DJ Jazzy Jeff & the Fresh Prince

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Will Smith, 1993
DJ Jazzy Jeff, 2003

DJ Jazzy Jeff & the Fresh Prince war ein Hip-Hop-Duo aus Philadelphia, das aus dem Schauspieler und Rapper Will Smith und dem DJ und Musikproduzenten Jeff Townes bestand.

Geschichte[Bearbeiten]

Smith lernte Townes im Alter von 16 Jahren auf einer Party kennen. Zusammen nahmen sie später Songs auf, die Smith verschiedenen Plattenfirmen vorstellte. 1987 erschien ihre erste Single Girls Ain’t Nothing but Trouble beim Label Word Up Records. Aufgrund kleiner Erfolge wurde das Label Jive Records auf die beiden aufmerksam. Word Up Records lizenzierte daraufhin die Rechte an Jive.

1986 begleitete Smith, der den Part des „Fresh Prince“ in der gemeinsamen Formation übernommen hatte, Jazzy Jeff zum DJ-Battle des New Music Seminars (NMS). DJ Jazzy Jeff konnte bereits in der ersten Runde den damaligen Weltmeister DJ Cheese besiegen und gewann am Ende den Wettbewerb.

1987 veröffentlichte das Duo sein Debütalbum Rock the House. Ein Jahr später erschien das zweite Album He’s the DJ, I’m the Rapper, das als erster Hip-Hop-Longplayer, der als Doppel-Vinyl erschienen ist, in die Musikgeschichte einging. The Fresh Prince, der sich durch seine humorvollen Texte auszeichnete, wurde bereits in jungen Jahren zum Millionär. 1988 erhielt das Duo für den Track Parents Just Don’t Understand den ersten Grammy in der Kategorie Rap.

1990 bot der Produzent Benny Medina Will Smith die Hauptrolle in einer Sitcom an. Smith nahm die Rolle an und spielte einen Jungen aus Philadelphia, der zu seinen Verwandten in die reiche Gegend Bel Air zieht. Die Serie lief auf dem US-amerikanischen Kanal NBC und wurde später in Deutschland unter dem Titel Der Prinz von Bel-Air bekannt. Während die Rolle des Prinzen von Bel Air den Grundstein für Will Smiths Hollywoodkarriere legte, tauchte Jazzy Jeff in der aus 144 Folgen bestehenden Serie nur gelegentlich als Gast auf. Außerdem gründete Townes im selben Jahr die Produktionsfirma „A Touch of Jazz“.

1993 erschien Code Red, das fünfte Album des Duos. In den darauf folgenden Jahren ging es DJ Jazzy Jeff finanziell zusehends schlechter, während Smith die Hauptrollen in den Filmen Bad Boys (1995), Independence Day (1996), Men in Black (1997) und Staatsfeind Nr. 1 (1998) übernahm. 2001 erhielt Will Smith 20 Millionen Dollar und eine Oscar-Nominierung für die Hauptrolle in Ali.

2000 arbeitete Jazzy Jeff mit ATOJ als Executive Producer am Debütalbum Who Is Jill Scott? der Sängerin Jill Scott. In der darauf folgenden Zeit konzentrierte sich Townes verstärkt auf die Arbeit als DJ und veröffentlichte das Produzentenalbum The Magnificent. Im Januar 2005 feierte der Produzent seinen 40. Geburtstag mit diversen DJ-Kollegen wie Biz Markie. The Fresh Prince veröffentlichte unter seinem bürgerlichen Namen Anfang des 21. Jahrhunderts die Soloalben Born to Reign (2002) und Lost and Found (2005).

Im Jahr 2007 wurde bekannt, dass sich Will Smith erneut seiner Musikkarriere widmen und wieder zusammen mit Jazzy Jeff auftreten will.[1]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1987 Rock the House 97
(1 Wo.)
83
(18 Wo.)
24
(33 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. März 1987
US: Gold
Produzenten: Dana Goodman, Lawrence Goodman
1988 He’s the DJ, I’m the Rapper 68
(2 Wo.)
4
(55 Wo.)
5
(47 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. März 1988
US: 3-fach Platin
Produzenten: DJ Jazzy Jeff & Fresh Prince,
Bryan “Chuck” New, Pete Q. Harris
1989 And in This Corner … 39
(20 Wo.)
19
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Oktober 1989
US: Gold
Produzenten: DJ Jazzy Jeff & Fresh Prince,
Nigel Green, Pete Q. Harris
1991 Homebase 69
(1 Wo.)
12
(42 Wo.)
5
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Juli 1991
US: Platin
Produzenten: Jeff Townes, Craig King,
Hula & K. Fingers
1993 Code Red 61
(9 Wo.)
35
(5 Wo.)
50
(6 Wo.)
64
(15 Wo.)
39
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Oktober 1993
US: Gold
Produzenten: Pete Rock, Markell Riley,
Teddy Riley, Will Smith, Jeff Townes,
Hula & K. Fingers, Xavier Hargrove,
Victor Emanuel Cooke, Dallas Austin

