Cyprininae

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Cyprininae
Schwanefelds Barbe (Barbonymus schwanenfeldii)

Schwanefelds Barbe (Barbonymus schwanenfeldii)

Systematik
Unterkohorte: Ostariophysi
Otophysa
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Überfamilie: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidea)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Unterfamilie: Cyprininae
Wissenschaftlicher Name
Cyprininae
Bonaparte, 1840

Die Cyprininae sind eine Unterfamilie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu der Unterfamilie gehören bekannte Süßwasserfische, wie der Karpfen, die Karausche, der Giebel und seine Zuchtform, der Goldfisch, viele kleine Arten, die als Aquarienfische geeignet sind, und mit Tor tor[1] vom Indischen Subkontinent und der südostasiatischen Riesenbarbe (Catlocarpio siamensis)[2] auch die größten Karpfenfischarten der Welt.

Die Cyprininae sind mit über 1300 Arten die artenreichste Unterfamilie der Karpfenfische (ca. 3000 Arten) und mit etwa 400 nah verwandten Arten enthalten sie mehr polyploide (ca. 100 tetraploide und ca. 150 hexaploide) Arten als jede andere Fischgruppe. Diese Arten gehen wahrscheinlich auf Hybridisierung von verschiedenen Ausgangsarten und einer anschließenden raschen adaptiven Radiation zurück. Die meisten Arten der Cyprininae kommen in Gewässern des südlichen Eurasien und in Afrika vor, andere auch in Nord- und Mitteleuropa oder in Zentralasien.[3]

Merkmale[Bearbeiten]

Ihr Körper ist langgestreckt bis hochrückig und seitlich nur wenig abgeflacht. Das Maul ist endständig oder unterständig. Die Lippen sind dick, fleischig und oft mit Strukturen, wie Tuberkeln, Papillen oder fransenartigen Auswüchsen besetzt. Barteln können fehlen oder mit ein oder zwei Paar vorhanden sein. Die Struktur des Mauls ist für die einzelnen Gattungen charakteristisch und ein wichtiges taxonomisches Merkmal. Cyprininae haben eine bis drei Reihen Schlundzähne.

Die Rückenflosse sitzt meist direkt über den Bauchflossen. Die ersten Flossenstrahlen von Rücken- und Afterflosse sind verknöchert und ungeteilt. Die hintere Kante des ersten Flossenstrahls kann gezähnt sein. Die kurze Afterflosse hat fünf bis sieben geteilte Weichstrahlen.

Innere Systematik[Bearbeiten]

Phylogenetische Systematik der Cyprininae nach Yang et al. 2015[3]
 Cyprininae 







 Barbini


     

 Schizopygopsini



     


 Spinibarbini


     

 Schizothoracini



     

 Acrossocheilini




     

 Poropuntiini


     

 Cyprinini




     

 Smiliogastrini



     

 Torini



     

 Labeonini



     

 Probarbini



Schönflossige Rüsselbarbe (Epalzeorhynchos kalopterus)
Oreichthys parvus, Männchen
Haibarbe (Balantiocheilos melanopterus)
Wetmors Barbe (Hypsibarbus wetmorei)
Karpfen (Cyprinus carpio)
Schizothorax eurystomus
Schizopygopsis stoliczkai
Barbengründling (Aulopyge huegelii)
Flussbarbe (Barbus barbus)

Nach der jüngsten systematischen Überarbeitung der Unterfamilie durch Jörg Freyhof und Kollegen wird sie in elf Tribus unterteilt, wobei hier die ehemaligen Unterfamilien der Labeoninae und der Barben (Barbinae) ebenfalls als Tribus den Cyprininae zugerechnet werden:[3]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tor tor auf Fishbase.org (englisch)
  2. Catlocarpio siamensis auf Fishbase.org (englisch)
  3. a b c Lei Yanga, Tetsuya Sado, M. Vincent Hirt, Emmanuel Pasco-Viel, M. Arunachalam, Junbing Li, Xuzhen Wang, Jörg Freyhof, Kenji Saitoh, Andrew M. Simons, Masaki Miya, Shunping He, Richard L. Mayden (2015): Phylogeny and Polyploidy: Resolving the Classification of Cyprinine Fishes (Teleostei: Cypriniformes). Molecular Phylogenetics and Evolution, Februar 2015, doi:10.1016/j.ympev.2015.01.014
  4. Lei Yang, Richard L. Mayden: Phylogenetic relationships, subdivision, and biogeography of the cyprinid tribe Labeonini (sensu) (Teleostei: Cypriniformes), with comments on the implications of lips and associated structures in the labeonin classification. Molecular Phylogenetics and Evolution (2010), Volume: 54, Issue: 1, Publisher: Elsevier Inc., Pages: 254-265 online

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cyprininae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien