Cyril Schäublin

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Cyril Schäublin an der Berlinale 2022

Cyril Schäublin (* 16. November 1984 in Zürich) ist ein Schweizer Filmemacher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cyril Schäublin, Nachkomme einer Uhrmacherfamilie aus dem Schweizer Jura, ist in Zürich aufgewachsen. Im Alter von elf Jahren begann er erste Filme zu drehen. Nach dem Gymnasium zog er nach China und lebte von 2004 bis 2006 in Peking, wo er Mandarin an der Zhongxi Universität in Peking studierte und auf verschiedenen chinesischen Filmproduktionen als Assistent arbeitete. 2006–2012 Studium der Filmregie an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin (DFFB), 2009 erfolgte ein Austauschjahr in Paris. An der DFFB war er ein Student von Lav Diaz und James Benning und realisierte zahlreiche Kurzfilme. 2017 gründete er die Produktionsfirma Seeland Filmproduktion GmbH in Zürich, benannt nach der Novelle Seeland von Robert Walser. Er ist Mitglied der Europäischen Filmakademie und der Schweizer Filmakademie.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cyril Schäublin im August 2017 bei der Uraufführung von Dene wos guet geit in Locarno mit Carlo Chatrian

Schäublins Kurzfilme wurden weltweit auf zahlreichen Filmfestivals aufgeführt. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er insbesondere durch seinen Debütfilm Dene wos guet geit, welcher Hauptpreise an den Filmfestivals in Locarno und Edinburgh gewann und für den Europäischen Filmpreis 2018 nominiert wurde. Die US-Premiere fand 2018 im Museum of Modern Art in New York im Rahmen des 47. New Directors / New Films Film Festival statt. Dene wos guet geit wurde international mehrfach ausgezeichnet und erhielt weltweit positive Kritiken. 2018 gewann Dene wos guet geit den Zürcher Filmpreis. Seine Arbeiten wurden zudem in Galerien und Museen, u. a. im Palais de Tokyo in Paris, MoMA (New York), Pera-Museum in Istanbul, Kunsthaus Graz und im HKW in Berlin ausgestellt. Sein zweiter Spielfilm Unrueh wurde bei der Berlinale 2022 uraufgeführt und gewann dort den Preis für die beste Regie in der Sektion Encounters.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unrueh:

Dene wos guet geit:[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Mein Bruder, der Rabe (12')
  • 2009: Lenny (17')
  • 2013: Modern Times (7')
  • 2013: Public Library (8')
  • 2017: Dene wos guet geit (71')
  • 2022: Unrueh (93')

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Cyril Schäublin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 60. Viennale: Wiener Filmpreis für „Sonne“. 31. Oktober 2022, abgerufen am 1. November 2022.
  2. Dene wos guet geit – Awards. In: IMDb. Abgerufen am 17. Februar 2019.