Dąbrowa (Powiat Opolski)

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Dąbrowa
Wappen von Dąbrowa
Dąbrowa (Polen)
Dąbrowa
Dąbrowa
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Oppeln
Fläche: 8,68 km²
Geographische Lage: 50° 41′ N, 17° 45′ OKoordinaten: 50° 41′ 0″ N, 17° 44′ 56″ O
Einwohner: 1045 (5. Dez, 2007 [1])
Postleitzahl: 49-120
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPO
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK46 KłodzkoSzczekociny
Schienenweg: Opole–Brzeg
Nächster int. Flughafen: Flughafen Katowice
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 15 Ortsteile
Fläche: 131,00 km²
Einwohner: 9682
(31. Dez. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 74 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1609022
Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindevorsteher: Marek Leja
Adresse: ul. Ks. prof. J. Sztonyka 56
49-120 Dąbrowa
Webpräsenz: www.gminadabrowa.pl



Dąbrowa (deutsch Dambrau) ist ein Dorf im Powiat Opolski in Polen in der Woiwodschaft Opole und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dąbrowa liegt rund 10 Kilometer westlich von Opole und 65 km südöstlich von Breslau, im Westen der historischen Region Oberschlesien. Östlich des Dorfes liegt eine große Waldfläche. Nördlich der Ortschaft verläuft die Landesstraße Droga krajowa 46.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarorte von Dambrau sind im Norden Scheppelwitz (Ciepielowice), im Nordosten Schönwitz (Karczów), im Osten Wreske (Wrzoski) und im Süden Bowallno (Wawelno).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Dambrau um 1860, Sammlung Alexander Duncker
Pfarrkirche St. Laurentius
Schloss

Im Jahre 1449 wurde das Dorf als Dambrawa erwähnt und war zu diesem Zeitpunkt Teil des Herzogtums Oppeln, das ein Lehen Böhmens war. Der Ort ist aber wesentlich älter – so ist die Existenz der Parochie Dambrau bereits für das Jahr 1305 belegt.[3]

1742 wurde Dambrau preußisch und 1818 dem Landkreis Falkenberg O.S. zugeordnet – ursprünglich hatte der Ort dem Oppelner Land angehört. Bis 1945 bestand ein Amtsbezirk Dambrau.

1843 erhielt Dambrau mit dem Bahnhof im angrenzenden Ort Scheppelwitz Anschluss an die Eisenbahnstrecke Oppeln–Brieg. Heute trägt die Station den Namen Dąbrowa Niemodlińska.

Als Teil des Landkreises Falkenberg befand sich Dambrau nicht im Abstimmungsgebiet der Volksabstimmung in Oberschlesien 1921. Infolge des Zweiten Weltkrieges wurde Dambrau als Dąbrowa Teil Polens und 1950 der Woiwodschaft Opole angeschlossen.

Da nur ein Teil der angestammten Bewohner geflohen war oder vertrieben wurde, konnte sich in der Gegend eine deutschstämmige Minderheit halten. So gehören laut der letzten polnischen Volkszählung von 2002 17,19 % der Gemeindebevölkerung der deutschen Minderheit an, weitere 3,44 % bezeichneten sich als „Schlesier“.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen von Dambrau:[5]

Jahr Einwohner
1844 591
1855 667
1861 694
1910 904
1933 1.063
1939 1.020

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius ist ein Bau der Spätrenaissance aus dem 17. Jahrhundert mit Frontturm, zweiachsigem Langhaus und einachsigem, dreiseitig geschlossenem Chor. Den Abschluss des niedrigen Glockenturms, der im letzten Geschoss in einen achteckigen Grundriss übergeht, bildet eine Barockhaube mit Laterne. Im 19. Jahrhundert erfuhr die Kirche mehrere Umbauten, aus dieser Zeit stammen auch die klassizistischen Altäre. Die Kanzel ist ein Werk des Rokoko aus dem 18. Jahrhundert.
  • Auch das Schloss Dambrau ist ein Spätrenaissancebau. Es wurde von 1615 bis 1617 für den damaligen Grundherrn Joachim Graf von Tschentschau-Mettich mit dem heutigen Torturm mit Zwiebelhelm errichtet. Grundlegend umgestaltet wurde die Vierflügelanlage des Schlosses von 1894 bis 1897 im Stil der Neorenaissance. Der Außenbau wurde mit vielen Zwerchgiebeln versehen und an der Nordwestecke ein Rundturm errichtet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Niewodnik um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Die Gemeinde Dąbrowa umfasst ein Gebiet von 130,84 km² mit 9682 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) und gliedert sich in folgende Ortsteile:

Die Orte Sławice (Slawitz) und Wrzoski (Wreske) wurden zum 1. Januar 2017 in die Stadt Oppeln eingemeindet und schieden somit aus der Gemeinde Dąbrowa aus.[6]

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Käthe Kruse (1883–1968), deutsche Schauspielerin und Puppenmacherinnen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dąbrowa (Dambrau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.parafiadabrowa.org.pl/o-parafii.html
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB); abgerufen am 29. September 2017.
  3. Vgl. parafiadabrowa.org.pl; abger. am 6. Dezember 2008
  4. Vgl. Polnisches Haupt-Statistikamt (GUS) (Memento vom 17. Dezember 2012 im Internet Archive)
  5. Quellen der Einwohnerzahlen:
    1844: [1] – 1855, 1861: [2] – 1933, 1939: [3] – 1910: [4]
  6. Sejm: Verordnung vom 1. Januar 2017