Ostseestadion

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Ostseestadion
Der VIP-Eingang im Ostseestadion
Der VIP-Eingang im Ostseestadion
Frühere Namen

Ostseestadion (1954–2007)
DKB-Arena (2007–2015)

Daten
Ort Kopernikusstraße 17
DeutschlandDeutschland 18057 Rostock, Deutschland
Koordinaten 54° 5′ 6″ N, 12° 5′ 42″ OKoordinaten: 54° 5′ 6″ N, 12° 5′ 42″ O
Eigentümer Ostseestadion GmbH & Co. KG
Betreiber Ostseestadion GmbH & Co. KG
Baubeginn Neues Stadion: 2. April 2000 (Grundsteinlegung)
Eröffnung Altes Stadion: 27. Juni 1954
Neues Stadion: 4. August 2001
Erstes Spiel Altes Stadion: 27. Juni 1954
Einheit SchwerinChemie Zeitz 1:3, (Jugend-Meisterschaft der DDR)
Neues Stadion: 4. August 2001
Hansa Rostock – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (Bundesliga)
Renovierungen 1991, 2000–2001
Oberfläche Naturrasen
Kosten 55 Mio. DM
Architekt Beyer + Partner Rostock
Kapazität 29.000 Plätze
Kapazität (internat.) 25.000 Plätze
Spielfläche 105 × 68 m
Verein(e)
Veranstaltungen
Das Ostseestadion im Jahr 1957.
Stadionturm auf der Südseite des alten Ostseestadions.
Fußballspiel im alten Ostseestadion.
Die BSG Post Rostock im Juni 1975 im Rostocker Ostseestadion. Im Hintergrund das Marathontor.
Das Ostseestadion 1996 mit Blick auf die Anzeigetafel kurz vor Spielbeginn am 30. April gegen den SC Freiburg.
Ostseestadion mit Blick auf die Haupttribüne beim Spiel von Hansa Rostock gegen den SC Freiburg am 30. April 1996
Zu Zeiten, als das Ostseestadion "DKB-Arena" hieß: Flutlicht in Betrieb (9. November 2013)
Ostseestadion Rostock 2017.
Luftblick auf das Ostseestadion und das Leichtathletikstadion.

Das Ostseestadion ist ein Fußballstadion in der Hansestadt Rostock, das als Veranstaltungsort insbesondere für Heimspiele des F.C. Hansa Rostock genutzt wird. Die Ostseestadion GmbH & Co. KG mit dem F.C. Hansa Rostock als einzigem Kommanditisten ist Betreiber des Ostseestadions und besitzt das Erbbaurecht am entsprechenden Grundstück. Für die Nutzung der Arena sowie auch für die Nutzung der auf demselben Grundstück liegenden Trainingsflächen (drei Rasen-, einen Kunstrasen- und einen Tennisplatz) zahlt der F.C. Hansa eine von der Spielklasse des Vereins abhängige Miete an die Ostseestadion GmbH & Co. KG [1]

Das Stadion verfügt über maximal 29.000 Plätze, die komplett überdacht sind. Darunter sind 20.000 Sitzplätze einschließlich 1.000 Business-Seats und 9.000 Stehplätze. Letztere sollen bei internationalen Spielen in 5.000 Sitzplätze umgewandelt werden können. Ferner bietet die Arena 26 VIP-Logen.[2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ostseestadion befindet sich im Rostocker Stadtteil Hansaviertel in der Nähe der Innenstadt. Es ist umgeben von Kliniken der Universität Rostock, Schulen, dem Barnstorfer Wald, der Eishalle Rostock, mehreren Übungsplätzen und einem Leichtathletikstadion.

