Département Doubs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Doubs
Wappen des Departements Doubs
Finistère Côtes-d’Armor Ille-et-Vilaine Morbihan Loire-Atlantique Vendée Manche Mayenne Orne Calvados Maine-et-Loire Sarthe Indre-et-Loire Vienne Deux-Sèvres Indre Loir-et-Cher Eure Eure-et-Loir Seine-Maritime Oise Aisne Somme Pas-de-Calais Nord Ardennes Marne Meuse Meurthe-et-Moselle Haute-Marne Vosges Moselle Haut-Rhin Bas-Rhin Territoire de Belfort Cher Loiret Yonne Aube Côte-d’Or Nièvre Haute-Saône Essonne Yvelines Seine-et-Marne Val-d’Oise Hauts-de-Seine Val-de-Marne Seine-Saint-Denis Paris Doubs Jura Saône-et-Loire Allier Creuse Haute-Vienne Charente Charente-Maritime Corrèze Dordogne Gironde Puy-de-Dôme Loire Rhône Ain Haute-Savoie Cantal Lot Savoie Haute-Loire Isère Ardèche Landes Lot-et-Garonne Hautes-Alpes Drôme Alpes-Maritimes Var Alpes-de-Haute-Provence Vaucluse Bouches-du-Rhône Gard Hérault Lozère Aveyron Tarn Tarn-et-Garonne Gers Pyrènèes-Atlantiques Hautes-Pyrénées Aude Pyrénées-Orientales Haute-Garonne Ariège Haute-Corse Corse-du-Sud Vereinigtes Königreich Andorra Guernsey Jersey Niederlande Belgien Luxemburg Deutschland Liechtenstein Monaco Österreich Schweiz Italien SpanienLage des Departements Doubs in Frankreich
Über dieses Bild
Region Bourgogne-Franche-Comté
Präfektur Besançon
Unterpräfektur(en) Montbéliard
Pontarlier
Einwohner 533.320 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 102 Einw. pro km²
Fläche 5.234 km²
Arrondissements 3
Kantone 19
Gemeinden 593
Präsident des
Départementrats
Christine Bouquin[1]
ISO-3166-2-Code FR-25

Doubs [du], amtlich Département du Doubs, ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 25. Es liegt im Osten des Landes in der Region Bourgogne-Franche-Comté und ist nach dem Fluss Doubs benannt. Das Département bedeckt eine Fläche von 5234 km² und hat 533.320 Einwohner (Stand 1. Januar 2013). Hauptstadt ist Besançon.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Département Doubs grenzt im Norden an das Département Haute-Saône, im äußersten Nordosten an das Territoire de Belfort, im Osten und Südosten an die Schweizer Kantone Jura, Neuenburg und Waadt sowie im Westen an das Département Jura.

Bedeutendster Fluss im Département ist der namengebende Doubs. Dessen wichtigste Nebenflüsse sind die den Südwesten des Départements durchziehende Loue und der die östliche Region bewässernde Dessoubre. Nur der Norden, das Gebiet zwischen dem die Nordwestgrenze bildenden Ognon und dem Unterlauf des Doubs, stellt niedriges Hügelland dar, während der restliche, etwa vier Fünftel ausmachende Teil des Départements, insbesondere der Südosten, gebirgig ist und von vier Kalkketten des Jura durchzogen wird. Die Montagnes du Lomont bilden die niedrigste von diesen Ketten; sie liegen östlich von Baume-les-Dames, steigen bis 835 m an und weisen eine Ost-West-Ausrichtung auf. Tief im Süden des Départements nahe der Schweizer Grenze befindet sich dessen höchste Erhebung, der Mont d’Or (1463 m). Weitere hohe Berggipfel sind der Morond (1419 m) und der Gros Crêt (1419 m). Zu den größten Seen gehören der Lac de Saint-Point (4,2 km2), Lac de Remoray (0,95 km2) und Lac des Brenets (0,8 km2). Das Klima ist gemäßigt kontinental und regnerisch; es weist einen beträchtlichen Unterschied zwischen der Sommer- und Wintertemperatur auf.

Geschichtliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet des heutigen Départements Doubs, das aus etwa einem Drittel der ehemaligen Franche-Comté sowie der früheren Grafschaft Mömpelgard besteht, siedelten in der Antike die Sequaner. Diese wurden in den 50er Jahren v. Chr. von Gaius Iulius Caesar dem Römischen Reich unterworfen. Augustus vereinigte das Land mit Gallia Belgica. Bis zum 5. Jahrhundert stand es unter römischer Herrschaft, dann kam es unter jene der Burgunden. Ab dem 11. Jahrhundert gehörte es zur Grafschaft Burgund und im Spätmittelalter den Herzögen von Burgund. Durch die Heirat der burgundischen Erbin Maria mit Maximilian von Habsburg fiel das Gebiet 1477 an die spanische Linie der Habsburger, die es im Frieden von Nimwegen 1678 Frankreich überlassen musste. Die Grafschaft Mömpelgard gehörte damals aber dem Haus Württemberg. Nach Ausbruch der Französischen Revolution wurde das Département Doubs zunächst im März 1790 aus einem Teil der Provinz Frache-Comté gegründet. 1796 traf das Haus Württemburg Mömpelgard an Frankreich ab, woraufhin es nach einer vorübergehenden Vereinigung mit Haut-Rhin 1814 zum Département Doubs geschlagen wurde. Letzteres war nach dem Sieg der Alliierten in der Schlacht bei Waterloo von Juni 1815 bis November 1818 von österreichischen und Schweizer Truppen besetzt. Im Deutsch-Französischen Krieg war es im Januar 1871 Schauplatz des Rückzugs der vom General Bourbaki befehligten Armée de l’Est.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: Im Blau und Gold durch Wellenschnitt geteilten Wappen ist oben ein wachsender goldener Löwe mit Krone, roter Zunge und Krallen zwischen besäten goldenen Schindeln und unten ein blauer Wellenbalken.

Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bevölkerungsreichsten Gemeinden des Départements Doubs sind:

Stadt Einwohner
(2013)
Arrondissement
Besançon 116.952 Besançon
Montbéliard 25.697 Montbéliard
Pontarlier 17.398 Pontarlier
Audincourt 14.552 Montbéliard
Valentigney 10.264 Montbéliard
Morteau 6.803 Pontarlier
Seloncourt 5.946 Montbéliard
Bethoncourt 5.806 Montbéliard
Grand-Charmont 5.480 Montbéliard
Baume-les-Dames 5.291 Besançon

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Département Doubs gliedert sich in 3 Arrondissements, 19 Kantone und 593 Gemeinden:

Arrondissement Einwohner
(2013)
Fläche
(km²)
Bev.Dichte
(Einw./km²)
Gemeinden
Besançon 247.641 2.497 99,2 267
Montbéliard 177.396 1.444 122,9 171
Pontarlier 108.283 1.293 83,7 155

Siehe auch:

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Les Salines Royales
  • Montbéliard
  • Montagney-Servigney-la Forge unweit von Rougemont gelegen. Kleiner Ort mit "eiserner Vergangenheit": hier findet sich am Fluss Ognon gelegen ein weitgehend erhaltener Hochofen (Haut Fourneau) aus dem 18. Jahrhundert sowie ein neu eingerichteter Erlebnispfad (Sentier de découverte), der den Besucher in die Zeit der Eisengewinnung zurückführt. Eine Köhlerhütte wurde rekonstruiert und auf Bildtafeln wird die Herstellung des Eisens erläutert.
  • Schloss Bournel etwas nördlich von Rougemont im Dörfchen Cubry gelegen. Das völlig restaurierte, prächtige Schloss liegt inmitten einer schönen Golfanlage und dient als Hotel. Der Ort zeichnet sich durch etliche gut restaurierte Häuser aus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Département Doubs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www2.doubs.fr abgerufen am 1. Mai 2015

Koordinaten: 47° 12′ N, 6° 20′ O