Daniel-Erasmus Khan

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Daniel-Erasmus Khan (* 30. Juni 1961 in Marburg) ist Professor für Völkerrecht an der Universität der Bundeswehr München und lehrt an der Hochschule für Politik München. Daneben war er 2010 bis 2015 Landesbeauftragter für die Genfer Konventionen und in dieser Eigenschaft Mitglied des Vorstandes des Bayerischen Roten Kreuzes.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniel-Erasmus Khan machte 1981 sein Abitur in Düsseldorf. Nach dem Abschluss des Wehrdienstes studierte er ab 1982 Jura in Marburg, Genf und München. Dem zweiten Staatsexamen folgte eine weitere Ausbildung, unter anderem in London. Im Anschluss an das Referendariat an der Deutschen Botschaft in Neu-Delhi promovierte Khan 1996 an der Universität München und schloss seine Habilitation 2004 ebenda ab. Nach Lehrstuhlvertretungen in Bayreuth, Kiel, München und Göttingen folgte er 2006 einem Ruf an die Universität der Bundeswehr München.

Bekanntheit erlangte Khan vor allem durch seine Tätigkeiten als Prozessvertreter und Regierungsberater in Völkerrechtsfragen. So war er 1999 bis 2001 vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag Prozessvertreter im LaGrand-Fall und 2001 bis 2005 Rechtsberater im Certain-Property-Case zwischen Deutschland und Liechtenstein.[1] Außerdem beriet er die Republik Kamerun im Grenzstreit mit Nigeria.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Vertragskarte: völkerrechtliche Untersuchung zu einem besonderen Gestaltungsmittel in der internationalen Rechtsetzung. Beck, München 1996, ISBN 3-406-41714-0 (= Münchener Universitätsschriften, Reihe der Juristischen Fakultät, Band 120, zugleich: Dissertation, Univ. München, 1995/96).
  • Die deutschen Staatsgrenzen. Rechtshistorische Grundlagen und offene Rechtsfragen. Mohr Siebeck, Tübingen 2004, ISBN 3-16-148403-7 (= Jus Publicum, Band 114, zugl. Habil.-Schr., Universität München, 2003).
  • als Herausgeber: EUV: Vertrag über die Europäische Union und Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Textausgabe mit Einführung, Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-59773-2.
  • Das Rote Kreuz: Geschichte einer humanitären Weltbewegung. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64712-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lebenslauf auf www.unibw.de
  2. Internationaler Gerichtshof: Land and Maritime Boundary between Cameroon and Nigeria (Cameroon v. Nigeria: Equatorial Guinea intervening) (Memento vom 29. Juli 2017 im Internet Archive), icj-cij.org, abgerufen am 31. August 2019.