Dachzelt

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Dachzelt mit Seitenausleger
Dachzelt, geöffnet
Dachzelt, geschlossen

Dachzelte sind spezielle Zelte für Automobile. Sie sind häufig komplett mit Matratze und Innenbeleuchtung (Kabel mit Stecker für den Zigarettenanzünder) ausgestattet und heutzutage meist in wenigen Sekunden durch Gasdruckfedern, oder einen Kurbelmechanismus aufgestellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen Autohome im italienischen Rivarolo Mantovano fertigte ab 1958 die ersten Dachzelte für Kraftfahrzeuge.[1] In der DDR gab es schon sehr frühzeitig ein sehr einfaches Dachzelt für den Trabant, nach dem Hersteller offiziell als Müller – Autodachzelt bezeichnet (im Volksmund Pension Sachsenruh oder Leinwand-Villa[2]). Heutzutage ähneln Dachzelte meist einer großen Dachbox; Die Schale des Dachzelts wird einfach aufgestellt, und dadurch entsteht ein Zelt mit ausreichend Platz für zwei Personen. Die Schalen werden zumeist entweder aus GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff), oder aus Spritzguss hergestellt. Die Zeltstoffe sind fester als bei normalen Zelten, und bei hochwertigen Dachzelten werden ein separates Außen- und Innenzelt verwendet, damit kein Kondenswasser im Zeltinneren entsteht. Moderne Dachzelte verfügen zumeist über ein ausgeklügeltes Belüftungssystem. Dabei werden im oberen Bereich der Dachzelte (Schalen bzw. Zeltstoff) Belüftungsöffnungen platziert, damit die aufsteigende erwärmte und feuchte Luft entweichen und durch Frischluft ersetzt werden kann.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robert Wenkemann: Die Angst vor einem Dachschaden. In: FAZ. 16. September 2015, abgerufen am 20. August 2017.
  2. augensound.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]