Dainrode

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Dainrode
Stadt Frankenau
Koordinaten: 51° 4′ 1″ N, 8° 54′ 32″ O
Höhe: 351 m ü. NHN
Fläche: 4,36 km²[1]
Einwohner: 182 (Jul. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 35110
Vorwahl: 06455

Dainrode ist ein Stadtteil von Frankenau im Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dainrode liegt im Kellerwald am Rand des Naturparks Kellerwald-Edersee. Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 253. Hindurch fließt der Eder-Zufluss Lengelbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1197 und 1200 erscheint in einer Urkunde des Fritzlarer Propstes Gumbert von Fritzlar für das Kloster Haina ein Reinbold von Dragenrode. Das Geschlechtderer von Dragenrode (Dainrode) wurde bereits im 12. Jahrhundert erwähnt. 1214 wird der Ort ein weiteres Mal urkundlich erwähnt (in anderen Quellen wird auch das Jahr 1200 als Ersterwähnung genannt [2]), als in einer Urkunde Graf Heinrich von Ziegenhain den Erwerb von Gütern durch das Kloster Haina genehmigte. Im Sternerkrieg, der 1372 begann und erst Ende des Jahrhunderts endete, wurde Dainrode verwüstet und erst im 15. Jahrhundert wieder aufgebaut. Ab 1571 und danach gehörte der Ort zum Gericht Geismar.

Während der Zeit des napoleonischen Königreich Westphalen, von 1807 bis 1814, wurde Dainrode vom Kanton Frankenau verwaltet. Von 1821 bis 1848 gehörte der Ort dann zum Landkreis Frankenberg. Ab 1848 bis zum Jahr 1851 wurde Dainrode vom Bezirk Marburg verwaltet. Im Jahr 1851 bis zum Jahr 1974 war der Ort wieder im Kreis Frankenberg.

Wann eine erste Kirche erbaut wurde, ist urkundlich nicht überliefert. Zur heutigen Kirche wurde im Jahr 1833 der Grundstein gelegt.

Am 1. Januar 1974 wurde Dainrode in die Stadt Frankenau eingegliedert.[3]

Historische Ortsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In erhaltenen Urkunden wurde Dainrode unter den folgenden Namen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung): Dainrot, (1214); Theynrade, Deynrode, (1343); Denrade, (1438); Danrode (1577). Als weitere Ortsnamen werden noch „Danroda“ bzw. „Dainroda“ genannt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Nähe des Dorfes werden seit dem Ersten Weltkrieg in einem Steinbruch Grauwacke abgebaut.
  • Dainrode gehört zum Evangelischen Pfarramt Geismar.
  • In dem kleinen Ort gibt es verhältnismäßig viele Vereine, die auch auf kulturellem Gebiet tätig sind.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stadtprofil im Internetauftritt der Stadt Frankenau, abgerufen im April 2016.
  2. Eckart G. Franz: Kloster Haina - Regesten und Urkunde - Erster Band: 1144 - 1300, Marburg 1962 im Staatsarchiv Marburg.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 390.