Düsseldorfer Hütte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Düsseldorfer Hütte – Rifugio Serristori
SO-Seite der Hütte im Morgenlicht

SO-Seite der Hütte im Morgenlicht

Lage im Zaytal, einem Seitental des Suldentals; Südtirol, Italien
Gebirgsgruppe Ortler-Alpen
Geographische Lage: 46° 32′ 50,2″ N, 10° 37′ 3,6″ OKoordinaten: 46° 32′ 50,2″ N, 10° 37′ 3,6″ O
Höhenlage 2721 m s.l.m.
Düsseldorfer Hütte (Ortler-Alpen)
Düsseldorfer Hütte
Erbauer DuOeAV-Sektion Düsseldorf
Besitzer Autonome Provinz Bozen – Südtirol
Erbaut 1892; Umbau: 1991
Bautyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Mitte Juni bis Anfang Oktober
Beherbergung 40 Betten, 10 Lager
Weblink duesseldorferhuette.com
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV
p6
p1

Die Düsseldorfer Hütte (italienisch Rifugio Serristori) – auch Zaytalhütte – ist eine Schutzhütte in den Ortler-Alpen in Südtirol.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hütte befindet sich in 2721 m Höhe im Zaytal, das in das Suldental mündet und wie die gesamte Umgebung im Nationalpark Stilfser Joch unter Schutz gestellt ist. Sie liegt nordöstlich der zur Gemeinde Stilfs gehörenden Ortschaft Sulden, wo die einfachsten Zustiege ihren Anfang nehmen.

Nach Osten führt von der Düsseldorfer Hütte ein Anstieg (teils mit Klettersteig) zum Hohen Angelus. Richtung Norden erreicht man die Tschenglser Hochwand, Richtung Nordosten den Schafberg, das Zayjoch und den Kleinen Angelus. Nach Westen führt schließlich ein Steig über das Hintere und Vordere Schöneck zur Kälberalm und weiter Richtung Sulden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Düsseldorfer Hütte um 1894

Die Hütte wurde 1892 von der Düsseldorfer Sektion des DuOeAV errichtet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie enteignet und der Sektion Florenz des CAI übergeben, der sie nach ihrem verunglückten Mitglied Alfredo Serristori benannte. 1928 übernahm die Sektion Mailand die Schutzhütte und veranlasste 1991 eine umfassende Neugestaltung mit tatkräftiger Mithilfe der Betreiberfamilie.[1]

Zusammen mit 24 weiteren vom Staat enteigneten Schutzhütten ging die Düsseldorfer Hütte 1999 in das Eigentum der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol über; mit Jahresende 2010 lief die Konzession zu deren Führung durch den CAI aus.[2][3] Seit 2015 wird das Land Südtirol bei der Verwaltung der Hütte (Vergabe an Pächter, Überwachung der Führung, Sanierungsmaßnahmen) durch eine paritätische Kommission unterstützt, in der neben der öffentlichen Hand auch der AVS und der CAI vertreten sind.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Düsseldorfer Hütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Kammerer: Schutzhütten in Südtirol. Tappeiner, Lana 2008, ISBN 978-88-7073-422-5, S. 22.
  2. Übergang der Schutzhütten: Basis für Führungskörperschaft gelegt. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Pressemitteilungen, 2. Oktober 2009, abgerufen am 30. Januar 2012.
  3. Schutzhütten. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Abteilung Vermögensverwaltung, abgerufen am 30. Januar 2012.
  4. Schutzhütten: Abkommen zwischen Land, CAI und AVS unterzeichnet. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Pressemitteilungen, 8. Juli 2015, abgerufen am 8. Juli 2015.