Département Nord

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Dieser Artikel beschreibt das nordfranzösische Département mit der Ordnungsnummer 59. Das gleichnamige Département auf Haiti steht unter Département Nord (Haiti).
Nord
Wappen des Departements Nord
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Über dieses Bild
Region Hauts-de-France
Präfektur Lille
Unterpräfektur(en) Avesnes-sur-Helpe
Cambrai
Douai
Dunkerque
Valenciennes
Einwohner 2.603.472 (1. Jan. 2014)
Bevölkerungsdichte 453 Einw. pro km²
Fläche 5.743 km²
Arrondissements 6
Kantone 41
Gemeinden 648
Präsident des
Départementrats
Jean-René Lecerf[1]
ISO-3166-2-Code FR-59

Lage des Départements Nord in der
Region Hauts-de-France

Das Département Nord [nɔːʀ] ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 59. Es liegt in der Region Hauts-de-France im Norden des Landes an der belgischen Grenze und ist, noch vor Paris, das bevölkerungsreichste Département Frankreichs.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Département Nord grenzt an die Départements Pas-de-Calais im Westen, Aisne und wenige Kilometer an Somme im Süden sowie an Belgien im Osten. Im äußersten Nordwesten befindet sich die Küste der Nordsee am Eingang zum Ärmelkanal.

Innerhalb des Départements liegen die Regionen Französisch-Flandern und Hennegau sowie das Gebiet des Erzbistums Cambrai.

Das Departement Nord ist ungewöhnlich schmal und langgezogen. Es bildet die westliche Hälfte der Landesgrenze zu Belgien. Seine Hauptstadt ist Lille, das zusammen mit Roubaix, Tourcoing und Villeneuve-d’Ascq mit über einer Million Einwohner industriell und ehemals mit seinem Bergbau das Herz der Region bildet. Andere wichtige Städte sind Cambrai, Douai, Dunkerque und Valenciennes.

Die wichtigsten Flüsse sind Lys (Leie), Sambre, Scarpe, Schelde und Yser.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Departement wurde Ende Mai / Anfang Juni 1940 im Rahmen des Westfeldzuges von der Wehrmacht erobert. Im September 1944 wurde es von schnell vorrückenden Truppen der Westalliierten innerhalb weniger Tage befreit.[2] Nachdem die Schlacht um Paris verloren war, war die Wehrmacht in einem überstürzten Rückzug; das erste nennenswerte Geländehindernis östlich der Seine war der Fluss Somme (das Gelände war vielen älteren Soldaten noch aus den Kämpfen des Ersten Weltkriegs bekannt).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Gold ein schwarzer rotbewehrter und -gezungter Löwe.

Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bevölkerungsreichsten Gemeinden des Départements Nord sind:

Stadt Einwohner
(2014)
Arrondissement
Lille 233.897 Lille
Roubaix 95.600 Lille
Tourcoing 95.329 Lille
Dunkerque 89.160 Dunkerque
Villeneuve-d’Ascq 62.869 Lille
Valenciennes 43.787 Valenciennes
Douai 40.736 Douai
Wattrelos 41.337 Lille
Marcq-en-Barœul 39.291 Lille
Cambrai 32.897 Cambrai

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinden und Arrondissemente im Département Nord

Das Département Nord gliedert sich in 6 Arrondissements, 41 Kantone und 648 Gemeinden:

Arrondissement Kantone Gemeinden Einwohner
1. Januar 2014
Fläche
km²
Bevölkerungs-
dichte  Einw./km²
Code
INSEE
Avesnes-sur-Helpe 4 151 000000000231727.0000000000231.727 1.407,51 000000000000165.0000000000165 591
Cambrai 3 116 000000000163065.0000000000163.065 901,58 000000000000181.0000000000181 592
Douai 4 64 000000000246595.0000000000246.595 476,61 000000000000517.0000000000517 593
Dunkerque 7 111 000000000378499.0000000000378.499 1.442,79 000000000000262.0000000000262 594
Lille 17 124 000000001232513.00000000001.232.513 879,61 000000000001401.00000000001.401 595
Valenciennes 6 82 000000000351073.0000000000351.073 634,91 000000000000553.0000000000553 596
Département Nord 41 648 000000002603472.00000000002.603.472 5.743,01 000000000000453.0000000000453 59

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst der „Frontstaat“ der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert, im Ersten Weltkrieg aber durch schwere und lang anhaltende Kampfhandlungen stark beeinträchtigt, dann nach dem Zweiten Weltkrieg und seiner "Zweiten Blüte" leidet die Region heute wirtschaftlich, sozial und kulturell unter dem Niedergang des Kohlenbergbaus seit Anfang der 1970er Jahre, nachfolgend auch der Textilindustrie und mittlerweile vermehrt auch unter Umweltproblemen.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Messstation: Boulogne, Hafen, 73 Meter Höhe (Da das Département Nord nicht über eine eigene Messstation verfügt, wurden die Daten des benachbarten Départements Pas-de-Calais angegeben.)[3]

maritime Klimadaten J F M A M J J A S O N D
mittlere Höchsttemperatur 6 6 9 11 15 17 19 19 18 15 10 7
mittlere Tiefsttemperatur 2 2 3 5 9 11 13 14 12 10 6 3
Anzahl sehr sonnige Tage 1,5 2 2,5 2,5 2 2 2,5 3 2 3 1,5 1,5
Anzahl Tage mit bedecktem Himmel 19 17 15 13 13 11 12 11 12 15 18 19
Anzahl Regentage 11 9 9 8 8 7 7 9 10 10 13 12
Regenmenge in mm 55 46 40 38 42 47 45 54 66 66 83 64
Wassertemperatur in Küstennähe 8 6 7 8 10 13 15 17 17 15 12 9

Tage pro Jahr mit

  • Regenfällen über 1 mm: 115
  • Frost: 32
    • Erster Frost: 22. November
    • Letzter Frost: 23. März
  • Schnee: 13
  • Gewitter: 10
  • Hagel: 4

Stand 1991

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Département Nord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. lenord.fr abgerufen am 27. April 2015
  2. Seite 297
  3. Klimadaten aus: Jean-Noël Darde: Plages et côtes de France. Éditions Balland, Paris 1991.

Koordinaten: 50° 37′ N, 3° 2′ O