Dam tot Damloop

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Läufermassen eingangs des IJtunnels, 2007

Der Dam tot Damloop ist ein seit 1985 jährlich stattfindender Volks- und Straßenlauf in den Niederlanden. Er wird von der Stichting Sportevenementen Le Champion in Zusammenarbeit mit den Vereinen AV Atos und AV Aalsmeer organisiert. Die Strecke des Hauptlaufs führt von Amsterdam nach Zaandam und misst 10 Meilen (ca. 16,1 km).

Im Rahmen der Veranstaltung werden auch eine Mannschaftswertung für Firmenteams, ein 4-Meilen-Lauf (ca. 6,5 km), ein Kinderlauf über 600 Meter und Wandertouren verschiedener Längen angeboten. Auf allen Strecken zusammengenommen erreichte der Dam tot Damloop zuletzt jährlich Teilnehmerzahlen von weit über 30.000.

Geschichte[Bearbeiten]

Dam tot Damloop 2007, unweit des Starts

Die Idee zu einem Lauf zwischen den zentralen Plätzen der beiden Städte, dem Dam von Amsterdam und dem von Zaandam, der durch den Tunnel unter dem IJ führt, hatte Cees Lansbergen von Le Champion im Jahr 1981.

Nach vier Jahren Vorbereitung erteilten die Behörden die Genehmigung. Die Erstveranstaltung am 3. November 1985 hatte keinen offiziellen Wettkampfcharakter. Von den 4300 angemeldeten Teilnehmern wurde der Belgier Jan Sebille nach 52:09 min als Erster im Ziel registriert.

Vom darauffolgenden Jahr an wurden internationale Spitzenläufer eingeladen. Die 1986 und 1987 erzielten Siegerzeiten wurden nicht als offizielle Welt- bzw. Europabestzeiten anerkannt, da die Strecke nicht von einer unabhängigen Instanz vermessen worden war.

Seit 1988 ist ein Firmenlauf in die Veranstaltung integriert. Seit 1995 starten die Eliteläuferinnen mit einer Zeitvorgabe, die dem Unterschied zwischen den Streckenrekorden entspricht, vor ihren männlichen Kollegen, um mit ihnen um Sonderprämien für die zuerst einlaufenden Athleten zu konkurrieren. 1999 und 2000 wurde die Veranstaltung als Halbmarathon ausgetragen.

Zum 25. Jubiläum fand am Vorabend ein zweiter Dam tot Damloop statt, um zusätzlich zu den 35.000 Anmeldern, auf die der eigentliche Lauf limitiert ist, weiteren Läufern die Gelegenheit zu einem Start zu geben.

Streckenverlauf[Bearbeiten]

Der heutige Kurs, der vom ursprünglichen geringfügig abweicht, startet im Amsterdamer Stadtzentrum auf der Prins Hendrikkade und führt durch den IJtunnel zunächst in nordwestlicher Richtung aus der Stadt hinaus. Er verläuft weiter Richtung Westen nach Zandaam, wo sich in der Peperstraat das Ziel befindet. Die 10 Meilen lange Strecke ist fast vollständig flach.

Statistik[Bearbeiten]

Streckenrekorde[Bearbeiten]

Siegerliste[Bearbeiten]

Quellen: Website des Veranstalters,[1] ARRS[2]

Jahr Männer Zeit Frauen Zeit
22. Sep. 2013 Nguse Amlosom (ERI) 045:28 Joyce Chepkirui (KEN) 051:33
23. Sep. 2012 Leonard Patrick Komon -2- 044:48 Sylvia Jebiwott Kibet (KEN) 051:42
18. Sep. 2011 Leonard Patrick Komon (KEN) 044:27 Priscah Jepleting Cherono (KEN) 051:57
19. Sep. 2010 John Nzau Mwangangi (KEN) 045:26 Hilda Kibet (NED) 051:30
20. Sep. 2009 Moses Ndiema Masai (KEN) 045:16 Linet Chepkwemoi Masai (KEN) 050:39
21. Sep. 2008 Sammy Kirop Kitwara (KEN) 045:16 Peninah Jerop Arusei (KEN) 051:21
23. Sep. 2007 Zersenay Tadese (ERI) 045:51 Beylanesh Fekadu (ETH) 052:57
17. Sep. 2006 Francis Kibiwott Larabal -2- 045:27 Lornah Kiplagat (NED) -3- 050:50
18. Sep. 2005 William Kipsang (KEN) 046:04 Isabella Ochichi (KEN) 051:08
19. Sep. 2004 Hendrick Ramaala (RSA) 046:04 Susan Chepkemei -2- 053:06
21. Sep. 2003 Francis Kibiwott Larabal (KEN) 045:46 Restituta Joseph (TAN) 052:17
22. Sep. 2002 Charles Waweru Kamathi -2- 045:08 Lornah Kiplagat -2- 050:54
23. Sep. 2001 Charles Waweru Kamathi (KEN) 046:05 Susan Chepkemei (KEN) 051:23
17. Sep. 2000 Christopher Cheboiboch (KEN) 1:00:49[3] Lornah Kiplagat (KEN) 1:07:37[3]
19. Sep. 1999 Mohammed Mourhit (BEL) 1:01:00[3] Tegla Loroupe -3- 1:09:20[3]
20. Sep. 1998 Brahim Lahlafi -2- 045:24 Leah Malot (KEN) 053:11
21. Sep. 1997 Paul Koech (KEN) 044:45 Tegla Loroupe -2- 051:52
22. Sep. 1996 Josephat Machuka -2- 045:19 Tegla Loroupe (KEN) 053:01
17. Sep. 1995 Paul Tergat (KEN) 045:50 Hellen Kimaiyo Kipkoskei -3- 051:49
18. Sep. 1994 Charles Omwoyo -2- 045:50 Hellen Kimaiyo Kipkoskei -2- 052:28
19. Sep. 1993 Josephat Machuka (KEN) 045:22 Hellen Kimaiyo Kipkoskei (KEN) 052:59
20. Sep. 1992 Charles Omwoyo (KEN) 046:48 Heléna Barócsi -3- 052:10
29. Sep. 1991 Joseph Keino (KEN) 046:05 Heléna Barócsi -2- 053:54
30. Sep. 1990 Brahim Lahlafi (MAR) 046:51 Heléna Barócsi (HUN) 053:57
08. Okt. 1989 David Long (GBR) 046:28 Carla Beurskens -3- 052:59
09. Okt. 1988 Domingos Castro (POR) 046:55 Carla Beurskens -2- 053:21
11. Okt. 1987 Vincent Rousseau (BEL) 046:07[4] Ingrid Kristiansen (NOR) 050:31[4]
12. Okt. 1986 Fernando Mamede (POR) 045:14[4] Carla Beurskens (NED) 053:04[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Cees Lansbergen & Martin Gerritsen: 25 jaar Dam tot Dam loop. Centraal Boekhuis, 2009, ISBN 9789066117082

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Statistieken (Treppchenplätze)
  2. arrs.net: Dam tot Dam 10 mile
  3. a b c d Streckenlänge 21,097 km (Halbmarathon)
  4. a b c d Strecke nicht offiziell vermessen