Mit dem öffentlichen Personennahverkehr ist es aus diversen Teilen Rostocks per Bus (Haltestelle Ostseestadion)[3], S-Bahn (Haltestelle Holbeinplatz) und Straßenbahn (Haltestelle Holbeinplatz) erreichbar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Historie um das Ostseestadion zu Rostock umfasst, neben den zahlreich stattgefundenen Sportveranstaltungen, im Wesentlichen zwei wichtige Zeiträume. Dies umfasst den Bau eines allgemein- nutzbarem Stadions zu Beginn der 1950er Jahre zu Zeiten des neu gegründeten Staates, der DDR. Nach der politischen Wende 1989/90 und dem ab diesem Zeitpunkt zunehmenden Wettbewerb um Ansehen und Macht im Sport, der Konkurrenz, sowie der bevorstehenden und absehbaren Kommerzialisierung des Fußballs, wurde auch in Rostock reagiert und ab dem Jahr 2000 das alte und inzwischen marode gewordene Stadion durch ein zeitgemäßes und reines Fußballstadion ersetzt.[4][5][6]

Altes Ostseestadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis in die 1950er Jahre war das zwischen 1923 und 1928 erbaute Volksstadion in unmittelbarer Nähe zum heutigen Ostseestadion das größte Stadion in der Hansestadt Rostock, das in den 1930er Jahren bis zu 20.000 Menschen Platz geboten haben soll. Das in der Zeit des Nationalsozialismus nach Plänen von Erich zu Putlitz mit Sportstätten beplante Gelände des heutigen Ostseestadions sowie der dieser heute vorgelagerte „Platz des Friedens“ diente bereits damals für politische Kundgebungen sowie als NS-Aufmarschplatz.[7] Die zu diesem Zweck aufgeschütteten Erdhügel wurden später beim Bau des Stadions für das Fundament genutzt.

Nach der Gründung der DDR sollte auch in Rostock eine Fußballmannschaft für die oberen Ligen etabliert werden, weshalb der Bau eines neuen Stadions geplant wurde, das dem erwarteten Zuschauerzuspruch entsprechen und als Teil des Sportforum mit Schwimmhalle und Eisstadion errichtet werden sollte.[8] Dabei wurde es als allgemeines Sportstadion konzipiert und verfügte deshalb auch über eine Leichtathletiklaufbahn mit sechs Bahnen. Wegen der geringen Geldmittel, die zur Umsetzung des Projektes zur Verfügung standen, rief das Nationale Aufbauwerk die Rostocker Bevölkerung zur Unterstützung in Form von freiwilliger Arbeit und Spenden auf.[8] Anfang der 1950er Jahre arbeiteten daraufhin tausende Menschen am Bau des Ostseestadions mit, die allein durch über 230.000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden,[9] entsprechend einem Gedenkstein vor dem Stadion, Einsparungen in Höhe 928.018,20 DDR-Mark ermöglichten.[8][5]

Am 27. Juni 1954 war das anfänglich 18.000 Plätze bietende Ostseestadion mit dem Endspiel um die Jugendfußballmeisterschaft der DDR (Einheit Schwerin- Chemie Zeitz 1:3][5][10] und einer internationalen Fußballbegegnung des DDR-Nachwuchses gegen den ungarischem Erstligisten Vasas Györ (0:2)[9], sowie einer Juniorenbegegnung zwischen Stahl Helbra und Wismut Neuwürschnitz (4:0)[10][9] im noch unfertigen Zustand eröffnet worden.[11] Es diente dem SC Empor Rostock, beziehungsweise später dem FC Hansa Rostock, ab 14. November 1954 nach dem Premierenspiel gegen Chemie Karl-Marx-Stadt (0:0)[10][9] als Spielstätte- noch immer befand sich die Tribüne an jenem Sonntag im Bau. Einen fußballerischen Vorgeschmack konnte sich das Rostocker Publikum zuvor am 26. September beim ersten offiziellen Länderspiel an der Küste gegen Polen holen.[10][9][8] Später bekam die Tribüne (3.000 Plätze) ein Dach.

Ende der 1960er Jahre begann der Bau einer 700-Lux-Flutlichtanlage, die pünktlich zum 21. Jahrestag der DDR fertiggestellt und installiert wurde. Die Einweihung der vier steil aufragenden, 56 Meter hohen und 34 Tonnen schweren "Leucht-Türme" erfolgte am Freitag, dem 23. Oktober 1970 beim Oberligapunktspiel gegen den 1. FC Magdeburg.[12] Seither zieren sie die Silhouette der Hansestadt Rostock und sind weithin sichtbar.

Die letzten Umbaumaßnahmen des alten Stadions, das schließlich eine Kapazität von 25.500 Plätzen aufwies, betrafen die Erneuerung der Vortribüne (1991) und die Installation einer Anzeigetafel nach Abriss des alten Stadionturms (1992).

