Dampierre-en-Bresse

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Dampierre-en-Bresse
Wappen von Dampierre-en-Bresse
Dampierre-en-Bresse (Frankreich)
Dampierre-en-Bresse
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire
Arrondissement Louhans
Kanton Pierre-de-Bresse
Gemeindeverband Bresse Nord Intercom’
Koordinaten 46° 50′ N, 5° 12′ OKoordinaten: 46° 50′ N, 5° 12′ O
Höhe 181–214 m
Fläche 11,09 km2
Einwohner 171 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km2
Postleitzahl 71310
INSEE-Code

Dampierre-en-Bresse ist eine französische Gemeinde im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté. Sie gehört zum Arrondissement Louhans und zum Kanton Pierre-de-Bresse. Sie hat 171 Einwohner (Stand 1. Januar 2016), diese werden Dampierris genannt[1].

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Bonnet-en-BresseLa Chapelle-Saint-SauveurMervansLa RacineuseDampierre-en-Bresse mit seinen Nachbarorten
Über dieses Bild

Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse, die westliche Gemeindegrenze bildet die Guyotte[2], die nördliche Gemeindegrenze der Ruisseau de Grange[3], der an der Grenze zu Saint-Bonnet-en-Bresse in die Guyotte mündet. Ganz im Süden streift die Departementsstraße D313[4] das Gemeindegebiet, ohne jedoch die Siedlungsgebiete zu erschließen. Heute bestehen lediglich noch im Osten und Südosten der Gemeinde größere Waldflächen, das übrige Gemeindegebiet wird landwirtschaftlich genutzt. Zur Gemeinde gehören folgende Weiler und Fluren: Borgeot, Breuil, Cailloux, Champagne, Champ-Renaud, Chize, Cholot, En-Haut, Etang-Monard, Grange, Haut-de-Grange, Motte-Trenard, Palanchat, Picardière, Roselay, Saumon, Siceigne, Vaux, Yvolots[5].

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima in Dampierre-en-Bresse ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die effektive Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger ist Cfb. Im Jahresdurchschnitt herrscht einer Temperatur von 11,0 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 806 mm.

Dampierre-en-Bresse
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
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7
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5
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: climate-data.org
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Dampierre-en-Bresse
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,8 6,8 12,4 16,0 19,9 23,4 25,6 25,1 21,6 15,6 9,5 5,2 Ø 15,5
Min. Temperatur (°C) −1,0 −0,3 2,6 5,6 9,0 12,5 14,3 13,9 11,3 7,0 3,2 0,1 Ø 6,6
Temperatur (°C) 1,9 3,2 7,5 10,8 14,4 17,9 19,9 19,5 16,4 11,3 6,3 2,6 Ø 11
Niederschlag (mm) 62 59 56 57 78 76 58 77 77 65 76 65 Σ 806
T
e
m
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a
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9,0
23,4
12,5
25,6
14,3
25,1
13,9
21,6
11,3
15,6
7,0
9,5
3,2
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0,1
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird erstmals erwähnt im Jahre 1209 als Donperre. Der Name geht auf Domnus Petrus (lateinisch Heiliger Petrus: Dominus = Herr, auch im Sinne von Heiliger – Petrus = Stein, Fels, Name des Jüngers Jesu) zurück, eine Ortsbezeichnung, die im heutigen Frankreich über 50-mal vorkommt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herrschaft wurde 1433 erworben durch Nicolas Rolin und ging nach seinem Tod 1461 an seine Witwe Guigone de Salins über. Ende des 17. Jahrhunderts ging die Herrschaft über an die de Bataille de Mandelot und zu Beginn des 18. Jahrhunderts an die Esmonin und an die de Thiard. Das Schloss de la Picardière wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch die Familie Bataille de Mandelot erbaut, wurde jedoch gegen 1920 zerstört, die Nebengebäude gegen 1980. Das Baumaterial wurde für den Bau der heutigen Gebäude verwendet. Im Weiler Cailloux wurden Reste einer Römerstraße entdeckt, sie war vollständig aus Sand erbaut und dürfte verhältnismäßig spät als Verbindung zwischen La Chaux und Mervans erstellt worden sein. Heute entspricht die Départementsstrasse D131[6] dieser Trasse.

