Dürrenmatt-Mansarde

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Die Dürrenmatt-Mansarde ist eine Mansarde an der Laubeggstrasse 49 in Bern (Schweiz), die der Schriftsteller und Maler Friedrich Dürrenmatt von 1942 bis 1946 bewohnte.

Dürrenmatt studierte während dieser Zeit an der Universität Bern, und die Mansarde wurde ihm von seinen Eltern überlassen, die in dem darunterliegenden Haus wohnten. Sofort begann er, die Mansarde mit grossen Wandmalereien zu versehen.[1]

Nach dem Umzug der Familie nach Basel wurden die Bilder vom Nachmieter übertüncht und gerieten in Vergessenheit, bis sie anfangs der 1990er Jahre wiederentdeckt, restauriert und 1994 anlässlich einer Ausstellung über Dürrenmatt erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

Heute gehört die Mansarde einer Stiftung und dient als Unterkunft für Personen, die zeitlich befristet in Bern als Ausstellungsmacher, Forscher, Gastdozenten im Kunstmuseum, im Historischen Museum, im Museum für Kommunikation Bern, im Schweizerischen Literaturarchiv, für die Kunsthalle oder an der Universität tätig sind.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Edwin Erismann und Ulrich Weber (Red.): Die Mansarde. Die Wandbilder aus der Berner Laubeggstraße (24 Abbildungen mit Texten von Friedrich Dürrenmatt und einem Essay von Ludmila Vachtova, hrsg. vom Schweizerischen Literaturarchiv), Zürich 1996, ISBN 325702052X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joachim Güntner: Friedrich Dürrenmatts bemalte Berner Mansarde. Fratzen aus unsicheren Zeiten. Neue Zürcher Zeitung, 8. Dezember 2015, abgerufen am 13. Dezember 2015.

Koordinaten: 46° 56′ 55,32″ N, 7° 27′ 51,93″ O; CH1903: 601964 / 199735