Deutscher Sparkassen- und Giroverband

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Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V.
(DSGV)
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Rechtsform eingetragener Verein
Sitz Berlin und Bonn
Gründung 1924

Ort Berlin, DeutschlandDeutschland Deutschland
Präsident Helmut Schleweis
Vorstand Karl-Peter Schackmann-Fallis,
Joachim Schmalzl
Mitglieder 12
Website dsgv.de

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV) ist der Dachverband von 12 regionalen Sparkassenverbänden auf Landesebene und gleichzeitig zuständig für die Organisation des Verbundsystems der Sparkassen-Finanzgruppe.

Sitz des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in der Charlottenstraße 47, Ecke Behrenstraße in Berlin-Mitte

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DSGV ist Pendant zum Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken und Bundesverband deutscher Banken. Diese Verbände vertreten als Interessenvertretung jeweils die Interessen ihrer angeschlossenen Mitglieder vor allem bei der Lobbyarbeit, sorgen für einheitlichen Marktauftritt und koordinieren ihre Mitglieder auf Verbandsebene. Die Verbände geben Empfehlungen für verbandseinheitliche Allgemeine Geschäftsbedingungen heraus, sodass diese nicht bundeseinheitlich sind, sondern je nach Verbandszugehörigkeit variieren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Dachverband entstand der DSGV im März 1924 aus der Verschmelzung des 1884 errichteten „Deutschen Sparkassenverbandes“, des 1916 gegründeten „Deutschen Zentral-Giroverbandes“ und des 1921 errichteten „Deutschen Verbandes der kommunalen Banken e. V.“[1] Den bis dahin nur lokal und regional tätigen Sparkasseninstituten eröffnete sich dadurch die Möglichkeit, geschlossen aufzutreten und ihren politischen Einfluss deutlich zu erhöhen. Die drei bisherigen Verbände wurden im März 1924 zur „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sparkassen- und Giroverbände und Girozentralen“ in der Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verschmolzen, die im November 1950 die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e. V.) annahm; ab Februar 1951 hatte der Verein seinen Geschäftssitz in Bonn.[2] Seit Oktober 1953 heißt er Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V. Als Verbandsmitglieder sind diesem Dachverband 12 regionale Sparkassenverbände angeschlossen.

Mit der Einführung einer gemeinsamen Sparkassenwerbung im Jahre 1924 entstand zunächst ein aus den Buchstaben „DSGV“ stilisierter Hermes-Kopf als einheitliches Erkennungszeichen der Sparkassen. Im Auftrag des Verbandes entstand 1938 das „Sparkassen-S“ mit einem Münzeinwurf-Schlitz und einem Punkt als Münze am oberen Rand.[3] Der Grafikdesigner Otl Aicher überarbeitete 1972 das einheitliche Erscheinungsbild für die Sparkassen, wofür er das „Sparkassen-S“ modifizierte und Rot als Hausfarbe der Sparkassen einführte.

In den 1920er Jahren trug der DSGV ö. K.dazu bei, dass sich bei den Sparkassen einheitliche Geschäftsgrundlagen, beispielsweise im Giroverkehr, durchsetzten. Der Verband unterstützte die Sparkassen beim weiteren Ausbau ihrer Geschäftsfelder, vor allem im Wertpapier-, Depositen- und Kreditgeschäft. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der DSGV organisatorisch und personell „gleichgeschaltet“ und als „Wirtschaftsgruppe Sparkassen“ innerhalb der „Reichsgruppe Banken“ dem Reichswirtschaftsministerium unterstellt.[4] DSGV-Präsident Ernst Kleiner, der die „Gleichschaltung“ mitgetragen hatte, musste gleichwohl 1935 aus dem Amt scheiden. Seine Nachfolge trat Johannes Heintze an, ein hoher Beamter aus dem Reichswirtschaftsministerium. Er starb 1945 in sowjetischer Haft. Seit Februar 1951 ist der DSGV in Bonn ansässig.[5]

Unter seinem ersten Präsidenten Fritz Butschkau stellte der DSGV e. V. in der Zeit des Wiederaufbaus in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1953 und 1967 die Themen Geldwertstabilität und Inflationsbekämpfung in den Mittelpunkt seiner Arbeit.[6] Unter Butschkaus Nachfolger Ludwig Poullain begann 1967 die Ära der zunehmenden Marktorientierung der Sparkassen. Professionalisierung und Automatisierung des Sparkassenbetriebs machten große Fortschritte.[7] Im Jahre 1971 bezog der DSGV ein neuerrichtetes Verwaltungsgebäude in Bonn, das 1992 erweitert wurde.

