Dalovice

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Dalovice
Wappen von Dalovice
Dalovice (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Karlovarský kraj
Bezirk: Karlovy Vary
Fläche: 627,556[1] ha
Geographische Lage: 50° 15′ N, 12° 54′ OKoordinaten: 50° 15′ 1″ N, 12° 53′ 40″ O
Höhe: 400 m n.m.
Einwohner: 1.982 (1. Jan. 2017)[2]
Postleitzahl: 360 13 - 362 63
Kfz-Kennzeichen: K
Verkehr
Bahnanschluss: Chomutov–Cheb
Dalovice–Merklin
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 3
Verwaltung
Bürgermeister: Milan Holý (Stand: 2006)
Adresse: Hlavní 99
362 63 Dalovice
Gemeindenummer: 537918
Website: www.ou-dalovice.cz
Lage von Dalovice im Bezirk Karlovy Vary
Karte

Dalovice (deutsch Dallwitz) ist eine Gemeinde im Karlovarský kraj in Tschechien.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dalovice ist ein östlicher Vorort von Karlsbad, der direkt an das Stadtgebiet grenzt und an der Mündung des Baches Vitický potok (auch Dalovický potok genannt) in die Eger liegt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Dalovice besteht aus den Ortsteilen Dalovice (Dallwitz), Všeborovice (Schobrowitz) und Vysoká (Hohendorf),[3] die zugleich auch Katastralbezirke bilden.[4] Grundsiedlungseinheiten sind Dalovice, Všeborovice, Všeborovice-u Ohře, Všeborovice-za dálnicí, Vysoká und Zálesí.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Dalovice

Das Dorf Dalovice gehörte ursprünglich zu den Lehngütern der Burg Loket. Die ursprüngliche Feste war nach archäologischen Funden gegen Ende des 12. Jahrhunderts gegründet worden. Die ersten schriftlichen Erwähnungen stammen aus den Jahren 1457 und 1462, als „de Stalticz“ und später „de Talticz“ erwähnt wurden. Später erwarben die Mitglieder des Hauses Hýzrl aus Chodov das Dorf. Am 6. Februar 1503 wurde Dalovice von Truppen der Herren von Schlick belagert und erobert. Danach wurde die alte Festung verlassen. Das ursprünglich landwirtschaftliche Dorf änderte im 19. Jahrhundert – nach der Entdeckung von Kaolinvorkommen – sein Gesicht. 1804 wurde die erste Steingut-, später eine Keramikmanufaktur gegründet. Daneben entstanden die ersten Ziegeleien, eine Brauerei, eine Mühle und ein Sägewerk.

Die Gemeinde wurde von einigen bedeutenden Persönlichkeiten besucht, so vom kaiserlichen Heerführer Octavio Piccolomini; neunmal war Johann Wolfgang von Goethe zu Besuch. Der Dichter Theodor Körner kurierte hier seine Verletzungen aus den Napoleonischen Kriegen aus.

Nach dem Münchner Abkommen wurde der Ort dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Karlsbad.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[6]
1869 1194
1880 1556
1890 1855
1900 2066
1910 2043
Jahr Einwohnerzahl
1921 2103
1930 2287
1950 1300
19611 2125
19701 1880
Jahr Einwohnerzahl
19801 1895
19911 1766
20011 1812
20111 1870
1 Dalovice mit Všeborovice und Vysoká

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dalovice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. uir.cz
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)
  3. uir.cz
  4. uir.cz
  5. uir.cz
  6. Historický lexikon obcí České republiky - 1869-2015. Český statistický úřad, 18. Dezember 2015, abgerufen am 16. Februar 2016 (PDF, tschechisch).