DR 137 240 … 463

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DR 137 240, 462 bis 463
Werkfoto Voith VT 137 240.jpg
Nummerierung: 137 240, 462–463
VT 90 500–501
Anzahl: 3
Hersteller: Waggonfabrik Fuchs, Heidelberg
Baujahr(e): 1936/1939
Ausmusterung: 1960/1944/1962
Achsformel: (A1)(1A)
Gattung: C4
Länge über Kupplung: 22.240 mm / 22.390 mm
Höhe: 3.600 mm
Drehzapfenabstand: 14.500 mm
Drehgestellachsstand: 3.000 mm
Gesamtradstand: 17.500 mm
Kleinster bef. Halbmesser: 150 m
Dienstmasse: 44,0 t
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Installierte Leistung: 2 × 180 PS
Treibraddurchmesser: 900 mm
Laufraddurchmesser: 900 mm
Motorbauart: 8-Zyl.-Boxermotor
vor 1960: 6-Zyl.
Nenndrehzahl: 1.500/min
Leistungsübertragung: hydrodynamisch
Tankinhalt: 525 l
Bremse: Druckluftbremse
Zugbeeinflussung: Sifa
Zugheizung: Luftheizung mit Gasöl
Sitzplätze: 0 / 60

Der Aussichtstriebwagen 137 240 und die drei Jahre später nahezu baugleich ausgeführten 137 462 und 463 waren Dieseltriebwagen der Deutschen Reichsbahn für den Ausflugsverkehr.

Geschichte/Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VT 137 463 auf einer historischen Aufnahme im Bahnbetriebswerk Dresden Pieschen

Nachdem die beiden „Gläsernen Züge“ ET 91 seit 1935 erfolgreich im Einsatz waren, ließ die Deutsche Reichsbahn 1936 beim selben Hersteller, der Waggonfabrik Fuchs in Heidelberg, zum Einsatz auf nicht elektrifizierten Strecken einen Dieseltriebwagen bauen. Als Antriebsmotoren dienten zwei 8-Zylinder-Boxer-Dieselmotoren der DWK mit je 180 PS, die zusammen mit der Kühlanlage und einem Luftverdichter in einem separaten Rahmen schalldämpfend am Untergestell befestigt waren. Die Kraftübertragung erfolgte hydraulisch durch an den Drehgestellrahmen fixierte Strömungsgetriebe von Voith.

Der Wagenkasten bildete zusammen mit den beiden Führerständen einen einzigen Großraum mit breiten Fenstern, die Rückenlehnen der 60 gepolsterten Sitze konnten gewendet werden, so dass alle Fahrgäste in Fahrtrichtung sitzen konnten. Das Dach besaß ein Rollverdeck und eine Dachrand-Verglasung. Die Festigkeit des Rahmens wurde dabei durch eine Fachwerkkonstruktion aus Rohren und Profilen kompensiert. Die beiden Toiletten waren sehr tiefliegend neben den Führertischen angeordnet und hatten ovale Fenster in den Stirnfronten.

1939 wurden zwei weitere Triebwagen gebaut, sie erhielten die Nummern 137 462 und 463.

Die Fahrzeuge waren beim Publikum sehr beliebt, beim Personal weniger: Das Rollverdeck klemmte öfter, und mehrfach traten Motorschäden und Gelenkwellenbrüche auf.

Der 137 462 wurde 1944 bei einem Bombenangriff zerstört. Die beiden verbliebenen Aussichtstriebwagen wurden von der Deutschen Bundesbahn übernommen und als VT 90 500 und 501 geführt. Im Jahr 1953/54 wurden die Fahrzeuge mit neuen Büssing-Dieselmotoren vom Typ U 15 und Druckluft-Scheibenbremsen ausgerüstet. Der VT 90 500 wurde vor allem im Raum Hunsrück und Mosel sowie im Köln/Aachener Umfeld eingesetzt und war in Köln-Nippes beheimatet. Am 13. April 1960 wurde er ausgemustert. In Baden-Württemberg und Oberbayern wurde der zuletzt in Stuttgart beheimatete VT 90 501 eingesetzt und am 22. März 1962 ausgemustert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Strack: 150 Jahre Eisenbahn im Siegtal. Nümbrecht 2010, ISBN 978-3-89909-100-7, S. 319.
  • Rainer Zschech: Triebwagen-Archiv. Transpress Verlagsgesellschaft mbH, Berlin 1970.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]