Dähre

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Dähre führt kein Wappen
Dähre
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dähre hervorgehoben
Koordinaten: 52° 48′ N, 10° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Altmarkkreis Salzwedel
Verbandsgemeinde: Beetzendorf-Diesdorf
Höhe: 53 m ü. NHN
Fläche: 78,72 km2
Einwohner: 1474 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km2
Postleitzahl: 29413
Vorwahlen: 039031, 039039
Kfz-Kennzeichen: SAW, GA, KLZ
Gemeindeschlüssel: 15 0 81 095
Adresse der Verbandsverwaltung: Marschweg 3
38489 Beetzendorf
Webpräsenz: www.beetzendorf-diesdorf.de
Bürgermeister: Bernd Hane
Lage der Gemeinde Dähre im Altmarkkreis Salzwedel
Apenburg-Winterfeld Arendsee (Altmark) Beetzendorf Dähre Diesdorf Gardelegen Jübar Kalbe (Milde) Klötze Kuhfelde Rohrberg Salzwedel WallstaweKarte
Über dieses Bild

Dähre ist eine Gemeinde im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Dähre wird von einem Abschnitt der Salzwedeler Dumme durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen[2]:

Hans-Jochen-Winkel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist annähernd deckungsgleich mit dem „Hans-Jochen-Winkel“ bzw. „Hansjochenwinkel“, einer vor allem im 19. Jahrhundert populären Bezeichnung für den Landstrich in Grenzlage. Die Bezeichnung soll auf die vielen Männer mit den Vornamen „Hans-Jochen“ und „Hans-Joachim“ zurückzuführen sein.[3] Nach anderen Angaben stammt die Bezeichnung von der preußischen Königin Luise, die ihn um 1810 angesichts dreier Hans-Jochens aus der Region prägte.[4] Die Forstbetriebsgemeinschaft mit Sitz in Dähre heißt bis heute „FBG Hans-Jochen-Winkel“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde, Landgemeinde oder Gutsbezirk Datum Detail
Wendischhorst 1. Oktober 1912 Vereinigung Gutsbezirk Wendischhorst mit der Landgemeinde Dähre.[5]
Dähre 17. Oktober 1928 Vereinigung Gutsbezirk Dähre mit der Landgemeinde Dähre.[6]
Kleistau 1. April 1935 Eingliederung der Gemeinde Kleistau in die Gemeinde Dähre.[7]
Eickhorst 1. Juli 1950 Eingemeindung der Gemeinde Eickhorst in die Gemeinde Dähre.[8]
Dolsleben 1. Januar 1992 Eingemeindung der Gemeinde Dolsleben mit ihren Ortsteilen Hohendolsleben und Siedendolsleben.[8] Dolsleben war am 1. Juli 1950 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Hohendolsleben und Siedendolsleben gebildet worden.[8]
Fahrendorf 1. Januar 1992 Eingemeindung der Gemeinde Fahrendorf in die Gemeinde Dähre.[8]

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschlossen die Gemeinderäte der Gemeinden Bonese (am 5. Mai 2008), Dähre (am 5. Mai 2008) und Lagendorf (am 8. Mai 2008), dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Dähre vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2009 in Kraft.[9][10]

Das Gemeindegebiet vergrößerte sich dadurch von 29,59 km² auf 78,73 km².

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die historische Kirche St. Andreas befindet sich an der Friedensstraße. 1903/04 erfolgten umfangreiche Erneuerungen, jedoch musste ihr Turm 1952 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Heute gehört die Kirche zum evangelisch-lutherischen Pfarrbereich Osterwohle-Dähre mit Sitz in Dähre und damit zum Kirchenkreis Salzwedel der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Die katholische Kirche St Antonius von Padua befand sich an der Friedensstraße, hinter einem an der Straße gelegenen Wohnhaus. 1937 erwarb die katholische Kirche in Dähre ein Grundstück, zunächst fand der Gottesdienst in einem Zimmer des Wohnhauses statt. Anfang der 1950er Jahre wurde in der auf dem Grundstück befindlichen Scheune die Kirche eingerichtet. Von 1941 bis 1979 war Dähre Kuratie und hatte einen eigenen Geistlichen,[11] danach gehörte sie zur Pfarrei St. Laurentius in Salzwedel. 2015 wurde die Kirche geschlossen und kam in Privatbesitz. Seitdem finden katholische Gottesdienste im evangelischen Gemeinderaum statt.

Die Volkszählung in der Europäischen Union 2011 zeigte, dass von den 1541 Einwohnern der politischen Gemeinde Dähre rund 41 % der evangelischen Kirche und rund 5 % der römisch-katholischen Kirche angehörten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2015 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Dähre (PDF; 81 kB)
  3. Besondere Gebräuche und Meinungen im Hans-Jochen-Winkel, abgerufen am 11. Oktober 2015
  4. Königlicher Scherz. Altmark Zeitung vom 25. Mai 2010, abgerufen am 11. Oktober 2015
  5. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1912, ZDB-ID 3766-7, S. 370.
  6. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 232.
  7. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1939, ZDB-ID 3766-7, S. 7.
  8. a b c d Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 361 ff.
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 1. Liste
  10. Gebietsänderungsvertrag zur Bildung einer neuen Gemeinde Dähre aus den Gemeinden Bonese, Dähre und Lagendorf zum 01.01.2009 und der Genehmigung des Altmarkkreises Salzwedel vom 24.06.2008. In: Altmarkkreis Salzwedel (Hrsg.): Amtsblatt für den Altmarkkreis Salzwedel. Jahrgang 15, Nr. 7/2008. General-Anzeiger Salzwedel, Salzwedel 16. Juli 2008, S. 119–122.
  11. Johannes Werner: Chronik der kath. Pfarrei St. Lorenz zu Salzwedel. Salzwedel 2002

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dähre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien