Dänische Südsee

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Dänische Südsee

Die Dänische Südsee (dänische Seemannssprache: dansk Sydhav „dänisches Südmeer“) ist eine deutsche Bezeichnung für den dänischen Teil der Ostsee (meist: das Segelrevier) südlich des Kleinen und Großen Belts rund um die dort befindlichen kleinen und größeren dänischen Inseln.

Im Dänischen wesentlich bekannter ist der Begriff Sydfynske Øhav (deutsch: südfünische Inselmeer) als Beschreibung der Inselwelt südlich der Insel Fünen, der mit mehr als 55 Inseln, kleine Inseln und Holmen jedoch nicht deckungsgleich mit dem deutschen Begriff Dänische Südsee ist.[1]

Begriffsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff Dänische Südsee wird meist nur für die Wasserbereiche verwendet. Die Landmasse dieser Region wird hingegen eher als dänische Inselwelt bezeichnet. Die Bezeichnung ist wohl rein geografisch gemeint. Möglicherweise ist der Begriff aber auch metaphorischen Ursprungs und stammt aus der Vorstellung einiger Segler, das Segeln in dieser Region sei vergleichbar mit den „exotischen“ Gewässern der Südsee. Eine weitere Möglichkeit des Ursprungs wird darin gesehen, dass die frühen dänischen Seefahrer das navigatorisch schwierige Revier mit seinen zahlreichen Untiefen und Inseln mit dem gefährlichen Revier der Südsee verglichen. In jedem Fall ist dansk Sydhav inzwischen ein fester Begriff und wird auch unter deutschen Seglern normal verwendet.

In der dänischen Südsee befinden sich neben der großen Insel Fünen die Inseln Als, Langeland, Ærø, Lolland, Falster, Møn und viele weitere kleine Inseln.

Sydfynske Øhav[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detailkarte Fynske Øhav (1890)

Das im Dänischen Sydfynske Øhav genannte Gebiet hat als Nordgrenze die Halbinsel Helnæs im Westen über die Sydfynske Alper (deutsch südfünische Alpen) bei Korinth und Kirkeby bis nach Lundeborg im Osten und östlich bis nach Langeland. Der Archipel, der geologisch als überschwemmte Moränenlandschaft beschrieben wird, hat eine Ausdehnung von etwa 480 km². Die unter dem Begriff Dänische Südsee aufgeführten Inseln Lolland, Falster und Møn gehören nicht dazu.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte des Südfünischen Inselmeeres. detsydfynskeoehav.dk; abgerufen am 29. August 2016.