Die heutige Kirche datiert aus dem 18. Jahrhundert und ist ebenfalls dem Petrus geweiht, 1879 wurde die Mairie-École erbaut, die Mädchenschule 1905 und das Pfarrhaus 1889. Vor dem Schulhausbau wurden die Mädchen durch die Schwestern unterrichtet, die im Ortszentrum ein Haus besaßen. 1988 bestanden noch 14 Landwirtschaftsbetriebe.

Heraldik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 10. Juli 1991 benutzt die Gemeinde Dampierre-en-Bresse das Wappen, das ehemals von Nicolas Rolin getragen wurde. Seine Gattin war Guigone de Salins und im 15. Jahrhundert Herrin von Dampierre-en-Bresse. Blasonierung: In Blau ein dreifach bezinnter Turm in Gold, Mauerwerk, Tür und Maueröffnungen in Schwarz. Das Wappen ist sichtbar auf einem Stein beim Eingang zur Mairie und wird auf offiziellen Briefköpfen der Gemeindeverwaltung benutzt.[7]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [8])
17931800182118311841184618511861187218811891190119111921193119461962197519821990199920062011
600549600621640687635618616635622567517461413366309215184157131154170
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Kirche von Dampierre-en-Bresse

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dorf gibt es unter anderem eine Kirche, eine Mairie, drei Landwirtschaftsbetriebe und einen der Baubranche. Als AOC-Produkte sind in Dampierre-en-Bresse Volaille de Bresse[9] und Dinde de Bresse[10] zugelassen.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dampierre-en-Bresse verfügt über keine eigenen schulischen Einrichtungen. Die Kinder werden in Schulen der umliegenden Gemeinden ausgebildet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claude Courtépée (1721–1781): Description historique et topographique du Duché de Bourgogne. Band 5. Chez Causse, Dijon 1780 (französisch, Google Books).
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Bd. 1, Louhans 1897.
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise: armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Vve L. Romand, Louhans 1909 (französisch, gallica).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dampierre-en-Bresse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Dampierre-en-Bresse. auf INSEE. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Dampierre-en-Bresse. im Verzeichnis der Gemeinden Frankreichs. Abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Dampierre-en-Bresse. in der Base Mérimée. Ministère de la Culture, abgerufen am 18. Januar 2015 (französisch).
  • Dampierre-en-Bresse. in Archives départementales. Département Saône-et-Loire, abgerufen am 21. Januar 2016 (französisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dampierre-en-Bresse. auf habitants.fr. Abgerufen am 16. Januar 2016 (französisch).
  2. La Guyotte, Länge 41.1 km, Zufluss zum Doubs, Quelle bei 46° 43′ 7″ N, 5° 14′ 26,9″ O in Saint-Usuge auf ca. 205 m, Mündung bei 46° 56′ 25,1″ N, 5° 8′ 26,9″ O in Navilly auf ca. 175 m, La Guyotte auf sandre.eaufrance.fr
  3. Ruisseau de Grange, Länge 5,7 km, Zufluss zur Guyotte, Quelle bei 46° 49′ 22,4″ N, 5° 14′ 44,5″ O in La Chaux auf ca. 205 m, Mündung bei 46° 50′ 30,8″ N, 5° 11′ 34,8″ O in Saint-Bonnet-en-Bresse auf ca. 181 m, Ruisseau de Grange auf sandre.eaufrance.fr
  4. Départementsstraße D131. auf routes.wikia.com. Abgerufen am 26. April 2015 (französisch).
  5. Dommartin-en-Bresse. (PDF) im Dictionnaire Topographique de Saône-et-Loire. Comité des Travaux Historiques et Scientifiques, abgerufen am 6. April 2015 (französisch, Suchbegriff: Ctrl+F Dommartin).
  6. Départementsstraße D131. auf routes.wikia.com. Abgerufen am 26. April 2015 (französisch).
  7. Armorial des communes. Dampierre-en-Bresse. In: Archives départementales. Le Département Saône-et-Loire, abgerufen am 16. Januar 2016 (französisch, Originalblasonierung: D'azur à la tour crénelée de trois pièce d'or. La maçonnerie, la porte et les ouvertures sont de sable).
  8. Einwohnerstatistik auf cassini.ehess.fr. Abgerufen am 18. September 2011 (französisch).
  9. Poulet de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 26. Juni 2015 (französisch).
  10. Dinde de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 26. Juni 2015 (französisch).