Damen-Basketball-Bundesligen

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Damen-Basketball-Bundesligen (DBBL)
Logo der DBBL
Sportart Basketball
Ligagründung 2001
Mannschaften 36 Teams
Land/Länder DeutschlandDeutschland Deutschland
Titelträger TSV 1880 Wasserburg (1.DBBL)
Rekordmeister TSV 1880 Wasserburg
Website DBBL.de

Die Damen-Basketball-Bundesligen GmbH (DBBL) ist eine im Juni 2001 gegründete Gesellschaft, welche die erste und die beiden zweiten Bundesligen des Damen-Basketballes in Deutschland verwaltet. Gesellschafter der GmbH sind die AG 1. DBBL, die AG 2. DBBL und der DBB. Sitz der DBBL ist Bergisch Gladbach. Geschäftsführer ist seit 1. Juli 2007 Achim Barbknecht. Seine Vorgänger waren Birgit Kunel und Jürgen Kofner. Die DBBL ist für die Vermarktung, die Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation des Spielbetriebes im Bereich der höchsten Ligen sowie des Pokalwettbewerbes des Deutschen Damen-Basketballs zuständig.

Wettbewerbe[Bearbeiten]

Die DBBL besteht aus drei Spielgruppen mit einer Sollstärke von je zwölf Teams:

In den jeweiligen Spielgruppen der DBBL kann ein Bundesligist jeweils mit einer Mannschaft teilnehmen. Gespielt wird nach den offiziellen Regeln der FIBA.

Die 1. DBBL ermittelt den Deutschen Damenbasketballmeister, sowie zwei Absteiger in die 2. DBBL.

Die beiden Staffeln der 2. DBBL ermitteln ihrerseits ihren Damenbasketball-Meister, die damit für die folgende Saison ein Aufstiegsrecht in die 1. DBBL erwerben, sowie Absteiger in die Regionalligen.

Außerdem wird ein Pokalwettbewerb mit allen Bundesligisten sowie den jeweiligen Meistern der Landesverbände veranstaltet, der im TOP4 den Pokalsieger aus den letzten vier im Wettbewerb verbliebenen Mannschaften ermittelt.

Teams[Bearbeiten]

Die Sollstärke der 1. DBBL liegt bei zwölf Teams.

Ausländerregelung[Bearbeiten]

Zur Saison 2008/2009 wurde die Regel eingeführt, dass zu jeder Zeit eines Erstligaspieles jede Mannschaft mindestens eine deutsche Spielerin auf dem Feld haben muss.[1] Ab der Saison 2010/2011 wurde diese Anzahl auf zwei deutsche Spielerinnen erhöht.

In der 2. Liga besagte die Regel, dass immer mindestens 3 deutsche Spielerinnen pro Team auf dem Feld stehen müssen. 2014 erreichte der Verein FC Nöttingen, dessen Damenbasketballmannschaft unter "Grüner Stern Keltern" firmiert, eine Änderung der Spielbestimmungen in der Liga während der laufenden Saison. In der sogenannten 'Lex Steidl' [2] setzte der Verein mittels Klagedrohung einen Vergleich mit der DBBL GmbH durch. Dieser Vergleich besagt, „dass jede Bundesligamannschaft verpflichtet ist, in jedem Bundesligaspiel von Spielanfang bis Spielende jederzeit drei Spielerinnen, die Staatsangehörige eines EU-Mitgliedsstaates oder eines EU-assoziierten Staates sind, auf dem Spielfeld zu haben. EU-assoziierte Staaten sind Staaten, die mit der EU ein Abkommen geschlossen haben, durch das eine Gleichbehandlung hinsichtlich der Arbeitsbedingungen, der Entlohnung oder der Entlassung mit Staatsangehörigen eines Mitgliedsstaates der EU gewährt wird. Es werden nur solche Spielerinnen angerechnet, die sich seit mindestens 01.01.2013 ununterbrochen legal in Deutschland aufhalten und die zudem, soweit es sich um Berufsbasketballspielerinnen handelt, spätestens seit dem 01.09.2014 und bis mindestens zum Saisonende 2014/15 bei einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt von über 450 EUR/Monat legal vertraglich an ihren Verein gebunden sind.“ Diese Vergleichsformulierung ersetzt seit dem 29. Oktober 2014 die alte Formulierung in § 10 DBLO.

