Dahner Felsenland

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Dahn-Annweiler Felsenland (orange) innerhalb des Pfälzerwaldes

Das Dahner Felsenland ist eine Landschaft im Landkreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz). Es liegt im Nordwesten des Wasgaus, eines Mittelgebirges, das vom Südteil des Pfälzerwalds und vom Nordteil der Vogesen gebildet wird. Im Dahner Felsenland liegen viele Gesteinsformationen des Klettergebiets Südpfalz.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft deckt sich flächenmäßig nahezu mit der gleichnamigen Verbandsgemeinde, welche die Stadt Dahn und 14 Dörfer umfasst. Das Dahner Felsenland ist Teil des Naturparks Pfälzerwald. Es liegt zwischen 200 (Täler) und 400 m (Berge) hoch und wird von der Lauter, die hier an ihrem Oberlauf Wieslauter heißt, zum Rhein hin entwässert.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region lebt vom Tourismus und wird von zahlreichen gekennzeichneten Wanderwegen erschlossen. In Dahn steht die Felsenland-Jugendherberge des Deutschen Jugendherbergswerks.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dahner Felsenland befinden sich 16 Burgen bzw. Burgruinen sowie zahlreiche Felsformationen aus Buntsandstein, die zum Teil von Sportkletterern genutzt werden. Unter den Burgen zählen die Dahner Burgengruppe aus Altdahn, Grafendahn und Tanstein, der Berwartstein sowie der Drachenfels zu den bekanntesten. Um manche der Felsen ranken sich alte Sagen, so die vom Jungfernsprung oder vom Teufelstisch. Auf dem Berwartstein beheimatet war der ungebärdige Ritter Hans von Trotha; er führte die sogenannte Wasserfehde gegen Abt Heinrich vom Kloster Weißenburg und ging als Kinderschreck Hans Trapp ins Sagengut der Region ein.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dahner Felsenland ist erreichbar über die Autobahnen 8 (von Westen her) und 65 (von Osten her), jeweils unter Benutzung der Bundesstraße 10, die beide Autobahnen verbindet. Direkt durch das Dahner Tal führt die Bundesstraße 427 (HinterweidenthalBad Bergzabern). Der ursprünglich vorgesehene Streckenschluss der Autobahn 8 (PirmasensKarlsruhe) durch das Wieslautertal an Dahn vorbei wurde nie realisiert.

Teilweise parallel zur B 427 verbindet als Abzweig von der Bahnstrecke Landau–Rohrbach die Wieslauterbahn die Ortschaften Hinterweidenthal im Norden und Bundenthal im Süden des Dahner Felsenlandes. Die Bahnlinie wurde 1997 für Ausflugsverkehr an Sonn- und Feiertagen reaktiviert, nachdem der reguläre Personenzugbetrieb 1966 eingestellt worden war. Auf der Strecke verkehrt der bereits in Mannheim beginnende Ausflugszug Bundenthaler,[2] der Halt u. a. auch in Neustadt und Landau macht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dahner Felsenland – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jugendherberge Dahn. diejugendherbergen.de, abgerufen am 29. April 2015.
  2. Bundenthaler und Felsenland-Express. VRN, 23. März 2016, abgerufen am 1. September 2016 (PDF; 281 kB).