Dünzling

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Dünzling
Koordinaten: 48° 53′ 5″ N, 12° 6′ 40″ O
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Dünzling (Bayern)
Dünzling

Lage von Dünzling in Bayern

Die Expositurkirche St. Martin
Die Expositurkirche St. Martin

Dünzling ist ein Ortsteil des Marktes Bad Abbach im niederbayerischen Landkreis Kelheim. Bis 1978 bildete es eine selbstständige Gemeinde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dünzling liegt etwa sieben Kilometer südöstlich von Bad Abbach an der Bezirksgrenze zur Oberpfalz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Umgebung von Dünzling sind Siedlungen und Funde aller Kulturstufen seit der Linienbandkeramik nachgewiesen. Das Gebiet war besonders während der Römerzeit sehr dicht besiedelt. Es konnten neun Villae rusticae festgestellt werden.

866 n. Chr. wird der Ort als tunzilinga im Rahmen eines umfangreichen Gütertausches erstmals urkundlich erwähnt. Im St. Emmeramer Güterverzeichnis aus dem Jahr 1031 tritt Dünzling als großer Grundherrschaftskomplex hervor, der sich in späteren Jahrhunderten in einen Stiftsbezirk mit einem Amthof, auf dem der Ammer saß, wandelte. Den weitaus größten Teil des Besitztums konnte das Kloster St. Emmeram bis zu seiner Auflösung im Jahr 1810 halten.

Seit dem Jahr 1818 war die Gemeinde Dünzling selbstständig. Sie gehörte stets zum Bezirksamt beziehungsweise Landkreis Kelheim. Die Einrichtung des Telefonnetzes erfolgte 1909, des elektrischen Stroms 1922, der Straßenbeleuchtung Ende der 1960er Jahre und der zentralen Wasserversorgung 1975. Die Flurbereinigung mit der Verteilung der neuen Feldstücke wurde 1977 durchgeführt.

Zum 1. Januar 1978 wurde die Gemeinde Dünzling im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Bad Abbach eingegliedert. Von 1979 bis 1981 kam es zu einer Dorferneuerung und 1992 zur Ausweisung eines größeren Baugebietes.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Expositurkirche St. Martin. Die mittelalterliche Saalkirche wurde 1711 bis 1712 erweitert und erhielt danach einen neuen Turmaufbau. Sie besitzt einen Akanthusaltar von um 1710 bis 1720 mit einem Gemälde St. Martin.
  • Kreuzweganlage. Sie wurde um 1900 östlich des Ortes einschließlich einer grottenartigen Kapelle zur Erinnerung an den napoleonischen Feldzug von 1809 errichtet.
  • Mariensäule. Sie kam 1888 in der Ortsmitte zur Aufstellung.
  • Keltische Viereckschanze. Sie liegt 2,5 Kilometer südwestlich des Ortes.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Altenclub Dünzling
  • Freiwillige Feuerwehr Dünzling. Sie konnte 1989 ihr 100-jähriges, 2005 ihr 125-jähriges Bestehen feiern.
  • Kath. Frauenbund Dünzling
  • Kath. Landjugend Dünzling. Sie feierte 2011 ihr 80-jähriges Bestehen.
  • Motorradfreunde Dünzling
  • Schützengesellschaft "Waldesruh Dünzling" e.V. Sie besteht seit 1967.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marianne Mehling (Hg.): Knaurs Kulturführer in Farbe. Niederbayern und Oberpfalz, Droemer Knaur, München 1995, ISBN 3-426-26647-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bildersammlung von Dünzling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien