Preußische T 16

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Preußische T 16
Elsaß-Lothringische T 16
DR-Baureihe 94.2–4
PKP TKw1
94249A.JPG
Nummerierung: DR 94 201–464, 468–490, 501
Anzahl: 355
Hersteller: Schwartzkopff, Grafenstaden
Baujahr(e): 1905–1923
Ausmusterung: 1968
Bauart: E h2t
Gattung: Gt 55.17
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 12.500 mm
Kleinster bef. Halbmesser: 140 m
Leermasse: 60,3 t
Dienstmasse: 76,2 t
Reibungsmasse: 76,2 t
Radsatzfahrmasse: 16,5 t
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
Indizierte Leistung: 787 kW (1070 PSi)
Anfahrzugkraft: ~ 172 kN
Treibraddurchmesser: 1.350 mm
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 610 mm
Kolbenhub: 660 mm
Kesselüberdruck: 12 bar
Anzahl der Heizrohre: 150 oder 152
Anzahl der Rauchrohre: 21
Heizrohrlänge: 4500 mm
Rostfläche: 2,22 m²
Strahlungsheizfläche: 12,15 m²
Rohrheizfläche: 121,99 m²
Überhitzerfläche: 41,40 m²
Verdampfungsheizfläche: 134,14 m²
Wasservorrat: 7 m³
Brennstoffvorrat: 2,5 t Kohle
Zugheizung: Dampf

Die T 16 der Preußischen Staatseisenbahnen war eine Güterzugtenderlokomotive mit der Achsfolge E. Sie wurde später von der Deutschen Reichsbahn als Baureihe 94.2–4 in ihren Nummernplan eingeordnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lokomotiven wurden nach der Entwicklung des österreichischen Konstrukteurs Karl Gölsdorf mit drei seitenverschiebbaren Achsen (Gölsdorf-Achse) konstruiert, damit sie trotz der fünf Achsen auch in engen Gleisbögen fahren konnten. Ein geteiltes Triebwerk wie bei der T 15 war daher nicht mehr erforderlich. Die T 16 war auch wirtschaftlicher und leistungsstärker als die T 15. Sie wurde vor allem für den Steilstreckenbetrieb beschafft, wurden aber auch vor Güterzügen und im Rangierdienst eingesetzt.[1]

Insgesamt wurden in den Jahren 1905 bis 1913 343 T 16 von der Firma Berliner Maschinenbau vormals L.Schwartzkopff an die Preußischen Staatseisenbahnen und zwölf von der Elsässischen Maschinenbau-Gesellschaft an die Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen geliefert. Der gesamte Beschaffungszeitraum zog sich bis 1923 hin. Während der Lieferungen wurden konstruktive Änderungen vorgenommen, so wurde z. B. der Antrieb von der vierten auf die dritte Achse verlegt, da die lange Treibstange das Fahrwerk belastete und zu störenden Bewegungen führte.[2]

Nach dem Ersten Weltkrieg verblieben nachweislich 65 Maschinen im Ausland. Davon 57 in Polen und weitere drei im Eigentum der Freien Stadt Danzig, welche ebenfalls von der PKP betrieben wurden. Die PKP differenzierte vor dem Zweiten Weltkrieg nicht zwischen T16 und T16.1. Die Deutsche Reichsbahn vergab die Nummern 94 201–467, wobei es sich bei 94 465–467 um falsch eingeordnete T 16.1 handelte. 1934 wurde dieser Fehler korrigiert. Die 94 501 war eigentlich auch eine T 16, da sie aber schon 1931 ausgemustert wurde, konnte dieser Fehler nicht mehr korrigiert werden. Die Lokomotiven 94 462–464 stammten von den Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen. Viele Lokomotiven wurden schon in den 1930er Jahren ausgemustert. Während des Zweiten Weltkriegs wurden etliche polnische und eine belgische Lokomotive als 94 468–490 eingereiht, zum größten Teil aber wieder zurückgegeben. Die 94 1811 war eine T 16 aus Belgien, die nach 1945 im Bestand der Deutschen Reichsbahn im Gebiet der SBZ bzw. DDR verblieb. In Polen verblieben zur gleichen Zeit 39 T16, diesmal bauartrein, denn die T16.1 wurden ab 1945 als TKw2 bezeichnet. Die letzten TKw1 versahen ihren Dienst bis 1970.

Verbleib[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Fahrzeuge verblieben bei der Deutschen Bundesbahn und wurden bis 1955 ausgemustert. Die wenigen Fahrzeuge der Deutschen Reichsbahn schieden bis 1968 aus dem Bestand. Das letzte Exemplar, die 94 249, wurde an das Verkehrsmuseum Dresden überführt. Bereits 1983 schied es aus dem Bestand des Museums aus und wurde im Jahr 1988 gegen 60 t Schrott vom „Heiligenstädter Eisenbahnverein“ in Heiligenstadt übernommen. Seit dem 26. Mai 1994 steht es unter Denkmalschutz und wurde in die Denkmalliste des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege aufgenommen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Preußische T 16 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl-Ernst Maedel, Alfred B. Gottwaldt: Deutsche Dampflokomotiven. Die Entwicklungsgeschichte. 6. Auflage. Transpress, Berlin 1994, ISBN 3-344-70912-7, S. 211–213
  2. Manfred Weisbrod, Günther Scheingraber: Preußen-Report Band 8. In: Eisenbahnjournal Archiv, S. 54