Noch in der Umbruchzeit 1989/90 knüpfte der Verband unter seinem seit 1972 amtierenden Präsidenten Helmut Geiger Kontakte zur Sparkassenorganisation der DDR und unterstützte diese bei der Transformation der ostdeutschen Sparkassen in moderne Geldinstitute. Zeitgleich mit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Teilstaaten trat im Herbst 1990 die gesamtdeutsche Sparkassen-Finanzgruppe ins Leben.[8] Auf den Sparkassentagen von 1995 („Verantwortung in Gesellschaft und Region“) und 1998 („Zukunft Europa – Standort: hier“) unterstrich Horst Köhler – DSGV-Präsident von 1993 bis 1998 – die Zukunftsfähigkeit der Sparkassen-Finanzgruppe im Wettbewerb und hob die regionale Verantwortung sowie die Positionierung der Sparkassen in Europa hervor.[9] Bereits im Sommer 1999 hatte der Verband begonnen, seine Geschäftsstelle wieder nach Berlin zu verlagern. In der Amtszeit von Dietrich H. Hoppenstedt kam im Juni 2001 eine Verständigung mit der EU-Kommission über die Änderung der Haftungsgrundlagen für Sparkassen und Landesbanken zustande (Brüsseler Konkordanz). Auf ihrer Basis entfiel im Juli 2005 die Gewährträgerhaftung für neue Verbindlichkeiten der Institute und die Anstaltslast wurde ersetzt.[10]

In die Präsidentschaft von Heinrich Haasis, der Hoppenstedt 2006 nachfolgte, fiel die internationale Finanzmarktkrise, deren Kulminationspunkt 2008 der Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers war. Aufgrund ihrer regionalen Verwurzelung, ihrer engen Verflechtung mit der Realwirtschaft und weitgehenden Unabhängigkeit von den internationalen Kapitalmärkten erwiesen sich die deutschen Sparkassen als ein Stabilitätsanker in der Krise. 2007 organisierte der DSGV den Kauf der Landesbank Berlin und ihrer Tochtergesellschaft Berliner Sparkasse durch die Sparkassen. Dadurch gelang es, eine Privatisierung der Sparkasse in der deutschen Hauptstadt zu verhindern.[11][12] Von 2012 bis Ende November 2017 stand Georg Fahrenschon an der Spitze des DSGV.[13]

Im Sommer 1999 zog der Verband von Bonn nach Berlin um. In Bonn verblieben die zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen der Sparkassen-Finanzgruppe: die Management-Akademie der Sparkassen-Finanzgruppe, die Wissenschaftsförderung, die Eberle-Butschkau-Stiftung sowie die eigene, staatlich anerkannte Hochschule. In der Nähe Berlins ist der DSGV seit 1997 Eigentümer von Schloss Neuhardenberg, 2001 übertrug er der Stiftung Schloss Neuhardenberg GmbH die Verantwortung für das Veranstaltungsprogramm, das Tagungsgeschehen und den Hotelbetrieb.[14]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Eigenschaft als Dachverband übernimmt der DSGV die Interessenvertretung der öffentlich-rechtlichen Sparkassen, der Landesbanken-Konzerne und der DekaBank sowie von Landesbausparkassen, Erstversicherergruppen der Sparkassen und zahlreichen weiteren Finanzdienstleistungsunternehmen. Der DSGV organisiert die Willensbildung innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe und ihre markt- und betriebsstrategische Ausrichtung – von der Produktentwicklung und -abwicklung, über Risikomanagement und Gesamtbanksteuerung bis zum Karten- und Zahlungsverkehr und ganzheitlichen Beratungsansätzen für alle Kundensegmente. Außerdem verwaltet der DSGV die Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen sowie den Sicherungsfonds der Landesbausparkassen, die Teil des nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) anerkannten institutsbezogenen Sicherungssystems sind. Der DSGV ist Rechtsträger des nach § 43 EinSiG als Einlagensicherungssystem anerkannten institutsbezogenen Sicherungssystems der Sparkassen-Finanzgruppe (Institutssicherung der Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen) und übernimmt für die angehörenden Institute die Entschädigung der Gläubiger nach Maßgabe der §§ 5 bis § 16 EinSiG und damit die Aufgabe der Einlagensicherung.