Neues Ostseestadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Februar 2000 wurde das Ostseestadion innerhalb von 16 Monaten Bauzeit schrittweise neu errichtet, wodurch es zu einer reinen Fußballarena wurde. Zunächst wurde die alte Nordkurve inklusive dem zirka zehn Meter hohem triumpfbogenhaften Steinportal, dem einstigen "Tunnel" oder der "Pforte" zur Spielstätte, sowie das "Herz des Stadions", dem etwa fünf Meter breiten und vier Meter hohen Marathontor, zurückgebaut, um dort die erste Hintertortribüne fertigzustellen. Selbiges Tor wurde nicht etwa verschrottet, sondern nach einer gründlichen Restaurierung durch die Firma MZS Metall-Zaun-Stahlbau GmbH & Co. KG aus Bargeshagen restauriert.[13] Nach und nach wichen die alten Wälle im Oval bei laufenden Spielbetrieb und im Sommer 2000 schließlich, wurde auch die ehemalige Haupttribüne abgerissen. In dieser Phase des Baus fasste das Ostseestadion zum Teil nur 15.000 Plätze.[2][5]

Die Flutlichtmasten des alten Stadions, längst zum Wahrzeichen avanciert, blieben erhalten.[4] Schon im Vorbereitung auf den Neubau des Ostseestadions, wurden 1999 neue Scheinwerfer in die Masten installiert. Jede einzelne Einheit enthält hierbei 51 Leuchten. Hinzu kommen weitere 13 Scheinwerfer unterhalb der Tribünen. Die somit insgesamt 256 Lampen erhellen die Arena mit bis zu 1700 Lux, welches dem Standard der UEFA Champions League entspricht. Eine geeigneten Leuchtkraft lässt sich in drei unterschiedlichen Schaltstufen regeln, und für einen eventuellen Stromausfall, werden die Flutlichter durch einen Notdiesel betrieben.[14]

Beim Bau erhielt die neue Arena eine LCD-Anzeigetafel, die von der den Gästeblock umfassenden Südtribüne aus allerdings nicht einsehbar ist, und eine Rasenheizung installiert. Des Weiteren erhielt das neue Stadion von der Warnemünder Elektronikfirma Meißner in bis zu 22 Meter Höhe errichteten und in der Summe 60 Hochleistungslautsprecher.[15] Generalunternehmer war die niederländische Firma HBM. An der Finanzierung des 55 Millionen D-Mark teuren Projekts beteiligte sich die Hansestadt Rostock mit 9,2 und das Land Mecklenburg-Vorpommern mit 10 Millionen D-Mark.[16][4]

Das nun 29.000 Plätze fassende Fußballstadion wurde am verregneten 4. August 2001 mit dem Bundesligaspiel Hansas gegen Bayer Leverkusen (0:3) offiziell und vor 25.100 Zuschauern eingeweiht. Aus sportlicher Sicht dauert es eine gewisse Zeit, ehe der Hauptnutzer des neuen Stadions, der FC Hansa, heimisch wurde. Während der gesamten Hinrunde der Saison 2001/2002 bekamen die Zuschauer Rostocks gerade einmal zwei Heimsiege geboten- am 20. Oktober 2001 ein 3:0 gegen den 1. FC Köln und am 15. Dezember 2001 ein 1:0 gegen den Rekordmeister Bayern München.[2]

Um- und Rückbenennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Juli 2007 erhielt der Finanzdienstleister Deutsche Kreditbank (DKB) den Zuschlag für den Kauf der Namensrechte des Ostseestadions, welches seitdem den Namen DKB-Arena trug.[2][5][6] Der Vertrag hatte zunächst eine Laufzeit über zehn Jahre und beinhaltet eine Option auf Verlängerung. Die Umbenennung geschah, wie auch bei den Namensveräußerungen einiger anderer Fußballstadien, trotz Protesten von Fans, die in der Aufgabe des Namens Ostseestadion einen Verlust der Vereinstradition sahen.[17][18] Sogar der Name der Bushaltestelle, direkt vor der Nordtribüne, wurde von Ostseestadion in Stadion umbenannt.[3][5][19][20] Am 13. Mai 2015 wurde bekannt, dass die DKB dem Wunsch der Verantwortlichen Rostocks nachkommen und die Namensrechte zwei Jahre vor Ablauf des Vertrags an Hansa Rostock zurückgeben werde.[21] Mit diesem Entgegenkommen leistete die DKB einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Vereins.[22] Seit dem 15. Mai 2015 trägt das Stadion wieder offiziell den mit hohen Wiedererkennungswert ausgestatteten Namen Ostseestadion, welches einen Tag später im Heimspiel gegen den Drittligisten Energie Cottbus seine Taufe erhielt.[5] Auf Antrag der Fanszene Rostock e.V. beim zuständigen Ortsamt, erhielt auch die Bushaltestelle vor der Arena den Namen Ostseestadion zurück.[3] Für die Zeit nach 2017 besteht ein Vertrag zwischen der Ostseestadion GmbH & Co. KG und Infront Sports & Media zur weiteren Vermarktung des Stadionnamens bis ins Jahr 2026. Aufgrund der mangelhaften Wirtschaftlichkeit einer Namensvermarktung in der 3. Fußball-Liga schloss der damalige Vorstandsvorsitzende Michael Dahlmann eine erneute Umbenennung jedoch aus.

Weiterer Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2010 wurde auf dem Dach des Ostseestadions eine 9.500 Quadratmeter große Solaranlage fertiggestellt, deren Betreiber Paribus northenergy mit dieser rund 600.000 kWh Strom jährlich produzieren will. Durch die Verpachtung der Dachfläche nimmt Hansa Rostock einen sechsstelligen Betrag ein.[23][24]

Das originale und rekonstruierte Marathontor des ursprünglichen Stadions wurde Ende Juli 2014 hinter der Westtribüne neu aufgestellt und auf dem Gelände in die Umzäunung integriert. Somit kehrte ein Stück Tradition ins Ostseestadion zurück. Die Einweihung fand am 16. August 2014 während des Fan- und Familientages statt.[13][25]

In Zusammenarbeit mit dem niederländischen Unternehmen "SportLED Solution Provider" wurden im Stadion 2017 digitale Banden installiert. Sie erreichen eine Gesamtlänge von zirka 240 Metern und wurden vor der Nord,- West- und Südtribüne positioniert. Diese digitalen LED-Werbebanden lösten statische Werbebanden im Ostseestadion ab und kamen am 17. Juli 2017 beim Testspiel des FC Hansa gegen den VfL Wolfsburg erstmals zum Einsatz.[26][27][28]

Stadionzeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Stadionzeitung erscheint seit 2011/12, nach mehrfachen Umbenennungen und Herausgeberwechseln, die von der Ostseestadion GmbH & Co. KG herausgegebene Kogge. Sie enthält aktuelle Informationen und ist im handlichen Format A5 erhältlich.[29] Für die Zweite Mannschaft erscheint mit dem A-Team seit 1997 eine eigene Stadionzeitung.

Nutzung und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ostseestadion in Rostock ist ein multifunktionaler Veranstaltungsort und eignet sich nicht nur zur Durchführung von Fußballspielen oder Konzerten, sondern auch für Messen, Präsentationen und Ausstellungen.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das alte Ostseestadion war von 1954 bis 2001 Heimspielstätte des F.C. Hansa Rostock (bis 1965 im Vorgängerverein SC Empor Rostock), so dass bis 1991 insbesondere Spiele der obersten zwei Spielklassen im DDR-Fußball (Oberliga und Liga) sowie seit 1991 vor allem Spiele der ersten und zweiten Bundesliga im Ostseestadion stattfanden.

Im als Fußballstadion konzipierten neuen Ostseestadion finden seit 2001 vor allem die Punktspiele des FC Hansa Rostock in der 1., 2. bzw. 3. Liga statt. In den Spielzeiten 2008/09 sowie 2009/10 absolvierte zudem die zweite Mannschaft des F.C. Hansa ihre Regionalligaspiele im Ostseestadion.

