Dümmer (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Dümmer führt kein Wappen
Dümmer (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dümmer hervorgehoben
Koordinaten: 53° 35′ N, 11° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Stralendorf
Höhe: 51 m ü. NHN
Fläche: 31,36 km2
Einwohner: 1446 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19073
Vorwahl: 03869
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 036
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfstr. 30
19073 Stralendorf
Webpräsenz: duemmer-mv.de
Bürgermeisterin: Anke Gräber
Lage der Gemeinde Dümmer im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Dümmer ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Stralendorf mit Sitz in der Gemeinde Stralendorf verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dümmer liegt rund 14 Kilometer südwestlich von Schwerin und 16 Kilometer nördlich von Hagenow am Dümmersee, durch welchen die Sude fließt.

Ortsteile der Gemeinde sind:[2]

  • Dümmer (mit Dümmerhütte, Dümmerstück, Dümmerstück Hof, Kowahl)
  • Parum (Eingemeindung am 13. Juni 1999)[3]
  • Walsmühlen (Eingemeindung am 15. Januar 1973)[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hügelgräber und Urnenfelder zeugen davon, dass in der Nähe des Dümmer Sees in den Jahrtausenden nach der Eiszeit immer wieder Menschen lebten, um 600 z. B. slawische Siedler, die Obotriten. Auch der Ortsname entstammt der westslawischen Sprache Polabisch, in der das Wort "düm" für Familie und Haus steht.

Dümmer wurde erstmals im Ratzeburger Zehntregister 1230 erwähnt. Bei Walsmühlen vermutet man, dass eine an der Sude erbaute Mühle Namensgeber war. Der Name der Siedlung Dümmerhütte erklärt sich durch die ab 1645 in Dümmer ansässigen Glashütten. Der Ort Parum wurde 1194 erstmals erwähnt. Die erste Schule in Dümmer wurde 1710 eröffnet. Am 6. März 1719 fand in der Gemarkung während des Großen Nordischen Krieges ein Gefecht zwischen Mecklenburgischen und Hannoveranischen Truppen statt, wobei die Mecklenburger von dem späteren preußischen Generalfeldmarschall Kurt Christoph von Schwerin geführt wurden.

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Dümmerhütte und Dümmerstück Hof eingegliedert.

1968 entstand ein Naherholungsgebiet am Dümmersee.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 2014 gewählte Gemeindevertretung setzt sich wie folgt zusammen:

  • „Bürger für unsere Gemeinde“: 9 Sitze
  • CDU: 2 Sitze

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche in Parum

– Siehe auch Liste der Baudenkmale in Dümmer

  • Die Dorfkirche Parum ist eine gotische Backsteinkirche mit Feldsteinsockel, deren Mittelschiff um 1450 entstand. Erweiterungen erfuhr das Bauwerk im Ortsteil Parum um 1770 mit dem Holzturm und um 1870 mit einem neuen Chor und dem Querschiff im Stil der Neugotik. Ebenfalls neogotisch ist die Inneneinrichtung.[5]
  • Der Schlossberg im Schleusenholz östlich von Dümmer ist eine mittelalterliche Burganlage. Nach Überlieferungen aus dem 14. Jahrhundert wurde sie durch Vasallen des Stifts Ratzeburg errichtet. Wegen der Nähe zur Grafschaft Schwerin kam ihr eine besondere Bedeutung zu. Der heute von einem Wald bewachsene Berg mit dem ihm umgebenden Graben ist als Bodendenkmal ausgewiesen, erkennbar durch ein Schild.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste Anschluss zur Bundesautobahn 24 befindet sich in Wittenburg in 13 Kilometern Entfernung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dümmer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Lesefassung – Hauptsatzung der Gemeinde Dümmer. Gemeinde Dümmer, 12. Dezember 2011, abgerufen am 4. Februar 2016 (PDF; 22 kB).
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  4. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. Zerniner Beschäftigungsinitiative (ZEBI) e. V. und START e. V. (Hrsg.): Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Parchim. Edition Temmen, Bremen/Rostock 2001, ISBN 3-86108-795-2, S. 130