Außerdem vertritt der DSGV als Verbundpartner die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe auf nationaler und internationaler Ebene und legt die strategische Ausrichtung des Verbundsystems fest, so etwa das gemeinsame Corporate Design. Der DSGV ist auch Rechtsinhaber aller nationalen und internationalen Kollektivmarken der Sparkassen-Finanzgruppe in seiner Eigenschaft als Markenverband.[15]

Der Verband ist Herausgeber der seit 1924 erscheinenden Sparkassenzeitung, die im Deutschen Sparkassenverlag gedruckt wird. Der DSGV ist Mitglied des Weltinstituts der Sparkassen (Genf) und der Europäischen Sparkassenvereinigung (Brüssel).[16]

Rechtsfragen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organe des Verbandes sind gemäß Satzung der Vorstand und die Mitgliederversammlung. Der Vorstand mit einem hauptamtlichen Präsidenten ist oberstes Entscheidungsorgan des Verbandes in Angelegenheiten, in denen nicht die Mitgliederversammlung zuständig ist. Er bestimmt die Linien der Verbandspolitik auf allen Gebieten des Sparkassen- und Girowesens. Die Mitgliederversammlung wählt und entlastet den Vorstand und ist für die Festlegung der Mitgliedsbeiträge und die Genehmigung der Jahresrechnung zuständig.[17] Zweck des Verbandes ist der Satzung zufolge die Förderung der gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder und der angeschlossenen Sparkassen durch Beratung und Erfahrungsaustausch. Der Verband vertritt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe auf nationaler und auf internationaler Ebene. Dem Verband obliegt die Festlegung der strategischen Ausrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe.

Der Österreichische Sparkassenverband und der Verband Schweizerischer Kantonalbanken sind außerordentliche Mitglieder des DSGV, umgekehrt ist der DSGV auch ein außerordentliches Mitglied bei den beiden Verbänden in Österreich und der Schweiz. Der DSGV vertritt darüber hinaus die Sparkassen-Finanzgruppe in den internationalen Sparkassengremien, beispielsweise in der Europäischen Sparkassenvereinigung in Brüssel und beim Weltinstitut der Sparkassen.

Körperschaft des öffentlichen Rechts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen Namensgleichheit leicht zu verwechseln ist der DSGV e. V. mit dem „Deutscher Sparkassen- und Giroverband Körperschaft des öffentlichen Rechts“ (DSGV öK), der seit Juni 2011 zusammen mit der „Deka Erwerbsgesellschaft mbH & Co. KG“ Träger der DekaBank Deutsche Girozentrale ist, einer bundesunmittelbaren Anstalt des öffentlichen Rechts und Verbundpartner in der Sparkassen-Finanzgruppe. Am 8. Juni 2011 schieden die bisher an der DekaBank Deutsche Girozentrale ebenfalls beteiligten Landesbanken als Gesellschafter aus.[18] Pflichtmitglieder des DSGV öK sind die 12 regionalen Sparkassenverbände. Der DSGV öK ist nach § 1 Abs. 1 seiner Satzung ein Zusammenschluss der Regionalverbände einschließlich der Landesbank Berlin Holding AG.[19] Satzungsmäßige Aufgabe des DSGV öK ist die Förderung des Sparkassenwesens.

Verbandsdaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband repräsentiert die Sparkassen-Finanzgruppe, die aus rund 540 Unternehmen besteht, darunter 385 Sparkassen mit über 13.000 Geschäftsstellen und 209.588 Mitarbeitern (Stand: 31. Dezember 2018).[20] Insgesamt arbeiten in der Sparkassen-Finanzgruppe 312.800 Personen. Sie hat ein Geschäftsvolumen von 2.840 Mrd. €. Das macht die Sparkassen-Finanzgruppe zur größten kreditwirtschaftlichen Gruppe Europas (Stand: 31. Dezember 2017).[21]

Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die staatlich anerkannte Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe in Bonn bietet die Möglichkeit eines Bachelor- und MBA-Studiums. Das Studium richtet sich an Nachwuchskräfte der Finanzwirtschaft.
  • Die Management-Akademie ist die zentrale Weiterbildungsstätte der Sparkassen-Finanzgruppe und übernimmt verbandspolitische Aufgaben im Bereich Personalwirtschaft und Personalentwicklung.
  • Die Wissenschaftsförderung initiiert und vertieft den Dialog zwischen der Wissenschaft und der Sparkassen-Finanzgruppe. Dabei unterstützt sie die Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Geld-, Bank- und Börsenwesens sowie der Sparkassengeschichte und fördert dabei den Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Praxis.
  • Die Sparkassen Rating und Risikosystem GmbH unterstützt mit Methoden und Verfahren für das Risikomanagement, für die Kapitalplanung und Risikotragfähigkeitsberechnung sowie in den Themen Meldewesen und Internes Reporting.[22]
  • Der Europaservice der Sparkassen-Finanzgruppe bietet für kleine und mittlere Unternehmen Informationen und Beratung über den Europäischen Binnenmarkt, dessen wirtschaftliche, rechtliche und soziale Auswirkungen sowie seine künftige Erweiterung – in allen Fragen, die für Unternehmen interessant sind. Der EuropaService ist eine Einrichtung für Kunden und Institute der Sparkassen-Finanzgruppe. Er kooperiert mit der EU-Kommission und deren „Enterprise Europe Network“ aus 500 Einrichtungen in 40 Ländern.
  • Sparkassenstiftung für internationale Kooperation e. V. mit Sitz in Bonn: Die Sparkassenstiftung konzentriert sich hauptsächlich auf sechs Projekttypen:
    • Entwicklung von Retailbanken, z. B. im Bereich Risikomanagement.
    • Kreditlinien für KMU („Down-scaling“), z. B. German-Azerbaijanian Fund in Aserbaidschan.
    • Mikrofinanz, z. B. Transformation von unregulierten Mikrofinanzinstitutionen in formelle (Mikrofinanz-)Banken.
    • Personalentwicklung und Training, z. B. Gründung von Bankakademien, die Entwicklung von Curricula und Trainingskursen und die Organisation von Seminaren und Konferenzen (Bankenplanspiele).
    • Finanzsektorentwicklung, z. B. Beratung von Mikrofinanzverbänden und Zentralbanken.
    • Finanzielle Grundbildung und Sparmobilisierung, z. B. Einführung des Weltspartages und begleitender Aktionen.
  • Beratungsdienst Geld und Haushalt: Unterstützt Verbraucher bei der privaten Finanzplanung mit kostenlosen Angeboten. Ziel ist die Vermittlung von finanzieller Bildung und Prävention vor Überschuldung.
  • Stiftung Schloss Neuhardenberg
  • Schlichtungsstelle

Sparkassen-Finanzgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparkassen-Finanzgruppe besteht aus mehreren Regionalverbänden, Verbundpartnern und Servicegesellschaften.

Regionale Sparkassen- und Giroverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionale Sparkassen- und Giroverbände in Deutschland
Die deutschen Sparkassen- und Giroverbände und deren angehörende Sparkassen
  1. Sparkassenverband Baden-Württemberg (SVBW, Sitz: Stuttgart)
  2. Sparkassenverband Bayern (SVB, Sitz: München)
  3. Sparkassenverband Berlin (SV Berlin, Sitz: Berlin)
  4. Hanseatischer Sparkassen- und Giroverband (HSGV, Sitz: Hamburg)
  5. Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen (SGVHT, Sitz: Frankfurt am Main und Erfurt)
  6. Sparkassenverband Niedersachsen (SVN, Sitz: Hannover)
  7. Ostdeutscher Sparkassenverband (OSV, Sitz: Berlin)
  8. Rheinischer Sparkassen- und Giroverband (RSGV, Sitz: Düsseldorf)
  9. Sparkassenverband Rheinland-Pfalz (SVRP, Sitz: Budenheim)
  10. Sparkassenverband Saar (SV Saar, Sitz: Saarbrücken)
  11. Sparkassenverband Westfalen-Lippe (SVWL, Sitz: Münster)
  12. Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein (SGVSH, Sitz: Kiel)

Insgesamt gibt es 12 Regionalverbände in der Sparkassen-Finanzgruppe mit 2.698 Mitarbeitern.

Landesbanken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

6 Landesbanken (ohne DekaBank Deutsche Girozentrale) (Stand: 31. Dezember 2017); Mitarbeiter (In- und Ausland) ca. 34.836 (Stand: 31. Dezember 2017).