Zum Finale um die deutsche Fußballmeisterschaft der A-Junioren am 23. Juni 2013 zwischen dem FC Hansa Rostock und dem VfL Wolfsburg strömten 18.500 Zuschauer ins Ostseestadion.[30]

Geisterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Historie des Ostseestadions weist zwei Geisterspiele auf, verursacht durch das Fehlverhalten von Fans des FC Hansa. Die Zweitligapartie FC Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden (2:2) im Dezember 2011 war das erste Spiel vor leeren Rängen im Stadion an der Ostseeküste.[31] Im Januar 2017 wurde auch die Drittligapartie Hansa Rostock gegen Jahn Regensburg (0:0) unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen.[32] Dem Betreiber entgingen hierbei Einnahmen von mindestens 250.000 Euro pro Spiel ohne Fanunterstützung.[33]

Länderspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ostseestadion diente als Austragungsort für acht Fußball-Länderspiele der Deutschen Demokratischen Republik1. Danach diente es der gesamtdeutschen Nationalelf2 am 27. März 2002 und am 7. Oktober 2006 als Austragungsort.[2]

Im August 2011 erklärte der DFB-Präsident Theo Zwanziger, er könne sich ein Länderspiel in Rostock im Jahre 2013 „sehr gut vorstellen“. Dies wäre dann allerdings ein Benefizspiel zugunsten der Egidius-Braun-Stiftung[34], da das Ostseestadion nicht über die vom DFB für offizielle Länderspiele geforderte Kapazität von mindestens 40.000 Plätzen verfügt.[35]

Mannschaftsfoto der DDR-U-21-Auswahl vor dem EM-Final-Hinspiel am 7. Mai 1980 im Ostseestadion zu Rostock.
Datum Zuschauer[36] Spiel Ergebnis
26. Sep. 1954 19.000 Deutschland Demokratische Republik 1949Deutsche Demokratische Republik DDRPolenPolen Polen 0:1
29. Juni 1958 20.000 Deutschland Demokratische Republik 1949Deutsche Demokratische Republik DDRPolenPolen Polen 1:1
30. Okt. 1960 30.000 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDRFinnlandFinnland Finnland 5:1
09. Juli 1967 08.000 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDRVereinigte Arabische RepublikVereinigte Arabische Republik Ägypten 7:0
06. Sep. 1970 15.000 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDRPolenPolen Polen 5:0
31. Mai 1972 15.000 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDRUruguayUruguay Uruguay 0:0
23. Mai 1974 15.000 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDRNorwegenNorwegen Norwegen 1:0
07. Mai 1980 20.000 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDRSowjetunionSowjetunion Sowjetunion 2:2
27. Mär. 2002 28.835 DeutschlandDeutschland DeutschlandVereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 4:2
07. Okt. 2006 28.000 DeutschlandDeutschland DeutschlandGeorgienGeorgien Georgien 2:0

1: Liste der Länderspiele der Fußballnationalmannschaft der DDR
2: Liste der Länderspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft

Lediglich ein einziges Länderspiel im Ostseestadion wurde bislang verloren.

Das Finalhinspiel am 7. Mai 1980 während der U-21-Europameisterschaft zwischen der DDR und der UdSSR endete 0:0 Unentschieden und fand vor 15.000 Zuschauern im Ostseestadion Rostock statt.

Die deutsche U-21-Fußballnationalmannschaft trug am 7. September 2012 ein EM-Qualifikationsspiel gegen Weißrussland (3:0) in Rostock aus.

Weitere Sportveranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spielfeld wurde in den Anfangsjahren auch für Feldhandballspiele des SC Empor Rostock genutzt. Auch Leichtathletik wurde im Ostseestadion betrieben, so etwa während der nationalen DDR-Leichtathletik-Meisterschaften 1988. Mehrere Male, letztmals 1980, diente das Stadion zudem als Ankunftsort der Friedensfahrt der Radsportamateure.

Im Mai 2018 fand ein Heimspiel der Rostock Griffins in der GFL 2 Nord (zweite Liga des American Football in Deutschland) im Ostseestadion statt. [37]

Konzerte & Musikveranstaltungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der folgenden Liste sind Konzerte und Musikveranstaltungen, die im Ostseestadion stattfanden, aufgelistet.

