Dan Fogelberg

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Dan Fogelberg, 1974

Daniel Grayling „Dan“ Fogelberg (* 13. August 1951 in Peoria, Illinois; † 16. Dezember 2007 in Deer Isle, Maine) war ein US-amerikanischer Sänger, Komponist und Multiinstrumentalist. Seine musikalischen Wurzeln lagen in der Country-Musik, Folkmusik, Pop- und Rockmusik. Er gilt bis heute als herausragender und einflussreicher Singer-Songwriter der jüngeren US-amerikanischen Musikgeschichte.[1]

Fogelberg war dreimal verheiratet, jedoch blieben seine Ehen kinderlos.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dan Fogelberg war der jüngste dreier Söhne von Lawrence Fogelberg und seiner Frau Margaret (geb. Young). Sein Vater war Leiter einer Schul-Band an der Peoria Woodruff High School und Pekin High School und inspirierte ihn später zu einem seiner bekanntesten Titel Leader of the Band. Seine Mutter war Pianistin. Nachdem er von seinem Großvater eine Hawaiigitarre bekommen hatte, brachte er sich das Gitarrespielen selbst bei, ebenso wie das Klavierspielen. Bereits mit 14 Jahren gehörte er einer Musikgruppe an (The Clan). Er schrieb zwischen 1967 und 1971 eine Reihe von Titeln, die auf Samplern eines Folk-Music-Clubs "The Red Herring" in Urbana, Illinois oder teils von anderen Künstlern veröffentlicht wurden, unter anderem Bands wie "Bucyrus Erie" und "The Coachmen", deren Mitglied er war.[2]

Ein weiteres Interesse galt der Malerei. Nach dem Abschluss an der Woodruff High School 1969 studierte Fogelberg Theaterkunst und Malerei an der University of Illinois, machte aber auch dort weiterhin Musik. 1971 wurde er von Irving Azoff entdeckt, der später auch die Eagles und REO Speedwagon managte. Beide reisten nach Kalifornien, um ihr weiteres Glück dort zu versuchen. Fogelberg wurde Session-Musiker, spielte unter anderem im Vorprogramm von Van Morrison und wurde schnell Bestandteil der lokalen Musikszene um Künstler wie Linda Ronstadt, den Eagles, J. D. Souther und Jackson Browne. Sein erstes Album Home Free 1972 erntete nur verhaltene Resonanz, aber sein von Gitarrist Joe Walsh produziertes zweites Werk Souvenirs mit dem Single-Hit Part of the Plan im Jahre 1974 brachte den Durchbruch. Auch den folgenden Alben war Erfolg beschieden, und Fogelberg wurde kurzzeitig als mögliches neues Bandmitglied der Eagles gehandelt.[3] 1978 arbeitete er erstmals mit dem Jazz-Flötisten Tim Weisberg zusammen.

Nach vielen weiteren Hits und 10-fachem Platin-Status seiner ersten sechs Alben, wurde es Mitte der 1980er Jahre ruhiger um den Musiker. Er widmete sich auf seinen späteren Alben zunehmend verschiedenen musikalischen Stilrichtungen und befasste sich in seinen Songs mit Umweltthemen oder den Rechten der amerikanischen Ureinwohner. Seine Fangemeinde blieb dem Singer-Songwriter weiterhin treu und verschaffte Fogelberg bis zu seiner letzten Tournee im Sommer 2003 stets volle Konzertsäle.

Im Jahre 2001 baute die renommierte Gitarrenbaufirma C. F. Martin & Co. Fogelberg zu Ehren ein limitiertes Signature-Modell, die Martin D-41DF Dan Fogelberg Signature Edition Model.[4]

Zu Fogelbergs Hobbys gehörten das Skifahren und Hochseesegeln. Seit 1982 lebte er einen Teil des Jahres zurückgezogen auf einer Ranch mit eigenem Tonstudio in Colorado, zuletzt mit seiner dritten Ehefrau, der Musikerin Jean Meyer-Fogelberg. Das Ehepaar unterhielt aber einen weiteren Wohnsitz an der Küste des US-amerikanischen Bundesstaates Maine.[5] Im Mai 2004 wurde bei ihm Prostatakrebs festgestellt. Die Krankheit konnte zwar mit einer Hormon-Therapie zeitweise gestoppt werden, im Dezember 2007 starb Fogelberg jedoch an seiner wiederkehrenden Krebserkrankung.

