DSC Hanseat

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DSC Hanseat
Dschanseat.png
Name Dulsberger Sport Club Hanseat von 1899 e. V.
Vereinsfarben rot-schwarz
Gegründet 15. Mai 1899
Vorsitzender Klaus Plochl
Homepage www.dschanseat.de

Der Dulsberger Sport Club Hanseat von 1899 e. V. (kurz: DSC Hanseat) ist ein Sportverein aus Hamburg und hat seinen Sitz im Stadtteil Dulsberg. Seine größten sportliche Erfolge hatte er in den 40er und 50er Jahren, als er unter dem Namen Dulsberger SC Stern-Pfeil zeitweise in der damals dritthöchsten deutschen Spielklasse spielte. Im Sportverein wird neben Fußball für Senioren, Herren und Jugend auch Frauen-Fitness angeboten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dulsberger SC Stern-Pfeil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DSC Hanseat ist ursprünglich aus dem SC Stern von 1899 und dem SC Alemannia 1914 entstanden, die 1933 zum Sport Club Alemannia-Stern Dulsberg fusionierten. Während der Kriegsjahre 1943–1945 bildete der SC Alemannia-Stern wegen fehlenden Sportmaterials eine Kriegssportgemeinschaft mit dem SV West-Eimsbüttel. Im Jahr 1946 erfolgte die Umbenennung in SC Stern-Pfeil 1899. Zeitgleich wuchsen die Sportvereine SK Olivia 1929, SV Wiking 1909 und Hamm 1895 zur Freien Turn- & Sportgemeinschaft (FTuSG) Dulsberg 1895 zusammen, die sich wiederum im Jahr 1948 mit dem SC Stern-Pfeil 1899 zum Dulsberger SC Stern-Pfeil zusammenschloss.

FC Hanseat/SV Wiking[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parallel zu dieser Fusion spaltete sich von der FTuSG Dulsberg 1895 der SV Wiking 1909 ab. Er bestand unter diesem Namen bis ins Jahr 1963, als er zur Saison 1964/65 mit dem FC Hanseat 1928 zum FC Hanseat-Wiking 1909 fusionierte.

DSC Hanseat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem FC Hanseat-Wiking 1909 und dem Dulsberger SC Stern-Pfeil 1899 entstand schließlich zur Saison 1973/74 der heutige Dulsberger SC Hanseat von 1899.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte sportliche Erfolg des späteren DSC Hanseat (damals Dulsberger SC Stern-Pfeil) war die Meisterschaft 1957/58 in der Alster-Staffel Hamburg und der damit verbundene Aufstieg in die damals Verbandsliga genannte dritthöchste deutsche Spielklasse. Insgesamt spielten DSC-Teams seit den 40er Jahren 5 Saisons in der jeweils unterschiedlich benannten 3. Liga. Im gleichen Zeitraum wurden in unterschiedlichen Spielklassen 8 Meisterschaften errungen. Derzeit tritt der DSC Hanseat in der Kreisliga (8. Liga) an.

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bekannteste Sport-Persönlichkeit mit DSC-Wurzeln ist sicher der ehemalige Manager von Werder Bremen und ehemalige Bremer Kultursenator Willi Lemke, der in den 60er Jahren beim Dulsberger SC Stern-Pfeil gegen den Ball trat. Als aktiver Fußballer erfolgreicher war Hans-Jürgen „Ditschi“ Ripp, der vom Dulsberg über Vorwärts Billstedt zum Hamburger SV kam und dort Deutscher Pokalsieger 1976, Europapokalsieger der Pokalsieger 1977 und Deutscher Meister 1979 wurde. In die Jahrhundertelf des FC St. Pauli gewählt wurde Peter „Oschi“ Osterhoff, der sein Dulsberger Team 1958 mit 60 Toren in 22 Spielen fast im Alleingang in die damalige 3. Liga schoss und heute noch der Rekordtorschütze der Paulianer ist. Ebenfalls den Weg vom Dulsberg nach St. Pauli fand der Mittelfeldspieler Gert Wieczorkowski, der für den Kiez-Klub in der Regionalliga Nord, danach für Rot-Weiss Essen in der 1. und 2. Bundesliga spielte. Auch ein zu seiner Zeit sehr bekannter Schiedsrichter hatte Wurzeln auf dem Dulsberg: Gerhard Schulenburg leitete zwischen 1963 und 1974 insgesamt 105 Spiele der 1. Fußball-Bundesliga. Er nahm als Schiedsrichter an der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland teil, war im September 1968 Schiedsrichter des UEFA-Cup-Endspiels zwischen Ferencváros Budapest und Leeds United und hält zusammen mit Albert Dusch den Rekord, dreimal das DFB-Pokalendspiel geleitet zu haben (1959, 1966 und 1970).

Sportanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DSC Hanseat verfügt zurzeit über zwei Sportanlagen: In der Straße Dulsberg-Süd befindet sich ein Rasenplatz. In der Vogesenstraße steht ein Grandplatz zur Verfügung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ralf Hohmann/Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken e. V.: Fußball in Hamburg 1945 bis 1963. Alle Ligen, alle Tabellen, alle Ergebnisse. AGON, Kassel 2007
  • Walter Lang/Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken e. V.: Fußball in Hamburg 1963 bis 1984. Alle Ligen, alle Tabellen, alle Ergebnisse. AGON, Kassel 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]