Geplant sind Auftritte von Marius-Müller Westernhagen[42], Marteria[43]

Das Ende eines Duos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieter Bohlen, Musiker und Produzent, verkündete am 7. Juni 2003 während eines Konzerts mit seinem Partner Thomas Anders im Rostocker Ostseestadion vor 24.000 Zuschauern das Aus vom erfolgreichsten Pop-Duo Deutschlands: Modern Talking.[38]

Messen, Ausstellungen, Feierlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele verschiedene Räumlichkeiten auf der Westtribüne des Ostseestadions ermöglichen die unterschiedlichsten Veranstaltungen. Die 1.560 Quadratmeter große, geschlossene und mit einer Glasfassade versehende Promenade eignet sich für die Durchführung von Messen und Ausstellungen. Aufgrund eines vorhandenen Lastenaufzugs, können auf der Promenade mitunter Fahrzeugpräsentationen durchgeführt oder anderweitig große Exponate ausgestellt werden. Die Logen im Ostseestadion eignen sich zur Durchführung von Konferenzen, Präsentationen, Kongressen und für betriebliche- oder private Feiern. Der vorhandene Business-Club dient zudem für optimale Bedingungen für erfolgreiche Geschäftsabschlüsse der Inhaber von Logen und der Business-Seats.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ostseestadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FC-Hansa.de: Wertpapierprospekt. Archiviert vom Original am 13. Juni 2013; abgerufen im 19. Juli 2011 (PDF; 7,6 MB).
  2. a b c d e f Vor zehn Jahren - Nach Umbau wird das neue Ostseestadion eingeweiht. In: fc-hansa.de. 4. August 2011, abgerufen am 3. Juni 2018.
  3. a b c stadionwelt.de: Fanszene fordert Umbenennung von Stadion-Haltestelle. 7. Oktober 2016, abgerufen am 16. Juni 2018.
  4. a b c Gert Glaner: Von der Verjünkungskur der maroden Arena bleibt nur das Flutlicht verschont. In: tagesspiegel.de. 14. Dezember 1999, abgerufen am 5. Juni 2018.
  5. a b c d e f g Sönke Fröbe: „DKB? Im Herzen war es immer das Ostseestadion!“ In: ostsee-zeitung.de. 30. April 2015, abgerufen am 10. Juni 2018.
  6. a b Dirk Harten: „Zum Stadionumbau gab es keine Alternative“. In: sportbuzzer.de. 2. Dezember 2015, abgerufen am 16. Juni 2018.
  7. Andreas Hohn: Rostock: Hansestadt im sozialistischen Aufwind. In: Klaus von Beyme u. a. (Hrsg.): Neue Städte aus Ruinen. Deutscher Städtebau der Nachskriegszeit. Prestel-Verlag, München 1992, ISBN 3-7913-1164-6, S. 118, 119
  8. a b c d Oliver Kramer: Da kommen Gefühle hoch. In: nnn.de. 27. Juni 2014, abgerufen am 6. Juni 2018.
  9. a b c d e FC-Hansa.de: Runder Geburtstag: Am 27. Juni 1954 wurde das Ostseestadion eingeweiht. Abgerufen im 7. Dezember 2017.
  10. a b c d Andreas Baingo: FC Hansa Rostock- Wir lieben dich total. Die Club-Chronik, Seite 20, Sportverlag, Berlin 1995, ISBN 3-328-00692-3
  11. Neues Deutschland vom Mi. 15. September 1954, Jahrgang 9, Ausgabe 216, Seite 6
  12. Flutlichtpremiere in Rostock (Seite 5). In: nd-archiv.de. 22. Oktober 1970, abgerufen am 5. Juni 2018.
  13. a b TANI: 60 Jahre Ostseestadion :„Das ist nachher ein Heiligtum“. In: nnn.de. 27. Juni 2014, abgerufen am 15. Juni 2018.
  14. Marie Boywitt: So hell wie in der Champions League. In: nnn.de. 16. August 2016, abgerufen am 5. Juni 2018.
