Daewoo Nexia

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Daewoo
Daewoo Nexia Dreitürer

Daewoo Nexia Dreitürer

Nexia
Produktionszeitraum: 1994–1997 (Usbekistan: seit 2008)
Klasse: Kompaktklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,5–1,8 Liter
(55–74 kW)
Länge: 3998–4256 mm
Breite: 1662 mm
Höhe: 1393 mm
Radstand: 2520 mm
Leergewicht: 927 kg
Vorgängermodell: Daewoo Racer
Nachfolgemodell: Daewoo Lanos

Der Daewoo Nexia ist ein PKW-Modell der koreanischen Automarke GM Daewoo und basiert grundsätzlich auf dem von Opel entwickelten Kadett E. Er war als drei- und fünftüriges Schrägheck-Modell sowie als viertürige Stufenheck-Version erhältlich und wurde von 1994 (in Deutschland ab 1995) bis 1997 angeboten. In Usbekistan wird der Daewoo Nexia, seit 2008 in überarbeiteter Form, noch weiterhin produziert. Hersteller dessen ist die Uz-DaewooAvto. Kurze Zeit gab es den Nexia dort auch im Badge-Engineering als Chevrolet.

In anderen Ländern, unter anderem in Indien, Rumänien, Iran, Neuseeland und den USA wurde er als Daewoo Cielo verkauft. In Thailand dagegen trug er den Namen Daewoo Heaven. In Südkorea hatte man das Modell als Daewoo Super Racer vermarktet. Der Daewoo Nexia ist wiederum eine Weiterentwicklung des Daewoo Racer.

Die Karosserie wurde im Laufe der Zeit mehrfach optimiert. Das Ursprungsmodell unterschied sich vom Opel Kadett E nur in Details, je nach Verkaufsland. Zum Beispiel wurde der Daewoo Racer in den USA und Kanada als Pontiac LeMans angeboten. Die optischen Unterschiede waren zusätzliche Frontblinker im Stoßfänger, rote Heckleuchten, Pontiac-Logo auf dem Kühlergrill und auf der schwarzen Heckblende sowie die typischen Seitenmarkierungsleuchten.

Die Karosserie des Daewoo Nexia ist im Prinzip baugleich mit der des Opel Kadett E. Was ihn vom Kadett unterscheidet sind ein modifiziertes Heck und eine modifizierte Front sowie andere Türgriffen, andere Außenspiegel (ab Facelift) und sonstige kleinere Anbauteile. Ebenso unterscheiden sich die hinteren Türen des Nexia Fünftürer von denen des Kadett E, da hier das hintere Seitenfenster des Racer beibehalten wurde zur besseren Rundumsicht.

Als Motoren kamen zwei 1,5 Liter und ein 1,8 Liter zum Einsatz, der 1.8 war jedoch nicht in Deutschland erhältlich. Der 1,5 Liter 8 Ventiler hatte 55 kW (75 PS), der 16V lieferte 66 kW (90 PS) und der 1,8 Liter leistet 74 kW (101 PS). In Deutschland wurde der Nexia bis Baujahr 1996 mit der Schadstoffklasse E2 ausgeliefert. Ab dem Modelljahr ’97 erfüllten diese, durch Nachrüstung eines AGR-Ventils, angepassten Steuergerätes und eines zweiten Resonanzkasten im Ansaugtrakt (zur Dämpfung des Ansauggeräusches), die Euro2-Norm. Zur Wahl stand ein 5-Gang-Schaltgetriebe mit hydraulischer Kuppe oder ein 4-Stufen-Automatikgetriebe, welches auch im Astra F verbaut wurde. Ansonsten ist die Kraftübertragung und Gangabstufung die gleiche wie beim F13CR- und F16CR-Getriebe von Opel.

Im Laufe der Zeit gab es leichte Modifikationen am äußeren Erscheinungsbild. Die vom Kadett GSI bekannten Kunststoffecken (gelochte Version) des Dreitürers, wurden Anfang 1996 von glatten, winkelgeschlitzten abgelöst. Im gleichen Zuge wurden die alten Seitenspiegel durch neue ersetzt und die runden Seitenblinker überarbeitet. Die inneren Türöffner des Dreitürers waren dann nicht mehr eckig sondern rund. Man kann also von einem „kleinen Facelift“ sprechen. Grundlegend gab es die Ausstattungen GL/GTX (Fließheck 8V/16V) und GLE/GLX (Stufenheck 8V/16V). Sondermodelle waren der Junior, Sportiv, Fantasy, Cool und Royal.

Heutzutage wird der Nexia noch in Indien und in Usbekistan gefertigt. In Usbekistan hat man 2008 begonnen den Nachfolger zu bauen. Der Nexia 2 (N150) basiert noch immer auf dem Nexia (N100), bzw. Opel Kadett, der für 15 Mio US$ überarbeitet wurde. Die Motoren erfüllen die Euro3-Norm und stammen aus dem Lanos.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daewoo Nexia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien