DIN 1319

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die DIN-Norm DIN 1319 ist die grundlegende deutsche Norm der Messtechnik. Nachfolgend wird auf die Geschichte und die Titel der einzelnen Normteile eingegangen, messtechnische Inhalte werden in den Verweisartikeln beschrieben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DIN 1319 wurde erstmals im Juli 1942 herausgegeben, damals noch ohne Aufteilung in die heutigen vier Teile. Es folgten Überarbeitungen im Januar 1962 und im Dezember 1963, danach wurde die Norm aufgeteilt.

DIN 1319-1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des Deutschen Instituts für Normung DIN 1319-1
Bereich Messtechnik
Titel Grundlagen der Messtechnik
Kurzbeschreibung: Grundbegriffe
Letzte Ausgabe 1.1995
ISO -

Der Teil 1 der Norm definiert die Grundbegriffe der Messtechnik. Erstmals wurde die Norm im Dezember 1968 veröffentlicht. Im November 1971 erfolgte die erste Überarbeitung, damals war der Normtitel „Grundbegriffe der Meßtechnik; Messen, Zählen, Prüfen“. Nach einer weiteren Überarbeitung im Juni 1985 ist die derzeit aktuell gültige Ausgabe vom Januar 1995.

DIN 1319-2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des Deutschen Instituts für Normung DIN 1319-2
Bereich Messtechnik
Titel Grundlagen der Messtechnik
Kurzbeschreibung: Begriffe für Messmittel
Letzte Ausgabe 10.2005
ISO -

Der Teil 2 der Norm definiert die Begriffe für Messmittel und deren Anwendung in der Messtechnik. Erstmals wurde die Norm im Dezember 1968 unter dem Titel „Grundbegriffe der Meßtechnik; Begriffe für die Anwendung von Meßgeräten“ veröffentlicht. Im Januar 1980 erfolgte die erste Überarbeitung, die derzeit gültige Ausgabe stammt vom Oktober 2005.

DIN 1319-3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des Deutschen Instituts für Normung DIN 1319-3
Bereich Messtechnik
Titel Grundlagen der Messtechnik
Kurzbeschreibung: Auswertung von Messungen einer einzelnen Messgröße, Messunsicherheit
Letzte Ausgabe 5.1996
ISO -

Der Teil 3 der Norm gilt für die Ermittlung des Wertes einer einzelnen Messgröße und deren Messunsicherheit durch die Auswertung von Messungen. Sinngemäß gilt er auch bei rechnersimulierten Messungen. Es wird ein Verfahren zur Auswertung festgelegt, wenn die Messgröße direkt gemessen oder mit einer gegebenen Funktion aus anderen Größen berechnet wird.
Erstmals wurde die Norm im Dezember 1968 veröffentlicht. Im Januar 1972 erfolgte die erste Überarbeitung, damals lautete der Titel „Grundbegriffe der Meßtechnik; Begriffe für die Fehler beim Messen“. Nach einer Überarbeitung im August 1983 („Grundbegriffe der Meßtechnik; Begriffe für die Meßunsicherheit und für die Beurteilung von Meßgeräten und Meßeinrichtungen“) erfolgte im Mai 1996 die Ausgabe der Norm unter dem jetzigen Titel.

DIN 1319-4[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des Deutschen Instituts für Normung DIN 1319-4
Bereich Messtechnik
Titel Grundlagen der Messtechnik
Kurzbeschreibung: Auswertung von Messungen, Messunsicherheit
Letzte Ausgabe 2.1999
ISO -

Diese Norm ist in allgemeineren Fällen als DIN 1319-3 anzuwenden, z. B. wenn eine Ausgleichsrechnung durchzuführen ist oder wenn mehrere Messgrößen gemeinsam als Funktionen anderer Größen auszuwerten sind. DIN 1319-4 wurde erstmals im Dezember 1985 herausgegeben. Damals lautete der Titel „Grundbegriffe der Meßtechnik; Behandlung von Unsicherheiten bei der Auswertung von Messungen“. Die Ausgabe unter dem jetzigen Titel erfolgte im Februar 1999.

Weiterführende Links[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen ihrer kompakten Sprache und großen Vielfalt wird die Norm in Teilaspekten unter verschiedenen Stichwörtern behandelt. Als solche Stichwörter, unter denen man sich mit der korrekten Wiedergabe und Umsetzung der Norm befasst, seien genannt:

Neben dieser Norm zu den Grundlagen gibt es eine große Anzahl weiterer Normen, die sich mit Einzelaspekten der Messtechnik befassen. Von diesen werden hier exemplarisch aufgeführt:

Norm Diese behandelt
DIN 16160 Thermometer
DIN 43751 Digitale Messgeräte zur Messung von analogen, digitalen und zeitbezogenen Größen
DIN 43790 Gestaltung von Strichskalen und Zeigern
DIN 43807 Anschlussbezeichnungen für elektrische Schalttafel-Messgeräte
EN 24006 Durchflussmessungen von Fluiden in geschlossenen Leitungen
EN 61869 Messwandler (Stromwandler, Spannungswandler) für 50-Hz-Netze
EN 60051 Direkt wirkende anzeigende elektrische Messgeräte mit Skalenanzeige und ihr Zubehör
EN 60584 Thermoelemente
EN 60617,
EN 60617-8
Graphische Symbole für Schaltpläne,
Schaltzeichen für Mess-, Melde- und Signaleinrichtungen
EN 60688 Elektrische Messumformer für Wechselgrößen
EN 60751 Industrielle Platin-Widerstandsthermometer
EN 61010 Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte
EN 61028 Elektrische Messgeräte; X-Y-Schreiber
EN 61143 Elektrische Messgeräte; X-t-Schreiber
EN 62053 Wechselstrom-Elektrizitätszähler
IEC 60381 Analoge Signale für Regel- und Steueranlagen (Einheitssignale)
IEC 60625 Schnittstellen für programmierbare Messgeräte

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DIN-Hist – DIN-Datenbank historischer Dokumente, CD-ROM, Beuth-Verlag 2007