Späte Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2017 publizierte Fogelbergs dritte Ehefrau, die Musikerin und Malerin Jean Marie Mayer-Fogelberg, zusammen mit Manager Irving Azoff unter dem Titel Dan Fogelberg - Live at Carnegie Hall bis dato unveröffentlichte Aufnahmen eines Solo-Konzerts aus dem Jahr 1979. Im August 2017 wurde Dan Fogelberg postum in die Colorado Music Hall Of Fame aufgenommen.[6] Im September 2017 wurde ein Musical mit dem Titel "Part of the Plan" mit Fogelbergs Musik am Tennessee Performing Arts Center (TPAC) in Nashville uraufgeführt.[7] Als Würdigung und in Gedenken an die Musik Fogelbergs erschien im darauf folgenden November ein Tribute-Album, A Tribute To Dan Fogelberg, an dem unter anderem prominente Kollegen wie die Eagles, Garth Brooks, Donna Summer, Michael McDonald, The Nitty Gritty Dirt Band, Vince Gill mit Amy Grant, Boz Scaggs und Jimmy Buffett mitwirkten und jeweils einen seiner Songs spielten.[8]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9][10]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
UK UK US US Coun­try Coun­try
1974 Souvenirs US17
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(27 Wo.)US
1975 Captured Angel US23
Platin
Platin

(19 Wo.)US
1977 Nether Lands US13
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(39 Wo.)US
1978 Twin Sons of Different Mothers US8
Platin
Platin

(35 Wo.)US
mit Tim Weisberg
1979 Phoenix UK42
(3 Wo.)UK
US3
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(39 Wo.)US
1981 The Innocent Age US6
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(62 Wo.)US
1984 Windows and Walls US15
Gold
Gold

(27 Wo.)US
1985 High Country Snows US30
Gold
Gold

(23 Wo.)US
Coun­try23
(19 Wo.)Coun­try
1987 Exiles US48
(19 Wo.)US
1990 The Wild Places US103
(13 Wo.)US
1993 River of Souls US164
(3 Wo.)US
2009 Love in Time US117
(1 Wo.)US

Weitere Studioalben

  • 1972: Home Free (US: PlatinPlatin)
  • 1995: No Resemblance Whatsoever (mit Tim Weisberg)
  • 1999: The First Christmas Morning
  • 2003: Full Circle

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Dan Fogelberg Live: Greetings from the West
  • 2000: Live: Something Old New Borrowed & Some Blues
  • 2017: Live at Carnegie Hall

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[9][10]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
US US
1982 Greatest Hits US15
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(35 Wo.)US

Weitere Kompilationen

  • 1995: Love Songs
  • 1997: Portrait
  • 1997: Promises
  • 1998: Super Hits
  • 2001: The Very Best of Dan Fogelberg
  • 2003: The Essential Dan Fogelberg
  • 2016: The Definitive Anthology

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9][10]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE UK UK US US Coun­try Coun­try
1975 Part of the Plan
Souvenirs
US31
(9 Wo.)US
1978 The Power of Gold
Twin Sons of Different Mothers
US24
(14 Wo.)US
mit Tim Weisberg
1979 Longer
Phoenix
UK59
(4 Wo.)UK
US2
(22 Wo.)US
Coun­try85
(8 Wo.)Coun­try
1980 Heart Hotels
Phoenix
US21
(13 Wo.)US
Same Old Lang Syne
The Innocent Age
US9
(18 Wo.)US
1981 Hard to Say
The Innocent Age
US7
(19 Wo.)US
Leader of the Band
The Innocent Age
US9
(20 Wo.)US
1982 Run for the Roses
The Innocent Age
US18
(14 Wo.)US
Missing You
Greatest Hits
US23
(16 Wo.)US
1983 Make Love Stay
Greatest Hits
US29
(16 Wo.)US
1984 The Language of Love
Windows and Walls
US13
(14 Wo.)US
Believe in Me
Windows and Walls
US48
(9 Wo.)US
1985 Go Down Easy
High Country Snows
US85
(4 Wo.)US
Coun­try56
(16 Wo.)Coun­try
Down the Road/Mountain Pass
High Country Snows
Coun­try33
(13 Wo.)Coun­try
1987 She Don’t Look Back
Exiles
US84
(6 Wo.)US
1994 Magic Every Moment
River of Souls
DE55
(14 Wo.)DE

Weitere Singles

  • 1972: To The Morning
  • 1977: Love Gone By
  • 1984: Sweet Magnolia (And the Travelling Salesman)
  • 1987: Lonely in Love
  • 1987: Seeing You Again
  • 1990: Rhythm of the Rain

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephen L. Betts im Rolling Stone Magazin: Dan Fogelberg Tribute Album: Garth Brooks, Zac Brown Honor Late Singer. Aufgerufen am 15. Dezember 2017.
  2. Dan Fogelberg Website - Early RPMs
  3. Von Rock around the World – Interview mit Dan Fogelberg.
  4. Martin Guitars – list of signature-models.
  5. Dan Fogelberg Website - FAQs
  6. "Colorado Music Hall of Fame"
  7. "Part of the Plan" - Dan Fogelberg Musical
  8. "A Tribute to Dan Fogelberg" - Discogs.com
  9. a b c Chartquellen: DE UK US
  10. a b c Auszeichnungen für Musikverkäufe: US