  15. Thomas Sternberg: Hightech für das Benfica-Stadion. In: ostsee-zeitung.de. 21. Februar 2015, abgerufen am 3. Juni 2018.
  16. Hansas neuer Stolz entsteht. In: welt.de. 5. Oktober 2000, abgerufen am 3. Juni 2018.
  17. stadionwelt.de: Attacke auf Stadion. 18. August 2007, abgerufen am 16. Juni 2018.
  18. stadionwelt.de: Logo der DKB-Arena mit Farbbeuteln attackiert. 27. September 2011, abgerufen am 16. Juni 2018.
  19. Unser Ostseestadion
  20. Fromlowitz droht Saisonende, Hansa-Fans protestieren. In: Spiegel Online. 20. Oktober 2007, abgerufen im 9. Dezember 2014.
  21. DKB ermöglicht vorzeitige Umbenennung - Hafen der Kogge heißt wieder Ostseestadion. In: fc-hansa.de. 13. Mai 2015, abgerufen am 3. Juni 2018.
  22. Namenssponsor kommt dem Verein entgegen: Hansa Rostock spielt wieder im Ostseestadion. In: kicker.de. 14. Mai 2015, abgerufen am 16. Mai 2018.
  23. Solaranlage auf DKB-Arena fertig
  24. Thorben: 50 Jahre Bundesliga – das sind die sonnigsten Stadien Deutschlands. In: haus.co. 8. August 2013, abgerufen am 10. Juni 2018.
  25. André Gericke: Ostseestadion: Ein Stück Geschichte wieder da. In: svz.de. 1. August 2014, abgerufen am 16. Juni 2018.
  26. Stadionwelt-business.de: Digitale Bandenwerbung künftig auch im Ostseestadion. Abgerufen im 4. Dezember 2017.
  27. FC-Hansa.de: Digitale Bandenwerbung künftig auch im Ostseestadion: F.C. Hansa Rostock schließt Kooperation mit SportLED. Abgerufen im 4. Dezember 2017.
  28. NNN.de: LED-Banden im Ostseestadion. Abgerufen im 4. Dezember 2017.
  29. DIE KOGGE - Stadionzeitung des F.C. Hansa Rostock e.V. In: fc-hansa.de. Abgerufen am 16. Juni 2018.
  30. Spiegel.de: VfL Wolfsburg ist A-Jugend-Meister 2013. Abgerufen im 3. Juni 2018.
  31. Spiegel.de: Dresden schockiert Rostock im Geisterspiel. Abgerufen im 4. Dezember 2017.
  32. Focus.de: Hansa Rostock gegen Jahn Regensburg nur 0:0. Abgerufen im 4. Dezember 2017.
  33. NDR.de: Hansa Rostock zu "Geisterspiel" verurteilt. Abgerufen im 4. Dezember 2017.
  34. Fußball: DFB-Benefizspiel 2013 möglicherweise in Rostock. In: zeit.de. 15. August 2011, abgerufen im 9. Dezember 2014.
  35.  Oliver Fritsch: DFB-Länderspiel: Mario Gomez und seine Kur in der Provinz. In: zeit.de. 30. Mai 2011, abgerufen im 9. Dezember 2014.
  36. Robert Rosentreter, Günter Simon: Immer hart am Wind. 40 Jahre F.C. Hansa Rostock. Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-504-5, S. 176
  37. GERI: American Football: Griffins tackeln im Ostseestadion | nnn.de. In: svz. (nnn.de [abgerufen am 26. Mai 2018]).
  38. a b Déjà vu: Modern Talkings öffentliche Scheidung. In: spiegel.de. 8. Juni 2003, abgerufen am 16. Juni 2018.
  39. Vor 25 000 Fans: Riesen-Tourauftakt für Helene Fischer. In: bild.de. 3. Juni 2015, abgerufen am 9. Juli 2018.
  40. „Schalala“ mit Schlagerstars: 8000 feierten Party im Rostocker Ostseestadion. In: ostsee-zeitung.de. 22. Mai 2017, abgerufen am 9. Juli 2018.
  41. „Schalala“: Tausende feierten im Ostseestadion. In: ostsee-zeitung.de. 3. Juni 2018, abgerufen am 10. Juli 2018.
  42. Müller-Westernhagen und Rea Garvey 2018 in Rostock. Abgerufen am 26. Mai 2018 (deutsch).
  43. „Heimspiel“ des Jahres: Rostocker Jung’ Marteria kommt im Sommer 2018 … Abgerufen am 26. Mai 2018.