Döse

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Koordinaten: 53° 52′ 58″ N, 8° 40′ 22″ O

Döse
Stadt Cuxhaven
Höhe: 3 m
Einwohner: 12.773 (31. Dez. 2006)
Eingemeindung: 1. Mai 1905
Postleitzahl: 27476
Vorwahl: 04721
Duhnen Döse Stickenbüttel Cuxhaven Süderwisch-Westerwisch Groden (Cuxhaven) Lüdingworth Altenbruch Holte-Spangen Sahlenburg Altenwalde Berensch-ArenschKarte
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Lage von Döse in Cuxhaven

Döse (plattdeutsch Döös) ist ein Stadtteil der Stadt Cuxhaven in Niedersachsen. Der Kurort liegt an der nördlichen Spitze der niedersächsischen Nordseeküste.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Döse befindet sich westlich des zur Cuxhavener Kernstadt gehörenden Grimmershörn und ist eine der touristischen Schwerpunktregionen im Cuxland. Südwestlich grenzt Döse an Duhnen, südlicher Nachbarort ist Stickenbüttel. Östlich von Döse befindet sich die Grimmershörnbucht mit einem Grünstrand an der Elbe. In Döse liegt der nördlichste Punkt der Stadt Cuxhaven und somit auch von Niedersachsen. Hier mündet die Elbe in die Nordsee, was durch das Seezeichen Kugelbake markiert wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild von Fort Kugelbake

Döse wurde 1394 als Wester- und Osterdose erstmals urkundlich erwähnt, als das Dorf an die Stadt Hamburg verkauft wurde. Der Name ist eine Ableitung des Wortes Dose, eine sumpfige Gegend mit Mooruntergrund.

Der Ort entwickelte sich aus den Siedlungen Steinmarne und der Strichsiedlung, die am Beginn des 16. Jahrhunderts zusammenwuchsen. Im Jahre 1528 wurde eine gemeinsame Kapelle gebaut. Seit diesen Zeitraum setzte sich auch die Bezeichnung Döse durch, eigentlich eine Niederung, in der Torf gestochen wird. In der Mitte des 16. Jahrhunderts trennte sich Döse von der Mutterkirche in Altenwalde. 1584 wurde an die Kirche ein Chor angebaut, es war jetzt eine Pfarrkirche. Im Jahre 1816 wohnten 579 Einwohner in Döse. 1905 wurde Döse nach Cuxhaven eingemeindet, zu diesem Zeitpunkt lebten hier 2230 Menschen.

Zwischen 1869 und 1879 entstand nahe dem Seezeichen Kugelbake an der strategisch günstigen Position der Elbmündung in die Nordsee das Fort Kugelbake.

1905 wurde Döse nach Cuxhaven eingemeindet, bis 1937 gehörten beide zum Land Hamburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kugelbake im Ortsteil Döse ist ein 30 Meter hohes ehemaliges Seezeichen, das gleichzeitig den nördlichsten Punkt Niedersachsens und die Grenze zwischen Elbe und Nordsee markiert. Sie findet sich als Wahrzeichen der Stadt Cuxhaven in der Stadtflagge.[1]
  • Nahe der Kugelbake befindet sich das Fort Kugelbake, das heute das letzte erhaltene Artilleriefort der Marine an der deutschen Nordseeküste darstellt.
  • Die neugotische 1886 als Backsteinbau auf dem Vorgängerbau errichtete St. Gertrud-Kirche erhielt ihren Namen nach Gertrud von Nivelles, der Bewahrerin der Deiche.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Döse wird einerseits durch Wohnbebauung, andererseits durch den Tourismus geprägt. Hier finden sich Hotels, Pensionen, Ferienappartementhäuser und Einrichtungen der Gastronomie. Gemeinsam mit Sahlenburg gilt Döse als eher preisgünstig im Vergleich zum benachbarten Duhnen. Mit dem Kurpark, in dem auch regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, erfüllt Döse innerhalb Cuxhavens eine touristische Zentrumsfunktion.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Döse wird durch die Hauptstraße Strichweg in Ost-West-Richtung erschlossen. Der öffentliche Verkehr wird durch Busse bewerkstelligt, die auch den Anschluss an den Bahnhof im Zentrum Cuxhavens herstellen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Herausgegeben von Christiane Seger-Glocke, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Veröffentlichung des Instituts für Denkmalpflege – Band 19, Landkreis Cuxhaven, bearbeitet von Doris Böker, Verlag CW Niemeyer, Hameln, 1997, ISBN 3-8271-8259-X, Seite 172 bis 179

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Döse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Kugelbake von Cuxhaven
  2. St. Gertrud-Kirche