Dagmar Ziegler

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Dagmar Ziegler (2014)

Dagmar Ziegler (* 28. September 1960 in Leipzig) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit dem 16. Dezember 2013 eine von vier Parlamentarischen Geschäftsführerinnen der SPD-Bundestagsfraktion. Zuvor war sie von 2000 bis 2009 in verschiedenen Ressorts Ministerin des Landes Brandenburg.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1977 bis 1980 absolvierte sie die Berufsausbildung mit Abitur zur Finanzkauffrau und studierte anschließend Finanzwirtschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Als Diplomfinanzökonomin schloss sie das Studium 1984 ab. Sie war dann von 1984 bis 1987 in der Filiale Leipzig der Staatsbank der DDR tätig. Bis zur Wende 1990 arbeitete sie als Ökonomin in der LPG Lenzen (Elbe).

Dagmar Ziegler hat zwei Kinder.

Seit November 2013 ist sie Kuratoriumsvorsitzende des Müttergenesungswerkes.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1990 gründete Ziegler die SPD in der Stadt Lenzen (Elbe) (Landkreis Prignitz) und war bis 2000 Mitglied der dortigen Stadtverordnetenversammlung. Zugleich war sie von 1993 bis 1998 ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Lenzen. Von Juli 2000 bis August 2008 war sie stellvertretende Vorsitzende der SPD Brandenburg.

Sie ist einer der drei Sprecher des Seeheimer Kreises.[2]

Abgeordnete und Ministerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1994 bis 2009 war Ziegler Mitglied des Landtages Brandenburg. Von 1997 bis 2000 war stellvertretende Vorsitzende und von 1997 bis 1999 finanzpolitische Sprecherin der Fraktion der SPD. Als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Prignitz I vertrat sie die Region Prignitz. Zu ihrem Wahlkreis gehören die Städte Wittenberge und Perleberg, die Ämter Lenzen-Elbtalaue und Bad Wilsnack/Weisen sowie die Gemeinden Karstädt, Plattenburg und Gumtow.

Manfred Stolpe berief sie im September 2000 als Nachfolgerin von Wilma Simon als Ministerin der Finanzen in die Brandenburger Landesregierung (Kabinett Stolpe III). Auch nach der Regierungsübernahme durch Matthias Platzeck blieb Ziegler in diesem Amt (Kabinett Platzeck I). Bei der auf die Landtagswahl 2004 folgenden Regierungsneubildung übernahm sie bis Oktober 2009 die Aufgabe als Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie (Kabinett Platzeck II).

Bei der Bundestagswahl 2009 gewann sie das Direktmandat im Wahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I. Im 17. Deutschen Bundestag war Dagmar Ziegler eine der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD und hier verantwortlich für die Bereiche Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Bei der Bundestagswahl 2013 unterlag sie beim Direktmandat dem Bewerber der CDU und zog über die Landesliste in den 18. Deutschen Bundestag ein. Dort gehörte sie zu den Parlamentarischen Geschäftsführern ihrer Fraktion. Seit März 2015 ist Ziegler Sprecherin der neugegründeten Elbe-Gruppe in der SPD-Bundestagsfraktion, ihr Stellvertreter ist der Hamburger Abgeordnete Johannes Kahrs.[3]

Auch in den 19. Deutschen Bundestag zog sie über die Landesliste ein. Sie ist Mitglied im Ältestenrat und im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Erneut gehört sie zu den Parlamentarischen Geschäftsführern ihrer Fraktion.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dagmar Ziegler – Sammlung von Bildern

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wechsel an der Spitze des Müttergenesungswerkes: Marlene Rupprecht übergibt Vorsitz an Dagmar Ziegler.
  2. www.seeheimer-kreis.de, die beiden anderen Sprecher (Stand 3. Juli 2017) sind Johannes Kahrs und Carsten Schneider.
  3. Elbe-Gruppe in der SPD-Bundestagsfraktion gegründet (Memento des Originals vom 11. Juli 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kahrs.de