Ehemalige Landesbanken

Landesbausparkassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

8 Landesbausparkassen(LBS), Mitarbeiter ca. 6.918 (Stand: 31. Dezember 2017).

  1. LBS Bayerische Landesbausparkasse (LBS Bayern)
  2. Landesbausparkasse Hessen-Thüringen (LBS He.-Thü.)
  3. LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin-Hannover (LBS Nord)
  4. LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG (LBS Ost)
  5. LBS Landesbausparkasse Saar (LBS Saar)
  6. LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG (LBS SHH)
  7. LBS Landesbausparkasse Südwest
    (Die LBS Baden-Württemberg und die LBS Rheinland-Pfalz sind fusioniert zur LBS Südwest[23])
  8. LBS Westdeutsche Landesbausparkasse (LBS West inkl. die ehemalige LBS Bremen[24])

Sparkassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

385 Sparkassen mit rund 210.000 Mitarbeitern in über 13.000 Geschäftsstellen (Stand: 31. Dezember 2018)[25]

Öffentliche regionale Erstversicherer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11 Institute, Mitarbeiter ca. 30.000.[26]

DekaBank Deutsche Girozentrale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DekaBank Deutsche Girozentrale, Zentraler Asset Manager der Sparkassen-Finanzgruppe, rund 4,7 Millionen betreute Depots, Total Assets 276 Mrd. Euro (Stand 31. Dezember 2018).

Sparkassen Broker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sparkassen Broker (S Broker AG & Co. KG), Zentraler Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe

Deutsche Leasing Gruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finanz Informatik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DSV-Gruppe, zentraler Produkt- und Lösungsanbieter in der Sparkassen-Finanzgruppe

Gesellschaftliches Engagement der Sparkassen-Finanzgruppe und des DSGV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie die Sparkassen engagiert sich der Deutsche Sparkassen- und Giroverband auf unterschiedlichste Weise für das Gemeinwohl. In ihrem "Bericht an die Gesellschaft"[27] belegt die Sparkassen-Finanzgruppe ihre Beiträge für die nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Mit ihrer unternehmerischen Haltung, ihren Produkten und gesellschaftlichen Initiativen engagiert sie sich – ihrem öffentlichen Auftrag folgend – vor Ort in vielschichtiger Weise. Für die Sparkassen steht ihr jeweiliges Geschäftsgebiet im Fokus der Förderung.

Gefördert werden Vereine aus Kunst, Sport und Kultur, Umwelt- und Sozialprojekte sowie Einrichtungen zur akademischen und wirtschaftlichen Weiterbildung[28], wie z. B. der Finanzberatungsdienst „Geld und Haushalt“ oder das Planspiel Börse. Des Weiteren gibt es in der Sparkassen-Finanzgruppe zahlreiche Stiftungen, die bestimmte Projekte fördern. Partner für die Institute und Stiftungen der Sparkassen-Finanzgruppe bei der Kulturförderung ist regelmäßig der Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

Beispiele für bisherige und laufende Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 2006 fördert die Sparkassen-Finanzgruppe die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, seit 2011 ist sie Hauptförderer; ebenso ist sie seit 2011 Hauptförderer der Staatlichen Museen zu Berlin[29].
  • Im Jubiläumsjahr des Bauhauses unterstützt die Sparkassen-Finanzgruppe zahlreiche Einzelvorhaben, Veranstaltungen und Reihen[30]
  • In Schloss Neuhardenberg hat die Sparkassen-Finanzgruppe ein Zentrum für Kunst und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaftsethik eingerichtet.
  • Von Beginn an unterstützt die Sparkassen-Finanzgruppe den Wettbewerb "Jugend musiziert" auf allen drei Wettbewerbsebenen, seit 1991 ist sie Hauptsponsor[31]
  • Unter dem Motto „Erleben ist einfach“ war die Sparkassen-Finanzgruppe im Jahr 2017 Hauptförderer der Documenta 14 in Kassel und der Skulptur.Projekte Münster, außerdem war sie Partner des Deutschen Pavillons auf der 57. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia
  • Der Verein war Hauptsponsor der RUHR.2010 und ergänzte das Kulturprogramm durch die "Ruhrblicke".

Olympia Partner Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als „Olympia Partner Deutschland“ unterstützt die Sparkassen-Finanzgruppe seit 2008 die deutsche Olympiamannschaft. Seit 2012 werden auch die paralympischen Mannschaften unterstützt. Im Fokus stehen auch die Nachwuchsförderung von jungen Sportlern und der Breitsport. Mit rund 90 Millionen Euro ist die Sparkassen-Finanzgruppe der größte nicht-staatliche Sportförderer in Deutschland.[32]

