DaWanda

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DaWanda GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 3. Dezember 2006
Sitz Berlin, Deutschland
Leitung Claudia Helming, Niels Nüssler, Michael Pütz[1]
Mitarbeiter 141 (2014)[2]
Umsatz 11,7 Mio € (2014)[2]
Branche Online-Handel
Website www.dawanda.com
Stand: 20. Mai 2016 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2016

DaWanda ist ein deutsches E-Commerce-Online-Portal, auf dem selbstgefertigte Produkte zum Kauf angeboten werden. Dazu gehören Kleidung, Schmuck, Accessoires, Taschen, Babyartikel, Spielzeug, Material und Möbel. Seit 2015 bietet die Plattform auch ein DIY-Portal mit Do-it-yourself-Anleitungen und Materialien.

DaWanda.com ist seit 2006 online und war 2011 der größte Online-Marktplatz für selbstgemachte Produkte in Deutschland.[3][4] Derzeit sind über 360.000 Hersteller und 6,9 Millionen Nutzer auf dem Portal angemeldet. Insgesamt werden ca. 5,9 Millionen Produkte gehandelt, jeden Tag kommen circa 15.000 neue hinzu.[5][6]

Seit dem Start der Plattform ist DaWanda neben Deutsch auf Französisch und Englisch verfügbar. Im Sommer 2012 wurde die Plattform im Zuge einer Internationalisierung in weiteren Sprachen gelauncht. Die DaWanda GmbH hat ihren Hauptsitz in Berlin und Zweigstellen in Spanien und Polen (Stand 2017).[7]

Vorbild[7] sowie Hauptwettbewerber in Deutschland ist etsy, ein US-amerikanisches Unternehmen, das seit 2005 auf dem Markt ist und seit 2011 eine deutsche Version seiner Seite betreibt.[8] Ein weiterer wichtiger Konkurrent ist Amazon Handmade.[7]

Geschäftsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Internetunternehmen wurde im Jahr 2006 von Claudia Helming und Michael Pütz gegründet, die als Geschäftsführer tätig sind.[9] Die Käufer erwerben die Produkte über die Website direkt vom Hersteller. Im Gegensatz zu Portalen wie eBay dürfen auf DaWanda nur handgemachte, individualisierte, aufgearbeitete, restaurierte, veredelte oder nach Maß angefertigte Produkte vertrieben werden sowie hochwertige industrielle Produkte, die mindestens 20 Jahre alt sind („Vintage-Artikel“).[10]

DaWanda erhielt für jedes verkaufte Produkt eine Provision in Höhe von 5 Prozent des Verkaufspreises (ohne Versandkosten). Zum 16. Januar 2017 ist die Verkaufsprovision auf 9,5 Prozent gestiegen.[11][12] Hinzu kommt eine Einstellgebühr zwischen 10 und 30 Cent, abhängig vom Preis des Produktes.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 verzeichnete der Online-Marktplatz zwar erstmals schwarze Zahlen und erzielte 2011 laut Medienberichten einen Umsatz von bis zu 5 Millionen Euro, allerdings wies das Unternehmen laut Bilanzbericht in den Jahren 2012 (4,9 Mio.) und 2013 (3,5 Mio.) insgesamt rund 8,4 Millionen Euro Verluste auf. Laut DaWanda soll im Jahr 2014 auch ein Minus erwirtschaftet worden sein.[13][4] In einer Finanzierungsrunde im November 2011 erhielt das Unternehmen vier Millionen Euro Wachstumsfinanzierung durch die Venture-Capital-Gesellschaften Vorwerk Direct Selling Ventures und Piton Capital. Weitere Gesellschafter des Unternehmens sind, neben Helming und Pütz, Holtzbrinck Ventures, Team Europe Ventures, der European Founders Fund und Point Nine Capital. 2012 plante DaWanda in anderen europäischen Ländern Büros zu eröffnen.[13][4][14]

Im Januar 2015 übernahm der US-Investor Insight Venture Partners das Ruder, der auch bei Kleiderkreisel stark investiert hat. Vorwerk Ventures und Holtzbrinck Ventures sind bei DaWanda im Rahmen dieser Übernahme ausgestiegen. Insight Venture Partners hielt danach 55,7 Prozent am Unternehmen.[15] Im April 2016 wurde DaWanda bei StartupRanking auf den Platz 3 in Deutschland eingestuft.[16]

2016 machte die Firma einen Verlust von 4,2 Millionen Euro vor Steuern.[7] Mitte 2017 gab DaWanda bekannt, 60 von 230 Mitarbeitern zu entlassen.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. dawanda.com: Impressum
  2. a b Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014
  3. Lisa Nienhaus: Internetshops für Individualisten: Ich kauf's mir lieber selbstgemacht. In: Frankfurter Allgemeine. Wirtschaft, 21. Februar 2011.
  4. a b c NZZ am Sonntag, Ziegert, Susanne, 18. Dezember 2011, S. 36.
  5. [1] Informationen Unternehmenswebsite Presseportal
  6. Christine Imlinger: Dawanda: Die Renaissance des Bastelns. auf: Die Presse.com, 17. Dezember 2011.
  7. a b c d e heise online: DaWanda entlässt 25 Prozent seiner Mitarbeiter. 1. Juli 2017, abgerufen am 3. Juli 2017.
  8. Martin Weigert: Etsy startet in Deutschland und trifft auf DaWanda. auf: netzwertig.com, 13. September 2011.
  9. Was machen die denn? Vier Berufstätige aus der IT-Branche berichten von ihren Jobs und geben Tipps für Einsteiger – als Onlinegründerin, Programmierer oder Imageberater. auf: Zeit online. 1. März 2012.
  10. Richtlinien auf Dawanda.de
  11. Preisliste auf Dawanda.de
  12. Dawanda erhöht Verkaufsprovision um 90 Prozent, auf Internetworld.de am 16. Dezember 2016
  13. a b Handelsblatt Nr. 241, Metzger, Susanne, 13. Dezember 2011, S. 22.
  14. Lukas Zinnagl: DaWanda secures €4 million to go international. auf: TechCrunch. 30. November 2011.
  15. Hannah Scherkamp: Insight Venture Partners übernimmt Mehrheit an DaWanda, Gründerszene.de, 22. Januar 2015
  16. startupranking.com: Top - Germany