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1998 Greatest Hits 69
(4 Wo.)
20
(6 Wo.)
144
(6 Wo.)
93
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Mai 1998

weitere Kompilationen

  • 2000: Before the Willenium
  • 2003: Platinum & Gold Collection
  • 2006: Collections
  • 2006: The Very Best of DJ Jazzy Jeff & the Fresh Prince
  • 2010: The Best Of
  • 2015: Playlist: The Very Best of DJ Jazzy Jeff & Fresh Prince

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1986 Girls Ain’t Nothing but Trouble
Rock the House
21
(8 Wo.)
57
(12 Wo.)
81
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1986
Produzenten: Jeff Townes, Will Smith
1987 The Magnificent Jazzy Jeff
Rock the House
93
(2 Wo.)
61
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1987
Produzenten: Jeff Townes, Will Smith
1987 A Touch of Jazz
Rock the House
79
(2 Wo.)
65
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1987
Produzenten: Jeff Townes, Will Smith
1988 Parents Just Don’t Understand
He’s the DJ, I’m the Rapper
87
(4 Wo.)
12
(19 Wo.)
10
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1988
Grammy (Best Rap Performance)
Produzenten: Jeff Townes, Will Smith
1988 A Nightmare on My Street
He’s the DJ, I’m the Rapper
15
(16 Wo.)
9
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1988
Produzenten: Jeff Townes, Will Smith, Pete Q. Harris
1988 Brand New Funk
He’s the DJ, I’m the Rapper
76
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1988
Produzenten: Jeff Townes, Will Smith
1989 I Think I Can Beat Mike Tyson
And in This Corner
94
(1 Wo.)
58
(8 Wo.)
23
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1989
Produzenten: Jeff Townes, Will Smith, Pete Q. Harris
1990 The Groove
And in This Corner
70
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1990
Produzenten: Jeff Townes, Will Smith
feat. Grover Washington, Jr.
1991 Summertime
Homebase
12
(17 Wo.)
11
(13 Wo.)
8
(19 Wo.)
4
(18 Wo.)
1
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1991
UK: Silber, US: Platin
Grammy (Best Rap Performance by a Duo or Group)
Autoren: Kool & the Gang, Will Smith,
Hula, K. Fingers, Ricky West
enthält Samples aus Summer Madness
von Kool & the Gang, 1974
1991 Ring My Bell
Homebase
29
(1 Wo.)
53
(2 Wo.)
20
(19 Wo.)
22
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1991
US: Gold
Autor: Frederick Knight
Original: Anita Ward, 1979
1991 The Things That U Do
Homebase
43
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1991
Produzenten: Jeff Townes, Will Smith, Craig King
1993 Boom! Shake the Room
Code Red
8
(21 Wo.)
17
(11 Wo.)
8
(21 Wo.)
1
(13 Wo.)
13
(20 Wo.)
21
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1993
DE: Gold, UK: Silber
Autoren: Keith Mayberry, Lee Haggard,
Walter Williams, Will Smith
enthält Samples aus Funky Worm
von Ohio Players, 1972
1994 I’m Looking for the One
(To Be with Me)
Code Red
88
(4 Wo.)
24
(4 Wo.)
79
(7 Wo.)
51
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1993
Autoren: Mike Smith, Teddy Riley
enthält Anleihen aus Tell Me If You Still Care
von S.O.S. Band, 1983
1994 Can’t Wait to Be with You
Code Red
29
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1994
Autoren: Luther Vandross, Will Smith
enthält Samples aus Never Too Much
von Luther Vandross, 1981
1994 Twinkle Twinkle (I’m Not a Star)
Code Red
60
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1994
Autoren: Alton Taylor, Ronald Bell, Jeff Townes, Will Smith
1998 Lovely Daze
Greatest Hits
37
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1998
Autor und Original: Bill WithersLovely Day, 1977

weitere Singles

  • 1987: Just One of Those Days
  • 1988: Don’t Even Try It
  • 1992: Yo Home to Bel Air
  • 1992: You Saw My Blinker
  • 1994: I Wanna Rock
  • 1998: Greatest Hits – Megamix Sampler
  • 1998: Summertime ’98
  • 2006: Summertime (2006 Remixes)

Quellen[Bearbeiten]

  1. The Return of "The Fresh Prince"! (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  2. a b c Chartquellen: Singles Alben UK US1 US2
  3. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: DE UK US

Weblinks[Bearbeiten]