Dahrenstedt

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Dahrenstedt
Stadt Stendal
Koordinaten: 52° 32′ 38″ N, 11° 49′ 57″ O
Höhe: 51 m
Fläche: 4 km²
Einwohner: 70 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1973
Eingemeindet nach: Dahlen
Postleitzahl: 39576
Dahrenstedt (Sachsen-Anhalt)
Dahrenstedt
Dahrenstedt
Lage in Sachsen-Anhalt

Dahrenstedt ist ein Ortsteil der Kreisstadt Stendal im Südosten des Landkreises Stendal.

Lage und Ortsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Dahrenstedt
Dahrenstedter Dorfstraße

Die Ortschaft liegt in der Altmark, 2,4 Kilometer südlich von Dahlen und etwa acht Kilometer von Stendal entfernt, abseits der großen Verkehrswege. Das Umland von Dahrenstedt ist rein landwirtschaftlich geprägt und verläuft auf einer Meereshöhe um 50 Meter. Südlich des Ortes erhebt sich der 71 Meter hohe „Weinberg“. Dahrenstedt ist mit 5,3 Hektar Bauzone ein kleines Straßendorf. Die Dorfstraße wird von Drei- und Vierseitenhöfen gesäumt, wobei die Wohngebäude jeweils zur Straße hin angeordnet sind. Als Baumaterial wurden unverputzte Ziegel benutzt. Vielfach sind die Gebäude mit bemerkenswerten Verzierungen versehen. Eine zu beachtende Besonderheit stellen auch die mehrfach vorkommenden Kniestockhäuser dar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung des Ortes erfolgte um 1160. Er wurde zu dieser Zeit dorenstidde genannt. Das zunächst wendische Dorf hatte man in Hufeisenform angelegt. Das Sankt-Ludgeri-Kloster Helmstedt verfügte hier über Besitzungen, die 1238 Graf Siegfried von Osterburg als Lehen erhielt. Im 13. Jahrhundert wurde die Dorfkirche Dahrenstedt errichtet.

Eine Urkunde von 1314 führt einen Ritter Heinrich von Dornstede auf. Ab 1375 war die Familie von Bismarck Eigentümer des Orts. 1427 wird die Familie Schadewachten mit Besitzungen in donvstete erwähnt. Weitere Schreibweisen des Ortsnamens waren darnsted (1442), dernstede (1448) und dornstadt (1540). Für 1540 wird für die Komturei Werben Dahrenstedter Besitz verzeichnet. Auch der Dom zu Stendal und die Sankt-Jakobi-Kirche erhielten Einnahmen aus Dahrenstedt. 1815 wurde Dahrenstedt in den preußischen Kreis Stendal eingegliedert. 92 Einwohner hatte der Ort 1910, 1964 wurden 97 Einwohner gezählt. Die Eingemeindung nach Dahlen erfolgte zum 1. Juli 1973. Dahlen wiederum wurde am 1. September 2010 Stadtteil von Stendal.

Gebäude und Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist die Dorfkirche Dahrenstedt aus dem 13. Jahrhundert. Bekannt ist auch der zum Kunsthof Dahrenstedt umgebaute alte Bauernhof.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Regionalverkehr Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus.

Sage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer Sage nach soll Kaiser Otto I. durch den Ort gezogen sein und in einen Stein, der sich noch heute an der Kirchhofmauer befindet, mit einem Stock zwei Löcher gestoßen haben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dahrenstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien