: CUTIGLIANO ( Cutilianum ) in Val di Lima.
  5. Webseite Turismo in Toscana der Regione Toscana, abgerufen am 19. Oktober 2013 (ital.)
  6. Offizielle Website des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Pistoia, abgerufen am 19. Oktober 2013 (ital.)
  7. a b Regione Toscana: I luoghi della Fede (Montagna Pistoiese), Onlineversion, abgerufen am 19. Oktober 2013 (ital.)
  8. Offizielle Website der Gemeinde Cutigliano zum Museo della Gente dell’Appennino Pistoiese, abgerufen am 19. Oktober 2013 (ital.)
  9. Offizielle Website der Gemeinde Cutigliano zur Gemeindepartnerschaft mit Asnières-sur-Oise, abgerufen am 19. Oktober 2013 (ital.)
  10. Offizielle Website der Bandiera Arancione zu Cutigliano, abgerufen am 19. Oktober 2013 (ital.)

Koordinaten: 44° 6′ N, 10° 45′ O