Da geht noch was

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Filmdaten
Originaltitel Da geht noch was
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
JMK 0[2]
Stab
Regie Holger Haase
Drehbuch Jens-Frederik Otto,
Florian David Fitz
Produktion Viola Jäger,
Harald Kügler
Musik Andy Groll
Kamera Gerhard Schirlo
Schnitt Ueli Christen
Besetzung

Da geht noch was ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 2013 des Regisseurs Holger Haase mit Florian David Fitz und Henry Hübchen in den Hauptrollen. Der Film ist in Deutschland am 12. September 2013 in den Kinos angelaufen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Conrad wurde von seinem Vater Carl immer nur angetrieben und nie wirklich liebevoll behandelt, sodass er die Besuche bei seinen Eltern auf ein Minimum beschränkt. Allerdings erfährt Conrad dieses Jahr zum Geburtstag seiner Mutter Helene, dass diese sich von seinem Vater getrennt hat, und sie bittet Conrad, einen Umschlag ins Haus zu bringen. Im Haus seiner Eltern stapeln sich Bierdosen und andere Abfälle, da Conrads Vater sich gehen lässt. Und obwohl Conrad mit seiner Frau Tamara und Sohn Jonas in den Urlaub will, hilft er zuerst seinem Vater, da dieser in den für Conrad gebauten und jetzt leeren Pool gefallen ist. Während dieser Zeit trifft Jonas auf die Nachbarin Kim, die in seinem Alter ist und ihm Vorwürfe macht, dass er sein Versprechen nicht gehalten hat, da er seit fünf Jahren seine Großeltern im Sommer nicht besucht hat, um auch sie zu treffen.

Als Conrad und Jonas vom Flughafen in den Urlaub fliegen wollen, ist ihr Auto abgeschleppt und Carl muss sie fahren. Beim Check-In auf dem Flughafen sehen die drei jedoch Helene, wie sie einen anderen Mann abholt. Daraufhin pflegt Conrad den angeschlagenen Carl weiter. Auch besucht er seine Mutter in ihrer neuen Wohnung und lernt dabei Arno, den neuen Mann an ihrer Seite kennen. Conrad erfährt außerdem, dass seine Mutter unheilbar erkrankt ist und nur noch etwa ein halbes Jahr leben wird. Jedoch will Helene dieses nicht mit dem ich-fixierten Carl verbringen und hat im Internet dadurch Arno kennengelernt.

Conrad besorgt daraufhin für seinen Vater ebenfalls einen Computer, sodass dieser auch die Möglichkeit hat, eine neue Frau kennenzulernen. Am Abend erinnert sich Conrad an den Umschlag für seinen Vater, den dieser bisher nicht gefunden hat, und öffnet ihn. Darin ist ein Schmalfilmband seiner Mutter, das er sich anschaut. Es enthält Aufnahmen des jungen, liebevollen Carl, der seinem Sohn hilft und wie er seiner Frau den Heiratsantrag macht. Berührt von diesen vergessenen Bildern will Conrad seinem Vater helfen und kontaktiert über das Internet über den pseudonymisierten Namen Carls Helene. Später erzählt sie Conrad von dem interessanten Mann und dass sie sich mit ihm treffen möchte. Beim Treffen im Restaurant kommt es allerdings zum Streit zwischen Helene und Carl, sodass Conrad enttäuscht Carl den wahren Grund für die Trennung erzählt: die Krankheit.

Auch bei Tamara liegen die Nerven blank, da Conrad ihr mitteilen muss, dass er und Jonas nicht in den Urlaub nachkommen werden. Währenddessen hat Jonas zur Beschäftigung den leeren Pool ausgefegt und mit Wasser gefüllt, um Kim beim Schwimmen beeindrucken zu können. Jedoch steht plötzlich Tamara da und sieht, dass es Jonas und Conrad bei dem veränderten Carl gutgeht. Enttäuscht reist sie ab und Conrad muss feststellen, dass er wie sein Vater denkt, obwohl er dies immer verhindern wollte.

Zur Aussöhnung mit den Frauen wollen Carl, Conrad und Jonas zelten fahren. Und um Helene zu überzeugen, zeigt Carl ihr den Schmalfilm, auch um ihr zu signalisieren, dass er dies nicht vergessen hat. Auch Tamara erhält von Conrad eine E-Mail und überzeugt sie offensichtlich, doch zu kommen. Tags darauf am Busbahnhof kommen jedoch nur Kim und Helene, sodass sie nur zu fünft fahren. Jonas schickt seiner Mutter Tamara jedoch die GPS-Koordinaten, sodass diese mit dem Taxi nachkommt. Nach der Aussöhnung mit Conrad erfährt man aus dem Off, dass Helene im gleichen Jahr am 25. Dezember stirbt und sie jedoch die Aussöhnung zwischen Vater und Sohn geschafft hat.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Botschaft des Films ist einfach und daher umso gültiger: Da geht noch was. Was so viel heißt wie, es ist nie zu spät für einen Neuanfang. Man muss nur die eigenen Grenzen überwinden.“

Tatjana Niezel: filmreporter.de[3]

„In ‚Da geht noch was!‘ werden fast schon mühelos die männlichen Vertreter aus drei Generationen zu einer stimmigen Einheit verschmolzen. Die Charaktere, die einzeln betrachtet eher unsympathisch wirken, sind im Zusammenspiel einfach herrlich und kreieren eine wahrlich familiäre Atmosphäre. Zuschauer jeden Alters werden in diesem Film eine Bezugsperson finden.“

Dirk Roos, filmfutter.com[4]

„Zugegeben: Die überraschungsfreie Geschichte ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, denn wer will heute schon noch einen Film über die Nöte eines Yuppies sehen? Doch die beiden Hauptdarsteller Florian David Fitz und Henry Hübchen – sie spielten übrigens schon in Fitz' Jesus liebt mich-Geschichte zusammen – haben durchaus eine Menge Szenen, in denen sie perfekt den ganz alltäglichen Vater-Sohn-Konflikt treffend charakterisieren. Vor allem Hübchen als ewig nörgelnder Vater sorgt für viele Lacher. Die Inszenierung indes kommt über TV-Niveau nicht hinaus.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Da geht noch was. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2013 (PDF; Prüf­nummer: 139 514 K).
  2. Alterskennzeichnung für Da geht noch was. Jugendmedien­kommission.
  3. Tatjana Niezel: Da geht noch was: Filmkritik. filmreporter.de. Abgerufen am 29. August 2013.
  4. „Da geht noch was!“ Filmrezension, von Dirk Roos auf filmfutter.com
  5. Da geht noch was. In: prisma.de. prisma-Verlag, abgerufen am 20. September 2017.