Dalmatinische Gelbbauchunke

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Dalmatinische Gelbbauchunke
Systematik
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Überfamilie: Discoglossoidea
Familie: Bombinatoridae
Gattung: Unken (Bombina)
Art: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Unterart: Dalmatinische Gelbbauchunke
Wissenschaftlicher Name
Bombina variegata kolombatovici
Bedriaga, 1890

Die Dalmatinische Gelbbauchunke (Bombina variegata kolombatovici) wurde 1890 erstmals von Bedriaga beschrieben. Die Gelbbauchunke (Bombina variegata), auch Bergunke genannt, gehört innerhalb der Klasse der Amphibien zur „urtümlichen“ Familie Bombinatoridae (in vielen Übersichten wird sie aber noch zu den Scheibenzünglern gestellt) und zur Gattung der Unken. Der kleine, spitzwarzige Froschlurch hat eine unscheinbar gefärbte Oberseite, während die Bauchseite eine leuchtend gelbe Warnfärbung aufweist. Die Art kommt regional auch in Mitteleuropa vor und bevorzugt als Lebensraum lehmige Pfützen und Kleintümpel.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Größe der Männchen und Weibchen liegt zwischen 35 und 56 Millimetern; in Mitteleuropa sind Kopf-Rumpf-Längen von mehr als 45 mm aber selten zu beobachten. Die Oberseite ist grün bis hellbraun, wobei manchmal in der Nackengegend schmale dunklere Drüsenkomplexe und verwaschen helle Flecken sichtbar sind. Die Unterseite inklusive der Innenseiten der Gliedmaßen und der Finger und Zehen ist intensiv hellgelb bis orange gefärbt und mit bleigrauen bis schwarzen Flecken oder Flächen durchsetzt. Meist liegt der Gelbanteil bei mehr als der Hälfte der Fläche (gelegentlich treten auch Tiere mit fast gänzlich gelber Bauchseite auf; aber auch komplett schwarze wurden beobachtet). Weil das Zeichnungsmuster der Unterseite bei jedem Tier verschieden ist, ermöglicht dies eine individuelle Unterscheidung – etwa im Rahmen zoologischer Untersuchungen. In diesem Zusammenhang hat sich die fotografische Dokumentation der gelb-schwarzen Unterseite als zuverlässige individuelle Identifikationsmethode bewährt.

Lebensraum und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugoslawien (Dalmatien und Montenegro) sind die bekannten Verbreitungsgebiete dieser Unterart. Die Gelbbauchunke gehört zu den Amphibien mit einer engen Gewässerbindung. Ursprünglich war die Art ein typischer Bewohner der Bach- und Flussauen. Sie besiedelte hier die in Abhängigkeit von der Auendynamik immer wieder neu entstehenden temporären Kleingewässer. Auch in ihren zivilisatorischen Ersatzbiotopen bevorzugt sie temporär wasserführende Klein- und Kleinstgewässer auf lehmigem Grund, wie Traktorspuren, Pfützen und kleine Wassergräben. Meist sind diese vegetationsarm und frei von konkurrierenden Arten und Fressfeinden. Durch die schnelle Erwärmung der Gewässer ist eine rasche Entwicklung des Laichs und der Larven gewährleistet. Man findet diese Pionierart heute überwiegend in Steinbrüchen, Lehm- oder Kiesgruben sowie auf Truppenübungsplätzen.

Die große Mobilität der Jungtiere begünstigt die spontane Besiedlung von neu entstehenden Lebensräumen. An Land suchen die Tiere Verstecke unter Steinen, Totholz und in Lücken- und Spaltensystemen von Felsen auf. Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv gehen sie auf die Jagd nach Insekten (Käfer, Ameisen, Zweiflügler u. a.). Zu ihren Fressfeinden gehören Rückenschwimmer, Ruderwanzen, Großlibellenlarven, Molche und Stichlinge (für die Kaulquappen) sowie Vögel wie Elstern und Amseln (für die Jung- und Alttiere).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • D. T. Bolger u. a.: A computer-assisted system for photographic mark-recapture analysis. Methods in Ecology and Evolution. 3. 2012, S. 813–822.
  • J. S. Doody: A photographic mark–recapture method for patterned amphibians. Herpetological Revue, 26, 995, S. 19–21.
  • H. Pröhl, M. Nadjafzadeh, B. Caspers: Wildbook, ein fortschrittliche Software zur Auswertung von foto-basierten Mark-Recacapture-Daten für den Amphibienschutz. Elaphe, Heft 5, 2021, S. 84–87.
  • A. Csordas, H. Michl: Primary structure of two oligopeptides of the toxin of Bombina variegata L, in: Toxicon, Band 7, Nr. 2, 1969, S. 103–108
  • M. Kurz, A. Zehm: Bestandssicherung der Gelbbauchunke durch künstliche Laichplätze in: Anliegen Natur, 2015, 37/1, S. 12–13.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lurch des Jahres 2014: Die Gelbbauchunke (Memento vom 27. Dezember 2013 im Internet Archive) (Zugriff am 5. Dezember 2013)
  2. Beate Nürnberger, Stuart J. E. Baird, Dagmar Čížková, Anna Bryjová, Austin B. Mudd: . In: . 9. Oktober 2020, S. 2020.10.06.328633, doi:10.1101/2020.10.06.328633 (biorxiv.org [abgerufen am 25. August 2021]).
  3. . 17. März 2021 (nih.gov [abgerufen am 25. August 2021]).
  4. Gelbbauchunke im Landkreis Schaumburg (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)
  5. Gelbbauchunke Verbreitung in Deutschland
  6. Arten in besonderer Verantwortung Deutschlands (Memento vom 2. August 2017 im Internet Archive) auf der Homepage des Bundesamtes für Naturschutz, abgerufen am 3. Juni 2016
  7. Online-Übersicht bei www.amphibienschutz.de
  1. Bergmann, L. & Unkarium (2021): Die Unkenarten und ihre Beschaffenheit[1]
  2. Unken
  3. AmphibiaWeb: [1]
  1. Unkarium | Deutschland. Abgerufen am 15. Januar 2022.