Dôle (Wein)

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Der Dôle ist die bekannteste Rotwein-Cuvée aus der Schweiz. Er ist ein Walliser AOC-zertifizierter Wein, der aus reinem Pinot noir oder einer Mischung von im Wallis erlaubten und kultivierten roten Rebsorten stammt, wobei diese Mischung mindestens 85 % aus den Rebsorten Pinot noir und Gamay bestehen muss. In diesen 85 % muss der Pinot noir überwiegen. Jegliche Zugabe ist verboten.[1]

Beschreibung Mischung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dôle besteht zu mindestens 85 % aus Pinot noir und Gamay, sowie maximal 15 % anderen Sorten wie Syrah, Cornalin d’Aoste (=Humagne Rouge, Cornalin), die alle ebenfalls im Wallis zugelassen sein müssen. Der Anteil an Pinot noir muss mindestens 51 % betragen. Als Mindestmostgewicht sind 83 Grad Oechsle vorgeschrieben. Für die Klassifizierung als Dôle gelten Höchstertragsgrenzen für die einzelnen Sorten, die vom Kanton festgelegt werden.

Der Spätburgunder verleiht dem Dôle seine kräftige Struktur, während der Gamay ihm intensive Aromakomponenten verschafft, wie auch einen frischen und anschmiegsamen Charakter. Früher war der Dôle ein Imitat des Bourgogne Passetoutgrain, heute ist er aber eine eigenständige Cuvée und der bekannteste Botschafter des Walliser Weines.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Falls das geforderte Mindestmostgewicht nicht erreicht wird, kann der Dôle deklassiert und unter dem Namen Goron vermarktet werden, nicht zu verwechseln mit der kurz ebenso genannten Rebsorte Goron de Bovernier. Goron ist nicht zwangsläufig als minderer Wein einzustufen. Er wird vor allem lokal in der Schweiz selbst konsumiert.[2][3]

Der Weisse Dôle oder Dôle Blanche ist ein weissgekelterter Rosé aus den gleichen Rebsorten wie der Dôle, der als Sommerwein gilt. Er kann zudem bis zu 10 % mit Walliser AOC-Weissweinen verschnitten werden.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel 55 der (PDF) Verordnung über den Rebbau und den Wein (VRW, 916.142), Sitten 17. März 2004
  2. Goron. weinkenner.de, abgerufen am 20. November 2015.
  3. Goron. wein-plus.eu, abgerufen am 20. November 2015.
  4. Artikel 57bis der Verordnung über den Rebbau und den Wein (916.142), Sitten 17. März 2004