DIN 14676

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Logo des Deutschen Instituts für Normung DIN 14676
Bereich Heimrauchmelder in Deutschland
Titel Rauchwarnmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung - Einbau, Betrieb und Instandhaltung
Letzte Ausgabe 2012-09
ISO

Die DIN-Norm DIN 14676 (aktuelle Version September 2012 [1]) ist eine „Anwender-Norm“ und beschreibt auf nationaler Ebene Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern bzw. Heimrauchmeldern.

Verantwortlich für die Erstellung der Norm ist der Normausschuss Feuerwehrwesen (FNFW) NA 031-02-01 AA „Brandmelde- und Feueralarmanlagen“.

Anders als die DIN 14675[2] kommt diese Norm im privaten Bereich bzw. in Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung zum Einsatz und richtet sich an die für den Brandschutz zuständigen Behörden und am Bau beteiligte Personen, insbesondere Sachverständige, Feuerwehren, Hersteller von Rauchwarnmeldern, Planer, Architekten, Errichter, Dienstleistungserbringer der Immobilienwirtschaft, Bauherren, Eigentümer und Bewohner.

Zertifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zur DIN 14675 ist für die DIN 14676 keine Zertifizierung erforderlich. Es wird allerdings empfohlen, Dienstleister mit Fachkräften für Rauchwarnmelder für Planung, Einbau und Instandhaltung zu beauftragen.

Einsatzgebiet und Anwendungsbereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DIN 14676 dient aktuell in insgesamt 13 Bundesländern als Grundlage für die Rauchmelderpflicht. Der Einsatz von Rauchwarnmeldern dient in erster Linie der frühzeitigen Warnung von Personen vor Brand und Brandrauch. Falls keine Personen anwesend sind, bieten sie aber keinen Schutz vor Sachschäden.

Rauchwarnmelder im Sinne dieser Norm können als Einzelrauchmelder, miteinander vernetzt oder an einer Gefahrenmeldeanlage (GMA) betrieben werden. Die Alarmierung im Gefahrenfall erfolgt dabei entweder am alarmgebenden Rauchwarnmelder selbst, bzw. an die mit ihm vernetzten Rauchwarnmelder, oder aber an einer zentralen Stelle (GMA). Weitere Alarmierungsmittel, sei es optisch oder durch Vibrationsmeldung, sind zulässig. Das Aufschalten von Rauchwarnmeldern auf eine Brandmeldeanlage nach DIN 14675 und VDE 0833-2 oder als Ersatz für eine in Sonderbauvorschriften oder Baugenehmigungsverfahren geforderte Brandmeldeanlage ist nicht erlaubt. Hier gelten gesonderte Vorschriften.

Als Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung sind Pensionen mit weniger als 12 Gästebetten, Containerräume, Hütten, Gartenlauben oder Freizeitunterkünfte definiert.

Planung und Einbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausschließlich Rauchmelder, welche der EN 14604 entsprechen, dürfen genutzt werden. Diese sind so anzubringen, dass Brandrauch bereits in der Entstehungsphase zuverlässig erkannt wird. Beim Einsatz von 230-V-Rauchwarnmeldern müssen diese über eine Notstromversorgung verfügen.

Bei einer Raumfläche von bis zu 60 m² ist in der Regel ein Rauchwarnmelder zu installieren. Ist die Raumfläche größer als 60 m², muss die Anzahl der Rauchwarnmelder entsprechend den Gegebenheiten angepasst werden. Dabei sollte die maximale Einbauhöhe von sechs Metern nicht überschritten werden. Bei Einbauhöhen größer sechs Meter sind die Rauchwarnmelder in mehreren Ebenen anzubringen.

Ein Rauchwarnmelder muss mittig an der Zimmerdecke, mindestens aber 50 cm von der Wand entfernt angebracht werden. Bei Räumen mit deckenhohen Teilwänden oder Möblierungen sollte zusätzlich in jedem Raumteil ein Melder zur Überwachung montiert werden.

Die Anbringung in Fluren und Gängen sowie in zuggefährdeter Umgebung ist festgelegt.

Anforderungen an die Überwachung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Grundausstattung sind besonders Kinderzimmer, Schlafbereiche und Flure mit Rauchwarnmeldern auszustatten, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, gem. z.B. NBO. Bei offenen Gegebenheiten mit mehreren Geschossen ist auf der obersten Ebene ein Rauchwarnmelder zu installieren.

Generell ist jedoch zu empfehlen, Rauchwarnmelder in allen Räumen einer Wohnung bzw. eines Wohnhauses zu installieren. Ausnahme könnten hierbei Küche, Bad oder Orte sein an denen Wasserdämpfe Täuschungsalarme auslösen könnten.

Vernetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn der alarmgebende Rauchwarnmelder zusätzlich an einem anderen Ort eine Warnung ausgeben soll, müssen vernetzungsfähige Rauchwarnmelder eingesetzt und verbunden werden. Wird die Warnung an einer zentralen Stelle vorgenommen, ist zu empfehlen, eine Zentrale einer Gefahrenmeldeanlage nach VDE 0836-1 zu installieren.

Funktionsfähigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Funktionssicherheit des Rauchwarnmelders sicherzustellen, darf er nicht überstrichen oder verdeckt werden. Bei Renovierungsarbeiten sollte der Melder daher abgedeckt werden, damit er nicht verschmutzen kann. Dies schützt den Melder und verhindert Fehlalarme.

Instandhaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rauchwarnmelder muss entsprechend der Bedienungsanleitung, mindestens jedoch einmal jährlich einer Funktionskontrolle unterzogen werden. Dazu gehört eine Sichtprüfung, in der festgestellt werden soll, ob die Raucheintrittsöffnungen frei sind oder der Melder verschmutzt bzw. beschädigt ist. Mittels einer Prüftaste kann zu Testzwecken ein Alarm ausgelöst werden.

Bei 230-V-Rauchwarnmeldern sind diese Überprüfungen mit und ohne 230-V-Netz durchzuführen.

Batterie- und Akkumulatorwechsel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Batterie sollte im Rauchwarnmelder einmal jährlich oder nach Herstellerangaben ausgetauscht werden, spätestens jedoch bei akustischer Signalisierung des notwendigen Batteriewechsels. 230-V-Rauchwarnmelder können auch mit einem Akkumulator ausgerüstet sein. Dieser muss spätestens nach vier Jahren ausgetauscht werden.

Bei Verwendung von Langzeitbatterien, z. B. Lithium, muss der Batteriewechsel nach Herstellerangaben erfolgen. Die jährliche Verpflichtung zur Wartung gemäß DIN 14676 bleibt erhalten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beuth Verlag: DIN 14676:2012-09
  2. Inhaltsverzeichnis der DIN 14675:2012-04