Vor dem Vergleich besagte die Regel, dass in der 2. DBBL immer mindestens 3 deutsche Spielerinnen pro Team auf dem Feld stehen müssen. In der 1. DBBL lautet die Regel, dass mindestens immer 2 deutsche Spielerinnen pro Team auf dem Feld stehen müssen." Maria Steidl, die Frau des Vereinsvorsitzenden Dirk Steidl profitierte von der neuen Regelung, da auf sie alle Punkte der Neuregelung zutrafen. Die anderen Vereine kritisierten das Vorgehen des FVC Nöttingen zwar, stimmten der neuen Regel aber trotzdem zu, um die gesamte Saison wegen eines Rechtsstreits mit ungewissem Ausgang nicht zu gefährden. [3]

Im März 2015 beschloss die DBBL, dass in jedem Spiel der 1. Bundesliga maximal 3 außereuropäische Spielerinnen eingesetzt werden dürfen und deutsche Spielerinnen den europäischen Spielerinnen gleichgestellt werden. Zudem wurde vereinbart, dass alle Vereine freiwillig zu jeder Zeit 1 deutsche Spielerin auf dem Court einsetzen.

Season Opening[Bearbeiten]

Alle Teams des Season Opening 2007

Season Opening (engl. für „Saisoneröffnung“) bezeichnet die offizielle zentrale Veranstaltung zu Beginn der Spielsaison einer Liga. In der deutschen Sportlandschaft eröffnete die DBBL bis 2014 die Spielzeiten der 1. Damen-Basketball-Bundesliga in dieser Form. Auch die Austrian Women Basketball League (AWBL) führt seit einigen Jahren eine vergleichbare Veranstaltung durch.[4]

Um die 1. Damen-Basketball-Bundesliga in ihrer Gesamtheit einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, wurde innerhalb der DBBL über eine zentrale Saison-Eröffnungsveranstaltung an einem Ort diskutiert und bei zustimmendem Beschluss von der Liga-Versammlung nach Bewerbung an eine der teilnehmenden Mannschaften vergeben.

Bis einschließlich 2002 fand die Veranstaltung mit Spielen außer Konkurrenz statt, kamen also nicht in die Wertung. Jede Mannschaft trug zwei Testspiele aus, eins am Samstag und eins am Sonntag, wobei die insgesamt bis zu zwölf Spiele parallel in unterschiedlichen Sporthallen ausgetragen wurden.

Erstmals 2003 wurde beim Season Opening der komplette erste Spieltag der Bundesligasaison an einem Ort und in einer Spielhalle abgewickelt.[5] In den einzelnen Paarungen wurde die in der Vorsaison besser platzierte Mannschaft als Auswärtsmannschaft gewertet. Somit wurde ein Platz unter den ersten sechs der Abschlusstabelle mit einem zusätzlichen Heimspiel in der Folgesaison belohnt.

2015 beschloss die Damen-Basketball-Bundesliga auf Antrag Nördlingens, diese Veranstaltung künftig nicht mehr fortzuführen. [6]

Zum Rahmenprogramm der Veranstaltung gehörten u.a.

  • Gala mit Ehrung der besten Spielerinnen und Trainer der Vorsaison
  • Drei-Punkte-Wettbewerb
  • Girls Camp (Trainingslager für Jugendspielerinnen)
  • Trainerfortbildungen

Austragungsorte[Bearbeiten]

  • 2000 Saarlouis (7./8. Oktober)
  • 2001 Saarlouis (29./30. September)
  • 2002 Marburg (21./22. September) [7]
  • 2003 Marburg (27./28. September)
  • 2004 Leipzig (16./17. Oktober)
  • 2005 Göttingen (1./2. Oktober)
  • 2006 nicht ausgetragen
  • 2007 Marburg (20./21. Oktober) [8]
  • 2008 Marburg (27./28. September) [9]
  • 2009 Freiburg im Breisgau (26./27. September)
  • 2010 Freiburg (25./26. September)
  • 2011 Chemnitz (24./25. September)
  • 2012 Marburg (29./30. September)
  • 2013 Oberhausen (28./29. September)
  • 2014 Chemnitz (27./28. September)[10]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Süddeutsche Zeitung vom Donnerstag, den 15. Mai 2008, Bericht auf Seite 42.
  2. Udo Koller: Grüner Stern Keltern kippt Ausländerregelung. Pforzheimer Zeitung, abgerufen am 27. Januar 2015.
  3. Udo Koller: Grüner Stern Keltern kippt Ausländerregelung. Pforzheimer Zeitung, abgerufen am 27. Januar 2015.
  4. Website der AWBL
  5. Neuerung 2003, Website des TSV Wasserburg
  6. Webseite derwesten.de aufgerufen am 7. Januar 2014
  7. Presseschau 2002, alte Webseite des BC Marburg
  8. Season Opening Informationen auf Homepage des Ausrichters
  9. Webseite Season Opening
  10. Bekanntgabe des SO-Ausrichters 2014

Weblinks[Bearbeiten]