Bericht an die Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2014 hat der Deutsche Sparkassen- und Giroverband den ersten Bericht an die Gesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe vorgelegt. Ziel des Berichts ist die Förderung der nachhaltigen Entwicklung in Deutschland sowie eine bessere Wahrnehmung des Engagements von öffentlich-rechtlichen Sparkassen. In Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung war die Sparkassen-Finanzgruppe der erste kreditwirtschaftliche Verbund in Deutschland, der mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex kooperierte. Für die Sparkassen wurde ein eigenes Indikatoren-System zur Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt und wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung anerkannt. Anhand von 61 Indikatoren können die Sparkassen ihre Beiträge für eine nachhaltige Entwicklung und ihre Leistungen zur Erfüllung des öffentlichen Auftrags abbilden.[33]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung. Zudem ist der DSGV außerordentliches Mitglied des Österreichischen Sparkassenverbands und des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken. Im Gegenzug sind beide Verbände ebenfalls außerordentliche Mitglieder des DSGV.[34]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henner Schierenbeck (Hrsg.), Bank- und Versicherungslexikon, 1994, S. 75
  2. Peter Linder, Verbände der privaten Banken und der Sparkassen Deutschlands, 1968, S. 46
  3. Christian Thiemann, Rechtsprobleme der Marke Sparkasse, 2008, S. 52
  4. Hans Pohl/Bernd Rudolph/Günther Schulz, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der deutschen Sparkassen im 20. Jahrhundert, 2005, S. 160 ff.
  5. Jürgen Mura, Entwicklungslinien der deutschen Sparkassengeschichten, 1987, S. 58 ff.
  6. Thorsten Wehber, Fritz Buschkau, in: Hans Pohl (Hrsg.): Deutsche Bankiers des 20. Jahrhunderts. 2008, S. 35 ff.
  7. Hans Pohl/Bernd Rudolph/Günther Schulz, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der deutschen Sparkassen im 20. Jahrhundert, 2005, S. 336 ff.
  8. Hans-Georg Günther/Walter Geiger, Neugestaltung des ostdeutschen Sparkassenwesens 1990–1995, 1998, S. 45 ff., 155 ff.
  9. Horst Köhler, Deutsche Sparkassenorganisation: Verantwortung in Gesellschaft und Region, Deutscher Sparkassentag 1995 in Hannover, 1995, S. 205 ff.
  10. Hans-Peter Burghof, Auslaufen der Gewährträgerhaftung für Sparkassen und Landesbanken, in: Dieter Lindenlaub/Carsten Burhop/Joachim Scholtysek (Hrsg.), Schlüsselereignisse der deutschen Bankengeschichte, 2013, S. 464 ff.
  11. Norbert Schwaldt: Sparkassen übernehmen die Landesbank Berlin. In: Die Welt, 16. Juni 2007
  12. Sparkassen kaufen LBB
  13. Fahrenschon legt Präsidentenamt nieder. Abgerufen am 11. Dezember 2017.
  14. Geschichte von Schloss Neuhardenberg/
  15. vgl. § 5 Markensatzung des DSGV
  16. Henner Schierenbeck (Hrsg.), Bank- und Versicherungslexikon, 1994, S. 75
  17. Henner Schierenbeck (Hrsg.), Bank- und Versicherungslexikon, 1994, S. 76
  18. Deutscher Sparkassen- und Giroverband KöR, Pressemitteilung Nr. 55 vom 8. Juni 2011
  19. Sie gilt nach § 3 Abs. 5 Satz 1 des Berliner Sparkassengesetzes als eigener Regionalverband.
  20. Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V.: Pressemitteilung zur Bilanzpressekonferenz der Sparkassen-Finanzgruppe. Abgerufen am 18. April 2019 (deutsch).
  21. PDF-Dokument: "Die Sparkassen-Finanzgruppe in Zahlen 2017"
  22. S-Rating und Risikosystem GmbH
  23. Größte Landesbausparkasse Deutschlands gestartet, abgerufen am 24. Januar 2019
  24. LBS West übernimmt LBS Bremen, abgerufen am 22. August 2014.
  25. Sparkassen. In: dsgv.de. Abgerufen am 18. April 2019.
  26. Verband öffentliche Versicherer
  27. "Im Auftrag der Gesellschaft"
  28. Pressemitteilung: Sparkassen-Finanzgruppe fördert das Gemeinwohl im Jahr 2018 mit 422 Mio. Euro
  29. DSGV, Museumskooperationen
  30. Sparkasse.de: 100 Jahre Bauhaus
  31. Musikförderung der Sparkassen-Finanzgruppe
  32. dsgv.de
  33. DSGV, Unsere Verantwortung an die Gesellschaft
  34. Schweizer Kantonalbanken werden Mitglieder des DSGV. dsgv.de, abgerufen am 22. August 2014.