Dagur Sigurðsson

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Dagur Sigurðsson
Dagur Sigurðsson

Dagur Sigurðsson (2014)

Spielerinformationen
Geburtstag 3. April 1973
Geburtsort Reykjavík, IslandIsland Island
Staatsbürgerschaft IsländerIsländer isländisch
Spielposition Rückraum Mitte
Wurfhand rechts
Vereine als Aktiver
  von – bis Verein
0000–1996 IslandIsland Valur Reykjavík
1996–2000 DeutschlandDeutschland LTV Wuppertal
2000–2003 JapanJapan Wakunaga Hiroshima
2003–2007 OsterreichÖsterreich A1 Bregenz
Nationalmannschaft
Debüt am
            gegen
  Spiele (Tore)
IslandIsland Island 215 (397)
Vereine als Trainer
  von – bis Verein
2000–2003 JapanJapan Wakunaga Hiroshima (Spielertrainer)
2003–2007 OsterreichÖsterreich A1 Bregenz (Spielertrainer)
2008–2010 OsterreichÖsterreich Österreich
2009–2015 DeutschlandDeutschland Füchse Berlin
2014– DeutschlandDeutschland Deutschland

Stand: 12. Juli 2015

Dagur Sigurðsson [ˈtaɣʏːr̥ ˈsiɣʏrðˌsɔn] (* 3. April 1973 in Reykjavík) ist ein isländischer Handballtrainer und ehemaliger Nationalspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dagur Sigurðsson spielte anfangs Handball und Fußball. Obwohl er für die isländische U-17-Fußballnationalmannschaft sieben Länderspiele bestritt,[1][2] entschied er sich bald, sich komplett dem Handball zu widmen. So wurde er Stammspieler bei Valur Reykjavík, mit dem er fünfmal die isländische Meisterschaft gewann.

1996 wechselte der im mittleren Rückraum spielende Akteur zum deutschen Zweitligisten LTV Wuppertal, mit dem er ein Jahr später in die Bundesliga aufstieg. Ab seinem 24. Lebensjahr war er Mannschaftskapitän in Wuppertal.[3]

In seiner aktiven Zeit gehörte Dagur zum Kader der isländischen Nationalmannschaft, für die er in 215 Länderspielen 397 Treffer erzielte.[4] Mit der Nationalmannschaft belegte er den fünften Platz bei der Weltmeisterschaft 1997, den vierten Platz bei der Europameisterschaft 2002 und den neunten Platz bei den Olympischen Spielen 2004.

Als (Spieler-) Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dagur Sigurðsson (2010)

Er verließ Wuppertal im Jahre 2000, um die nächsten drei Jahre beim japanischen Verein Wakunaga Hiroshima als Spielertrainer tätig zu werden.[1] Mit Wakunaga Hiroshima unterlag er 2003 im Finale der japanischen Meisterschaft gegen Honda Suzuka.[5] Anschließend wurde er Spielertrainer beim österreichischen Verein A1 Bregenz,[6] mit dem er viermal Meister und zweimal Pokalsieger wurde.[7] In dieser Zeit wurde Dagur vom österreichischen Handballbund dreimal als „Legionär des Jahres“ und einmal als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet.[8][9]

Anschließend wurde er Manager und Geschäftsführer bei seinem ehemaligen Verein Valur Reykjavík.[10] Von Februar 2008 bis Juli 2010 war er Trainer der österreichischen Nationalmannschaft.[11]

Ab dem Sommer 2009 trainierte er den deutschen Bundesligisten Füchse Berlin.[12] Mit den Füchsen erreichte er das Final Four-Turnier in der EHF Champions League 2011/12 und gewann den DHB-Pokal 2014. Im EHF Europa Pokal 2013/14 erreichte er das Final Four in Berlin, unterlag dort aber im Halbfinale dem späteren Sieger Pick Szeged aus Ungarn. Im Spiel um den dritten Platz gewann er mit den Füchsen gegen HCM Constanța.

Ab August 2014 trainierte er zusätzlich die deutsche Handballnationalmannschaft.[13] Nach der Saison 2014/15 beendete er seine Tätigkeit bei den Füchsen Berlin und betreut seitdem nur noch die deutsche Nationalmannschaft.[14] Mit ihr wurde er am 31. Januar 2016 in Polen durch ein 24:17 über Spanien Europameister.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Spieler

  • Isländischer Meister 1991, 1993, 1994, 1995 und 1996
  • Isländischer Pokalsieger 1993

als Spielertrainer

  • Österreichischer Meister 2004, 2005, 2006 und 2007
  • Österreichischer Pokalsieger 2006

als Trainer

Auszeichnungen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dagur Sigurðsson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ich bin hier, um zu gestalten. handballmagazin.com, Juni 2008, archiviert vom Original am 18. Dezember 2013, abgerufen am 11. April 2016.
  2. Dagur Sigurðsson. ksi.is, abgerufen am 11. April 2016.
  3. Michael Kölmel: Man kann mich nicht steuern. berliner-zeitung.de, 13. März 2009, abgerufen am 11. April 2016.
  4. A landslið karla. hsi.is, abgerufen am 11. April 2016.
  5. Dagur varð að sætta sig við ósigur. Morgunbladid, 26. März 2003, abgerufen am 11. April 2016 (isländisch).
  6. Der neue Bundestrainer im Kurzportrait. handball-world.com:, 12. August 2014, abgerufen am 11. April 2016.
  7. Dagur Sigurdsson beendet seine „HLA-Laufbahn“ mit dem vierten Meistertitel in Folge. handball-world.com, 28. Mai 2007, abgerufen am 11. April 2016.
  8. Legionär des Jahres. oehb.sportlive.at, abgerufen am 2. September 2015.
  9. Trainer des Jahres. oehb.sportlive.at, abgerufen am 2. September 2015.
  10. Dagur Sigurdsson neuer Nationalteamtrainer in Österreich. handball-world.com, 3. März 2008, abgerufen am 11. April 2016.
  11. Sigurðsson wird nicht als österreichischer Trainer weitermachen. handball-world.com, 14. Juli 2010, abgerufen am 11. April 2016.
  12. Trainerwechsel zum Saisonende bei den Füchsen: Sigurdsson für Lommel. handball-world.com, 1. Dezember 2008, abgerufen am 11. April 2016.
  13. Dagur Sigurdsson wird neuer Bundestrainer. DHB, 12. August 2014, abgerufen am 12. August 2014.
  14. Abschied von Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson. tagesspiegel.de, 5. Juni 2015, abgerufen am 12. Juli 2011.
  15. Dagur Sigurdsson ist Welttrainer 2015. DHB, 7. April 2016, abgerufen am 11. April 2016.
Island Anmerkung zu isländischen Personennamen: Isländer werden mit dem Vornamen oder mit Vor- und Nachnamen, jedoch nicht allein mit dem Nachnamen bezeichnet. Weiterführende Informationen finden sich unter Isländischer Personenname.