DASA – Arbeitswelt Ausstellung

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Die Dasa in Dortmund (2011).

Die DASA – Arbeitswelt Ausstellung ist ein 1993 als Deutsche Arbeitsschutzausstellung eröffnetes Museum in Dortmund und versteht sich als kreativer Lernort für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit mit hohem Freizeitwert.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DASA ist in die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin eingebunden. Diese Bundesanstalt wurde am 10. September 1980 vom Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Herbert Ehrenberg, durch Erlass damit betraut, eine ständige Ausstellung für Arbeitsschutz einzurichten, um „über die Arbeitswelt, ihren Stellenwert in der Gesellschaft und ihre menschengerechte Gestaltung sowie über die Sicherheit in Heim, Freizeit und Schule [zu] informieren“, nachdem die nordrhein-westfälische Landesregierung die Einrichtung dieser Ausstellung 1979 in das Aktionsprogramm Ruhr aufgenommen hatte. Ab 1988 entwickelte ein kleines Planungsteam unter Gerhard Kilger das Konzept der Ausstellung, die 1993 mit den Ausstellungseinheiten „Im Takt der Maschine“, „Im Wettlauf der neuesten Nachrichten“ sowie „Am Bildschirm“ eine Teileröffnung feierte. Weitere Ausstellungseinheiten folgen bald. 1996 erhielt die DASA den Luigi-Micheletti-Preis als bestes neues Technik- und Industriemuseum Europas, den zweiten Preis beim European Museum of the Year Award für außergewöhnliche Gestaltung und den Sonderpreis der photokina für innovative und multimediale Kommunikation.[1] Das heutige Ausstellungsgebäude wurde im Jahr 2000 als dezentraler Standort der Weltausstellung Expo 2000 mit 13.000 m² Ausstellungsfläche fertiggestellt. Weiterhin ist es ein ausgewählter Ort der Initiative Land der Ideen. Die DASA hat jährlich etwa 200.000 Besucher.[2]

Die DASA wird auch als Veranstaltungsort genutzt, so findet hier unter anderem jährlich der DASA-Jugendkongress statt. Das Gebäude verfügt über eine für Besucher zugängliche Kantine. Die Exponate dürfen ausdrücklich nur für den eigenen Gebrauch fotografiert werden.

Leiter der DASA ist der Historiker und Philosoph Gregor Isenbort.

Dauerausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingangsbereich der Dasa.

Mit einer interaktiven Ausstellung stellt die DASA den Menschen mit seinen körperlichen, geistigen, sozialen und kulturellen Belangen in den Mittelpunkt. Mit ihrem Leitmotiv Mensch – Arbeit – Technik zeigt die DASA über den engeren Arbeitsschutz hinaus ein ganzheitliches Verständnis des Menschen in der Arbeitswelt. Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung ist ein A 320-Flugsimulator.

Konkret werden historische und moderne Arbeitswelten vorgestellt. Zu den Exponaten der Ausstellung zählen historische, zum Teil aus Holz bestehende Schreibmaschinen, historische Rechenmaschinen, frühe Fernsehgeräte, alte Tischcomputer und antike manuelle Druckmaschinen. Dem stehen moderne Büroausstattungen gegenüber, die auf das Problem der starren Körperhaltung beim Arbeiten verweisen. Diese sogenannte Zwangshaltung ist ein Leitmotiv der DASA. Uhren und Stempeluhren erlaubten es, die Tätigkeit der Arbeitnehmer zu synchronisieren. Auch gibt es den arbeitsmedizinisch geprägten Bereich "Heilen und Pflegen".[3]

Im Innenhof des Gebäudes sind Hoch- und Tiefbaustellen gezeigt, die insbesondere auch Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder bieten. Dort kann bei gutem Wetter kann auch das Baggerfahren geübt werden. Weiterhin gibt es eine Tunnelbaustelle, die die Entstehung eines U-Bahn-Tunnels zeigt.

Reste des Lastwagens aus dem Unfall von Herborn

Webmaschinen werden vorgestellt und eine historische Setzerei bzw. Druckerei sowie Buchbinderei sind zu besichtigen. Zu den moderneren Geräten zählt ein Industrieroboter sowie eins der größten Notebooks der Welt. In einer Halle ist der Leitstand eines Kohlekraftwerks nachgebaut. In der Stahlhalle, der größten Ausstellungseinheit, befindet sich ein Lichtbogenofen und eine "Geisterbahn", die in 90 Sekunden Gefahren in der Lageristik zeigt. Eine alte Straßenbahn der Dortmunder Straßenbahnen kann besichtigt werden, ebenso die ausgeglühten Reste des Lastwagens aus dem Unfall von Herborn im Juli 1987. Zudem gibt es einen Ausstellungsbereich zum Thema „Lebensraum Arbeitswelt“, wo es um die Sinne des Menschen geht.

Zu den gezeigten physikalischen Phänomen zählen Elektrostatische Entladung und Nebelkammer.

Wechselausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein humanoider Roboter während „Die Roboter“.

Es gibt zwei Räume für Sonderausstellungen: Im ExCenter finden die beliebten Mitmach-Ausstellungen statt. In der DASA-Galerie haben neue Ausstellungsformate und thematische Ausstellungen ihren Platz. Zu jedem Projekt gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: DASA – Arbeitswelt Ausstellung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Geschichte der DASA. Webseite im Portal dasa-dortmund.de, abgerufen am 1. September 2015
  2. https://www.dasa-dortmund.de/presse/aktuelle-pressemitteilungen/pressemitteilungen/article/besucherrekord_in_der_dasa_100006037/
  3. Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Arbeit macht krank - doch hier wird gegengesteuert. (DASA Arbeitswelt-Ausstellung) In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 1, Norddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 122–123, ISBN 978-3-7776-2510-2.

Koordinaten: 51° 29′ 54″ N, 7° 25′ 14″ O