Dünenfriedhof Langeoog

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Der Dünenfriedhof ist ein Friedhof auf der deutschen Nordseeinsel Langeoog.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dünenfriedhof Langeoog befindet sich nordöstlich des Inseldorfs unmittelbar neben dem Sonnenhof am Fuße der Heerenhusdünen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1945 errichtete Friedhofsanlage erhielt 1960 infolge der Gestaltung durch Jürgen Baron von Schilling sein heutiges Aussehen.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dünenfriedhof Langeoog beherbergt drei Gedenkstätten:

  • Auf dem Russenfriedhof genannten Teil des Friedhofsgeländes erinnert eine 1953 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge errichtete Kriegsgefangenengrabstätte an die 113 sowjetischen Kriegsgefangenen, die im Zweiten Weltkrieg ab August 1941 zum Bau eines neuen Luftwaffenstützpunkts auf die Insel verbracht wurden und aufgrund der unmenschlichen Behandlung ums Leben kamen. Das Massengrab am Rande des Dünenfriedhofs wird heute durch sechs Stelen aus Sandstein, welche die Namen und Todesdaten der 113 Toten tragen, markiert.[1]
  • Die Baltengedenkstätte, erbaut von der deutsch-baltischen Landsmannschaft, erinnert an die 326 auf der Insel verstorbenen Baltendeutschen, die im Februar 1945 aus einem Altenheim in Schwetz an der Weichsel in Westpreußen evakuiert wurden und nach einer dramatischen Flucht auf Langeoog aufgenommen wurden. Viele von ihnen sind in einer eigenen Abteilung auf dem Dünenfriedhof begraben.[2]
  • Ferner existiert ein Ehrenmal in der Form von zwei Gedenkstelen, die eine Brücke zwischen diesen beiden Gruppen symbolisieren sollen.

Gräber bekannter Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ebenfalls im Dünenfriedhof Langeoog befindliche Grabstätte der 1972 verstorbenen Sängerin Lale Andersen ist der wohl größte touristische Anziehungspunkt dieser Örtlichkeit.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haus Meedland: Wer die Toten vergisst, abgerufen am 15. August 2010
  2. Der Schicksalsweg der Bewohner des Baltenheims in Schwetz, abgerufen am 8. Januar 2013

Koordinaten: 53° 45′ 12″ N, 7° 29′ 22″ O