Dämpferbein

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Ein Dämpferbein ist bei Fahrwerken von Kraftfahrzeugen eine Dämpfereinheit, die am unteren Ende fest mit dem Radträger (Achsschenkel) verbunden ist und so auch Drehmomente aufnimmt. „Normale“ Stoßdämpfer sind oben und unten gelenkig eingebaut und können nur Längskräfte aufnehmen. Bei der sonst üblichen Radaufhängung mit MacPherson-Federbeinen und einem unteren Querlenker ist eine Schraubenfeder direkt um den Dämpfer eingebaut. Bei eingeschränktem Bauraum ist ein Federbein ungünstig. Beim Dämpferbein ist die Feder getrennt vom Dämpfer angeordnet.

Der Hersteller Fiat verwendete Dämpferbeine von den 1960er- bis zu den 1980er-Jahren an der Hinterachse frontgetriebener Klein- und Kompaktwagen mit quer eingebauten Blattfedern.

DAF und Porsche kombinierten an der Vorderachse Dämpferbeine mit Torsionsstabfedern.

Daimler-Benz verwendete bis Mitte der 1990er-Jahre in einigen Modellreihen (u. a. Baureihe 124, Baureihe 201) vorne eine Dämpferbeinachse, bei der sich die Schraubenfeder auf einem der beiden unteren Querlenker abstützt.

Heute werden Dämpferbeine vor allem an der Vorderachse kleiner Nutzfahrzeuge verwendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernd Heißing, Metin Ersoy, Stefan Gies:Fahrwerkhandbuch. Grundlagen · Fahrdynamik · Komponenten · Systeme, 4. Auflage, Springer Fachmedien, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-01991-4.
  • Uwe Ernstberger, Jürgen Weissinger, Jürgen Frank:Mercedes-Benz SL. Entwicklung und Technik, Springer Fachmedien, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-00799-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]