Daniel Christensen (Schauspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Daniel Christensen (* 29. August 1978 in Wasserburg am Inn[1]) ist ein deutsch-dänischer[1] Schauspieler.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie Daniel Christensens flüchtete aus Prag zunächst nach Dänemark und später nach Bayern. Durch die Heirat seiner Großmutter mit einem Dänen ist seine Familie mütterlicherseits Dänisch, sein Vater wurde in Fürstenfeldbruck geboren. Christensen wuchs in Raitenhaslach bei Burghausen auf und ging dort auch zur Schule.[3] Von 1995 bis 1999 besuchte er die Athanor Akademie für Darstellende Kunst (diese war bis 2014 in Burghausen/Obb. und ist seit 2014 in Passau angesiedelt), seine ersten Bühnenerfahrungen machte Christensen zwischen 1998 und 2000 in Österreich am Salzburger Landestheater und dem Theater in der Josefstadt. Weitere Stationen seiner Theaterlaufbahn waren neben anderen das Théâtre national de Strasbourg, die Schauspiele in Hannover und Frankfurt (dem er 2001/02 und 2004/05 als festes Ensemblemitglied angehörte[4]), das Essener Grillo-Theater, das Düsseldorfer Schauspielhaus und das Theater Basel. Christensen spielte u. a. im Hinkemann von Ernst Toller und als Pozzo in Becketts Warten auf Godot. In Goethes Die Leiden des jungen Werthers verkörperte er die Titelfigur, in Kabale und Liebe von Friedrich Schiller stand er als Ferdinand auf der Bühne.[5]

Neben seiner Schauspielausbildung studierte Daniel Christensen Biomechanik, Schwert- und Degenkampf sowie Tanz und Körperausdruck.[4]

Für das Fernsehen stand Daniel Christensen erstmals 2006 in den Serien SOKO Rhein-Main und Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei vor der Kamera. Neben zwei Tatort-Folgen spielte er in den bayerischen Krimis Dampfnudelblues, Winterkartoffelknödel, Schweinskopf al dente,Grießnockerlaffäre und Sauerkrautkoma nach den gleichnamigen Romanen von Rita Falk den „Heizungspfuscher“ Flötzinger.

2004 wirkte Daniel Christensen in dem vom Hessischen Rundfunk produzierten Hörspiel Trans-Sister Radio unter der Regie des Autors Terre Thaemlitz mit. Christensen lebt in Berlin.[1]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Nominierung zum Nachwuchsschauspieler 2005 mit „Die Leiden des jungen Werthers“ am Schauspiel Frankfurt[5]
  • 2006: Publikumspreis beim Radikal jung Festival in München für die Inszenierung „Die Leiden des jungen Werthers“
  • 2013: Deutscher Schauspielerpreis für das beste Ensemble (Polizeiruf 110: Schuld)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Profil bei schauspielervideos.de, abgerufen am 19. September 2015
  2. 10 Fragen an Daniel Christensen | Tele Regional Passau 1 (TRP1). Abgerufen am 9. Juli 2018 (deutsch).
  3. Ilena Mittermaier: So wurde „Heizungspfuscher Flötzinger“ zur Kult-Figur, Focus vom 17. Oktober 2014, abgerufen am 19. September 2015
  4. a b Biographie beim Schauspiel Frankfurt (Memento des Originals vom 27. September 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.buehnen-frankfurt.de, abgerufen am 19. September 2015
  5. a b Biographie bei filmmakers.de, abgerufen am 19. September 2015